Rems-Murr-Kreis

Schutzkleidung wird knapp: Hilfe von Unternehmen erbeten

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Symbolbild. © Joachim Mogck

Waiblingen.
Im Rems-Murr-Kreis wird im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Schutzkleidung knapp. Landkreis, Kliniken und IHK haben deshalb nun in einem gemeinsamen Brief Unternehmen um Hilfe gebeten. Das geht aus einer Pressemitteilung am Freitag hervor. "Bei den täglich weiter anwachsenden Fallzahlen zeichnet sich bereits in Kürze ein Engpass an Atemschutzmasken (FFP-2 oder 3) und medizinischer Schutzkleidung sowie Nitril-Handschuhen ab, da bereits zugesagte Lieferungen auf dem Transportweg hängen und sich verzögern werden" , so das gemeinsame Schreiben. Daher bitten dessen Unterzeichner um Hilfe bei der Beschaffung der benötigten Schutzausrüstung: Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern könne, dürfe direkt auf die Kliniken zugehen.

"Uns ist bewusst, dass dies ein ungewöhnlicher Schritt ist", wird Landrat Richard Sigel in der Pressemitteilung zitiert. Oberste Priorität habe in diesen herausfordernden Zeiten der Schutz der Mitarbeiter, um eine dauerhafte Versorgung der Patienten im Landkreis gewährleisten zu können. Die Unterzeichner erhoffen sich mit dem Aufruf, dass den Gesundheitseinrichtungen schnell und pragmatisch Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt werden kann, die andere Unternehmen derzeit nicht benötigen. "Vielleicht haben wir auch in dieser aktuellen Notlage in unserem Landkreis Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit schwäbischem Tüftlergeist zu neuen Lösungen kommen", erhofft sich IHK-Bezirkskammerpräsident Claus Paal.