Rems-Murr-Kreis

Steigende Corona-Zahlen im Rems-Murr-Kreis: Landratsamt setzt erstmals Infektomobil ein

Corona Infektomobil vor dem Landratsamt Peter Zaar Stefanie Böhm Landrat Sigel
Das Infektomobil des Landratsamtes (v.l. Peter Zaar, Stefanie Böhm und Landrat Dr. Sigel). © Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Im Kreis Esslingen gilt bereits eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, die Stadt Stuttgart hat am Freitagnachmittag (09.10.) verschärfte Maßnahmen angekündigt: Die Corona-Lage spitzt sich weiter zu.

Im Rems-Murr-Kreis ist von verschärften Maßnahmen aufgrund des niedrigen Sieben-Tages-Indizent aktuell keine Rede, trotzdem steigen die Fallzahlen weiter an. Mit Blick auf den Herbst aktiviert das Landratsamt nun das seit Juli eingerichtete Infektomobil.

Infektomobil kam schon in Fellbach zum Einsatz

Das Infektomobil, das bisher im Stand-By-Modus war, soll bei regionalen Hotspots eingesetzt werden, um vor Ort schnell und flexibel Testungen vornehmen zu können. Mit diesem Fahrzeug fahren dann ein Arzt und ein Helfer der Notfallpraxis von Schorndorf aus einen möglichen Infektions-Schwerpunkt an, auch am Wochenende. Am Freitag (09.10.) kam das Infektomobil erstmals zum Einsatz, als das Team gemeinsam mit einem Fellbacher Arzt die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft getestet haben. 

„Im Vergleich zu den Nachbarkreisen sind die Infiziertenzahlen im Rems-Murr-Kreis gerade noch relativ niedrig. Das ist aber kein Grund zur Freude, sondern wir müssen wachsam sein, denn das könnte sich auch jederzeit – und schnell - ändern", so Landrat Dr. Richard Sigel. "Ein, zwei lokale „Hotspots“ können genügen, dann erreicht auch der Rems-Murr-Kreis die Vorwarnstufe."

Auch deshalb betonte der Landrat: "„Jeder und jede sollte verantwortungsvoll handeln, sich an die AHA-Regeln halten und - ganz wichtig - auch regelmäßiges Lüften von Räumen nicht vergessen. Nur so können wir Infektionsketten schnell unterbrechen und die Ausbreitung des Virus im Griff behalten."