Rems-Murr-Kreis

Sommerhitze im Büro: Wie luftig darf die Kleidung werden?

Thermometer Hitze Sommer Symbol
Ein Thermometer zeigt 40 Grad an. (Symbolfoto). © Pixabay

30 Grad und mehr, da ist es an manchen Arbeitsplätzen im Sommer nicht sehr angenehm. Besonders ohne Klimaanlage und  im Großraumbüro werden die Temperaturen sehr schnell belastend. Wie luftig-leger darf man sich dann eigentlich kleiden? Sind kurze Ärmel schon der Gipfel des Zumutbaren oder dürfen auch Beine sichtbar werden? Fragen, die jedes Jahr wieder im Sommer die Gemüter der meisten Büro-Angestellten beschäftigen. Die Meinungen darüber sind äußerst zwiegespalten, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage* ergeben hat. 

Acht Prozent sagen: Keine nackte Haut im Büro, egal bei welchen Temperaturen

Eine hauchdünne Mehrheit (38 Prozent) spricht sich dafür aus, es möge jeder selbst entscheiden, wie viel oder wenig er oder sie bei Hitze im Job anzieht - Hauptsache die Hitze lässt sich ertragen. Fast genauso viele sind Verfechter des Kompromisses "Arme frei, mehr bitte nicht" (37 Prozent). Nur acht Prozent der Deutschen sagen klar: Bitte keine nackte Haut im Job! 

Elf Prozent wussten auf die Frage, welcher Dresscode bei Hitze im Job okay ist, gar keine Antwort. Leichter ist es für die sechs Prozent, die wie auch ihre Kollegen von zuhause arbeiten - hier kann der Dresscode flexibler gehandhabt werden.

Im Westen nichts Freies

Ein Blick in die verschiedenen Regionen Deutschlands zeigt: Im Osten ist man legerer unterwegs. Hier lassen 43 Prozent im Vergleich zu nur 37 Prozent im Westen jedem die freie Wahl beim Outfit. Am deutlichsten heben sich Sachsen-Anhalt und Thüringen vom Durchschnitt der Deutschen ab: Hier hat bei sommerlicher Hitze über die Hälfte (56 bzw. 52 Prozent) kein Problem mit nackter Haut im Job.** Im Westen bevorzugt die Mehrheit hingegen die Variante "Arme frei, sonst bitte nichts zeigen" (38 Prozent).

Mit der Hochzeit hört die Freizügigkeit auf

Nach Familienstand betrachtet zeigt sich, dass nackte Haut im Job für die Mehrheit der Singles erwartungsgemäß okay ist (43 Prozent). Auch bei den zusammen- (44 Prozent) sowie den getrenntlebenden Paaren (46 Prozent**) spricht sich die Mehrheit dafür aus, dass jeder selbst entscheiden soll was er oder sie bei sommerlichen Temperaturen am Arbeitsplatz anzieht. Der Anteil derer, die dem zustimmen, sinkt bei den Verheirateten jedoch deutlich: In dieser Bevölkerungsgruppe haben nur noch 36 Prozent kein Problem mit nackter Haut im Job.

Unabhängig vom Beziehungsstatus sind sich acht Prozent der Männer und Frauen darin einig, dass nackte Haut im Job absolut nichts zu suchen hat. Allerdings ist die Mehrheit der Frauen der Meinung, mehr als die Arme dürfen nicht frei sein (39 Prozent vs. 35 Prozent der Männer), während Männer mehrheitlich allen selbst überlassen, wie viel Haut sie bei Hitze im Job zeigen (41 Prozent vs. 36 Prozent der Frauen).

40 Grad, 40 Stunden/Woche und volle Montur? Nein, danke!

Unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema Kleiderwahl im Job bei Sommerhitze ergeben sich auch aus der Beschäftigungsart. Während nur rund ein Drittel der in Teilzeit und nicht Erwerbstätigen jedem die Wahl seiner Kleidung selbst überlässt, spricht sich eine Mehrheit von 44 Prozent der Vollzeitkräfte dafür aus.

*Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH und Monster Deutschland, an der 2032 Personen zwischen dem 27. und 29.07.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

**Befragte Personenzahl unter 100.