Rems-Murr-Kreis

So können Sie Weihnachten zu Hause feiern - eine katholische Handreichung

Waiblingen Hobbykünstler Franz Wimmer macht weihnachtliche Figuren und krippen aus Ton und Keramik
Weihnachtskrippe von Franz Wimmer, Waiblingen. © Habermann

Herausgeber: Bischöfliches Ordinariat Rottenburg. Redaktionsteam: Annette Gawaz, Barbara Janz-Spaeth, Nathalie Küchler, Jörg Müller, Sylvia Neumeier, Margret Schäfer-Krebs, Clemens Schirmer

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Mitchristinnen und Mitchristen, mit dieser Gottesdienstvorlage wollen wir eine Hilfe anbieten, sich an Weihnachten (Heiligabend und/oder erster Weihnachtsfeiertag) zu Hause mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt betend und feiernd zu verbinden. Die Vorlage kann mit eigenen Ideen, Gebeten und Liedwünschen ergänzt werden. Die Leseimpulse sollen helfen, über das Evangelium nachzudenken und/oder ins Gespräch zu kommen.

Ist eine Krippe aufgebaut und/oder eine Bilder- oder Kinderbibel vorhanden, kann damit eine Bildbetrachtung gestaltet werden.

Im Internet finden Sie Anregungen, wie Sie diese Gebetszeit um weitere Gestaltungselemente ergänzen können: www.sei-weihnachten-dabei.de (Diözese Speyer), www.drs.de/weihnachten2020 (Diözese Rottenburg-Stuttgart), www.ebfr.de/weihnachten2020 (Erzdiözese Freiburg).

Als Zeichen der Verbundenheit empfehlen wir, ein Licht ins Fenster zu stellen und damit anderen Menschen zu zeigen, dass an diesem Ort gerade gebetet und ein Gottesdienst gefeiert wird. Die Verbundenheit kann auch zum Ausdruck kommen, wenn Sie zeitgleich mit anderen Gemeindemitgliedern diesen Gottesdienst feiern (wenn die Glocken läuten oder zu den Gottesdienstzeiten vor Ort).

Vor Beginn des Gottesdienstes sollte vorbereitet und besprochen werden:

  • ein geeigneter Platz zum Feiern
  • Symbole wie der häusliche Weihnachtsschmuck, Krippe, Licht, Kreuz, Bibel
  • Weihnachtskerzen, Teelichter in Gläsern oder LED-Kerzen (zu den Fürbitten)
  • Vorlage und Gotteslob
  • Wo es möglich ist, Musikinstrument(e) zur Begleitung der Lieder und für Instrumentalmusik oder Instrumentalmusik zum Einspielen
  • welche Lesungen und welches Evangelium vorgetragen werden
  • wer welche Texte vorträgt, vorbetet und das Bibelgespräch moderiert

Eröffnung: Wenn möglich, wird eine Kerze in der Mitte entzündet und ein Licht ins Fenster gestellt.

Eine/r: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle: Amen.

Eine/r: Jesus Christus, in die Welt gekommen als Kind in der Krippe, ist in unserer Mitte und schenkt uns seine Nähe und Gemeinschaft.

Alle: Amen.

Eine/r: Ihm öffnen wir unser Herz. Ihm halten wir hin, was uns an diesem Festtag bewegt. Seinem Wort vertrauen wir uns an.

Eine/r: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Alle: Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Lied: Es ist ein Ros entsprungen (Gotteslob 243) oder Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (Gotteslob 247)

Einer/r: Wir danken dir, Herr, unser Gott, für das gemeinsame Gebet, das uns mit Menschen in unserer Gemeinde und auf der ganzen Erde verbindet.

Alle: So bleibt in uns lebendig, was wir allein vergessen und verlieren würden: Gott, du bist Mensch geworden. Bei dir ist Rettung und Frieden. Stärke unser Vertrauen in deine bleibende Gegenwart. Festige unsere Gemeinschaft mit dir und untereinander durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Eine/r: Lebendiger Gott, du hast uns die Sehnsucht nach dir ins Herz gelegt. Mach uns nun hellhörig für dein Wort und bereit, es anzunehmen.

Alle: Wir wollen dein Wort hören. Dein Wort gebe uns Freude und stärke unser Vertrauen.

