Rems-Murr-Kreis

Schweinepest-Warnschilder auf dem Rastplatz

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Diese Schilder werden auf Rastplätzen an den Bundesstraßen und Autobahnen aufgestellt. © ZVW/Sarah Utz
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Wildschweine können sich über kontaminierte Lebensmittel anstecken. Für Menschen besteht keine Gefahr.

Weinstadt/B29. Auf einem Parkplatz an der B29 auf Höhe Weinstadt-Endersbach stehen seit kurzem Schilder, die auf die Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest hinweisen. Man solle Essensreste nur in verschlossene Müllbehälter werfen, heißt es darauf. Fälle der Afrikanischen Schweinepest gibt es in Deutschland bislang nicht, jedoch wurden die Viren in den angrenzenden Ländern in Ost und West nachgewiesen.

Mit dem Hinweis will das Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft verhindern, dass Wildschweine sich über kontaminierte Lebensmittel anstecken. Ein weggeworfenes Wurstbrötchen etwa, könnte den für Menschen ungefährlichen, für Schweine tödlichen Virus übertragen. Großes Problem dabei: Auf vielen Parkplätzen - so auch in Endersbach - gibt es keine Mülleimer mit Deckel.

Die Afrikanische Schweinepest tritt seit 2014 in den baltischen Staaten und in Polen auf und breitet sich seither auf die angrenzenden Länder Ukraine, Weißrussland und Russland aus. Im Sommer 2017 wurde die Krankheit erstmals auch bei Haus- und Wildschweinen in Rumänien, Bulgarien und der in der Tschechischen Republik festgestellt. Am 13. September 2018 wurden erste Fälle nahe der Deutschen Grenze nachgewiesen.

Die Animation des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit zeigt, wie sich die Seuche ausbreitet:

Das Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft sieht deshalb die Gefahr, dass die Seuche in weitere EU-Länder verschleppt wird. Neben den Auswirkungen für die Tiere, würde die Seuche in Deutschland auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich bringen. Besonders bei Wildschweinen wäre es schwierig die Ausbreitung in den Griff zu kriegen.

Ansteckungsgefahr besteht nur für Schweine. Menschen und andere Tiere sind nicht gefährdet