Rems-Murr-Kreis

Saharastaub trübt Himmel auch über dem Rems-Murr-Kreis

Blick von Alfdorf auf die Schwäbische Alb
Auch der Blick von Alfdorf aus in Richtung Schwäbische Alb war am Dienstagmorgen (23.02.) leicht getrübt. © Gabriel Habermann

Weil sich größere Mengen Saharastaub über Deutschland verteilt haben, kann der Himmel vielerorts milchig-trüb ausfallen. So dämpfen die Partikel in der Luft auch die Sonnen-Einstrahlung über dem Rems-Murr-Kreis.

"Es liegt eine südliche Strömung vor, diese bringt Saharastaub aus Nordafrika bis in unsere Breiten", hatte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert bereits am Montag (22.02.) erklärt. Besonders intensiv können die Sonnenauf- und -untergänge erscheinen. "Da die Lichtstrahlen anders gebrochen werden, färbt sich der Himmel in ein intensiveres Rot." Aufgrund der Staubkonzentration im Himmel werde zudem die pralle Sonne gedämmt, erläuterte Schappert. Somit würden auch die Tageshöchsttemperaturen um ein bis zwei Grad niedriger ausfallen. Laut dem DWD hält die Konzentration in der Luft bis voraussichtlich Freitag (26.02.) an. Somit könne das Phänomen noch einige Tage andauern.

Aber wie kommt der Wüstenstaub überhaupt bis nach Europa? Der Staub wird in der Sahara durch lokale, kräftige Winde aufgewirbelt und kann dann in höheren Luftschichten über große Entfernungen verfrachtet werden. "Wenn sich so wie jetzt auf der Ostseite einer Tiefdruckzone über West- und Südwesteuropa, die sich zeitweise bis nach Nordafrika erstreckt, eine südliche Höhenströmung einstellt, kann der Saharastaub auch nach Mitteleuropa gelangen", schreibt die DWD-Meteorologin Sabine Krüger. 

Bereits am 6. Februar 2021 gab es einen starken Saharastaub-Ausbruch. Im Tagesverlauf zeigte sich zum Beispiel in Süddeutschland eine merkwürdige, rötliche Beleuchtung und es gab sichtbare Staubablagerungen auf Autos oder anderen Gegenständen