Aus folgenden Lesungen kann ausgewählt werden. Alternativ kann der Gottesdienst mit dem Evangelium fortgesetzt werden.

  • Erste Lesung (Jes 9,1-6)
  • Antwort mit Psalm 96 (Gotteslob 635,6.8)
  • Zweite Lesung (Tit 3,4-7)

Die Lesungstexte und weitere Lesungen der Liturgien (Weihnachten - Am Morgen; Weihnachten - Am Tag) finden Sie im Schott-Messbuch oder www.erzabtei-beuron.de/schott.

Halleluja (Gotteslob 244)

Evangelium (Lk 2,1-14): Es kann in verteilten Rollen gelesen werden.

Erzähler: Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter in Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen:

Engel: Fürchtet euch nicht, denn siehe ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; es ist Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

Erzähler: Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:

Alle: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.

Lied: Engel auf den Feldern singen (Gotteslob 250) oder Gloria (Gotteslob 168.1)

Leseimpuls:

  • Was berührt mich am heutigen Weihnachtsevangelium?
  • Gibt es ein Wort/einen Satz, der mich gerade besonders anspricht?
  • Die Geburt Jesu ereignet sich unter unkomfortablen und widrigen Umständen. Welche Gedanken kommen mir dazu?
  • Wenn ich einer dieser Hirten/eine Hirtin gewesen wäre: Was hätte ich gedacht und wie hätte ich reagiert?
  • Heute ist auch uns der Retter geboren; es ist Christus, der Herr. Sein Zeichen: Ein Kind, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Gott ist Mensch, Gott ist Kind geworden. Welche Hoffnung gibt das mir?
  • Welche Rettung erhoffe ich?
  • Wo brauche ich selbst Hilfe und Rettung?

Eine/r: Für Gottes Wort in der Schrift, für Gottes Wort in der Welt für Gottes Wort unter uns, für Gottes Wort in uns ...

Alle: Dank sei Gott.

Eine/r: Ehre sei Gott in der Höhe. So haben die Engel gesungen. Im Gloria singen wir mit ihnen und mit Menschen in der ganzen Welt, die Weihnachten feiern.

Lied:

  • Ehre Gott in der Höhe (Gotteslob 168.2) oder
  • Allein Gott in der Höh sei Ehr (Gotteslob 170) oder
  • Menschen, die ihr wart verloren (Gotteslob 245) oder
  • ein anderes Gloria-Lied (Gotteslob 166-173)

Eine/r:„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erde den Menschen seines Wohlgefallens.“ Nehmen wir diesen Frieden an und lassen wir ihn tief in unser Herz hinein.

Eine/r: Geben wir einander ein Zeichen des Friedens.

Eine/r: Frohe Weihnachten wünschen wir einander. Und bitten Gott um „frohe und friedvolle Weihnachten“, besonders für …

Die Personen können genannt werden, für die man besonders beten möchte. Nach den einzelnen Bitten antworten alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

Es können nun auch noch weitere Anliegen und Nöte geäußert werden, die den Betenden besonders auf dem Herzen liegen.

Und/oder man betet noch eine Weile in Stille.

Beispiele für Fürbitten finden sich im Gotteslob 26,7.

Beim Vorbringen der Bitten können auch Weihnachtskerzen oder Teelichter oder kleine LED-Kerzen zur Krippe gebracht werden, die im Zimmer steht.

Danach beten alle gemeinsam:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Eine/r: Bitten wir Gott nun um seinen Segen.

Alle: Der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt, bewahre unsere Herzen und Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus.

Eine/r: Das gewähre uns der dreieine Gott,

Alle: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Zum Abschluss singen die Versammelten ein Lied:

Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.

Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht, durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da!

Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt.

Zur Weihnachtskollekte von Adveniat: Die 60. Weihnachtskollekte ist die bislang wichtigste. Denn Corona trifft die Armen in Lateinamerika besonders hart. Viele Menschen haben ihren Broterwerb verloren. Hunderttausende leiden Hunger. Zusammen mit lokalen Projektpartnerinnen und -partnern organisiert Adveniat Nothilfen und unterstützt die Betroffenen der aktuellen Krise. Bitte unterstützen Sie durch Ihre Spende die Arbeit von Adveniat. Sie können Ihre Spende im Pfarrbüro abgeben oder direkt überweisen: IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45, BIC: GENODED1BBE Bank im Bistum Essen eG.