Rems-Murr-Kreis

Schneller Klarheit bei Verdachtsfällen: Landkreis aktualisiert Corona-Testkonzept für Schulen und Kitas

Corona-Schnelltestzentrum des Landkreises im Regelbetrieb
Das Schnelltestzentrum ergänzt die bisherigen Teststrukturen im Landkreis, die gemeinsam mit den Kreisärzteschaften aufgebaut und entwickelt wurden. © Fuchs/Rems-Murr-Kliniken

Der Rems-Murr-Kreis hat aufgrund der dynamischen Pandemie-Entwicklung sein Corona-Testkonzept für Schulen und Kitas aktualisiert. In Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt ändert sich so das Vorgehen bei Infektionsfällen. Das teilte der Landkreis am Donnerstag (12.11.) mit. 

„Die Bundes- und Landespolitik hat immer betont, dass die Schulen und Kitas so lange wie möglich offenbleiben. Diesem Versprechen fühle ich mich als Landrat, aber auch als Vater zweier Schulkinder verpflichtet. Wir haben daher im Rems-Murr-Kreis unsere Teststrategie für die Schulen und Kitas nochmals geschärft. Wir möchten zudem mit Transparenz für Akzeptanz bei den Eltern und den Schulgemeinschaften werben, denn Corona wird uns diesen Winter weiter begleiten“, erläutert Landrat Richard Sigel.

Die wichtigsten Neuerungen der aktualisierten Teststrategie im Überblick:

  • Das Schnelltestzentrum Corona an der Rems-Murr-Klinik in Winnenden ist am 9. November im Regelbetrieb gestartet. Dort werden Antigen-Schnelltests eingesetzt, die zeitnah ein Testergebnis liefern. Das Testzentrum ist primär für die Testung von Kindern und Schülern ohne Symptome vorgesehen und ergänzt die bestehenden Teststrukturen in der Fieberambulanz und den Corona-Schwerpunktpraxen.
  • Bei einem bestätigten Corona-Fall in Schule oder Kita: Das Gesundheitsamt wird bei der Einschätzung von bestätigten Corona-Fällen in Schulen und Betreuungseinrichtungen stärker differenzieren. In Kindergärten und Grundschulen, in denen keine Maskenpflicht gilt, soll bei einem bestätigten Corona-Fall in der Regel weiter die ganze Gruppe/Klasse geschlossen werden. In weiterführenden Schulen wird genau geprüft: Je nach Situation werden dann – wenn möglich und vertretbar – nicht mehr alle Mitschüler als enge Kontaktpersonen eingestuft.
  • In diesem Zusammenhang ist wichtig: Lüften und Alltagsmaske sollen im Klassenzimmer vor einer Ansteckung schützen. Völlig ausgeschlossen ist eine Ansteckung aber nicht. Deshalb kann aufgrund der strengen Regelungen eine Quarantänepflicht als enge Kontaktperson bestehen.
  • Bei Verdachtsfällen in Grundschule oder Kita: Wenn ein Kind oder ein Erzieher/Lehrer engen Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte, dann gilt diese Person als Verdachtsfall bzw. enge Kontaktperson. In solchen Fällen rät das Gesundheitsamt weiterhin dazu, die Gruppe/Klasse so lange vorsorglich zu schließen, bis das Testergebnis der engen Kontaktperson vorliegt. Nach der neuen Teststrategie können solche Verdachtsfälle im Schnelltestzentrum innerhalb eines Tages abgeklärt werden, wenn dies die Kapazitäten zulassen. Zu längeren vorsorglichen Schließung von Einrichtungen sollte es in diesen Fällen möglichst nicht mehr kommen.

Hinweis zur Quarantäne

Wenn jemand engen Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, dann muss er oder sie für 14 Tage Quarantäne. Wegen der Inkubationszeit gilt das auch, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt. Allerdings kann das Testergebnis Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld oder auf die betroffene Einrichtung haben. Wenn zum Beispiel ein Kind positiv getestet wird, dann müssen dessen enge Kontaktpersonen in Quarantäne.

Was tun bei für Corona typischen Symptomen?

Wer Symptome hat, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten könnten, meldet sich telefonisch beim Hausarzt. Der Abstrich erfolgt entweder dort, in einer Schwerpunktpraxis oder in der Corona-Ambulanz in der Rems-Murr-Klinik Schorndorf.