Rems-Murr-Kreis

Schüler bleiben wegen Sturmtief Sabine zu Hause

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Am Lessing-Gymnasium in Winnenden blieben einige Stühle in den Klassenzimmern leer. © Joachim Mogck

Rems-Murr-Kreis. Eltern von Schülern durften am Montag selbst entscheiden, ob sie ihr Kind auf den Schulweg schicken. Die Schule muss dann freilich informiert werden. Wir haben nachgefragt: Was sagen Schulen aus dem Kreis, wieviele Schüler kamen?

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Lessing-Gymnasium Winnenden: "Ansage des Kultusministeriums wenig hilfreich"

Jörg Steinl, der Schulleiter des Lessing-Gymnasiums in Winnenden, das auch viele Schüler aus den Berglen hat, verschaffte sich einige Stunden nach Unterrrichtsbeginn einen Überblick. Es dürften so 120 fehlende sein bei 800 Schüler insgesamt, gab er an. Steinl findet die Durchsage des Kultusministeriums im Vorfeld des Sturms, dass es ins Belieben der Eltern gestellt sei, „wenig hilfreich“.  Schließlich sei es immer ins Belieben der Eltern gestellt, ob ihre Kinder den Schulweg antreten. Etwa bei Blitzeis. Die Busse verkehrten offenbar ganz normal. Jedenfalls können nicht ganze Linien ausgefallen sein, wenn sich der Schulleiter die einzelnen Meldungen anschaut. Die Schule hatte beschlossen, selbst eine Exkurision mit dem Bus abzusagen. Die 12er-Stufe wären nach Karlsruhe unterwegs gewesen ins dortige Bio-Lab. Doch nach Rücksprache mit dem Busunternehmen blieb der Bus auf dem Hof.

Limes-Gymnasium Welzheim: "Etwa ein Drittel blieb daheim"

Etwa ein Drittel der Schüler des Limes-Gmnasium mit seinem weiten Einzugsgebiet auf dem Welzheimer Wald sind zuhause geblieben, zählt Frithjof Stephan, der Schulleiter. Je kleiner die Schüler, desto vollzähliger, beobachtet er. Und je weiter weg die Schüler wohnen,  umso mehr Lücken habe der Sturm gerissen. Stephan weiß nichts von Komplettausfällen der Buslinien, aber einzelne Busse fuhren dann doch nicht. Stau sozusagen im ländlichen Raum. Er selbst, der von Rudersberg immer hochfährt, musste nochmals umdrehen. Eine Ausweichstrecke war auch dicht. Also kam er eine Stunde später im Schulleiterbüro an.

Staatliches Schulamt: "Viele Anfragen schon am Sonntag"

Für die Leiterin des Staatlichen Schulamts in Backnang begann die Woche schon am Sonntag, berichtet Sabine Hagenmüller-Gehring. So viele Anfragen, wie es denn nun die Eltern halten sollen, und die Schulen ebenso. Am Montag dann erschienen in einer Grundschule in Backnang nur die Hälfte der Schüler. Eine größere Ausfallrate, sagt sie, gab es auch im Welzheimer Wald. Auch wenn die Buslinien im großen und Ganzen noch gehalten wurden, so startete doch mancher Fahrdienst nicht, der die Kinder aus den Weilern holt. Gleiches gilt auch für die Förderschulen. Auch da sind Fahrdienste unterwegs, die öfters abgesagt wurden, weiß Hagenmüller-Gehring