Rems-Murr-Kreis

Tempo 60 vor dem Kappelbergtunnel

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Wer auf der Bundesstraße 14 tagsüber in Richtung Stuttgart fährt, wird noch bis Anfang August vor dem Kappelbergtunnel auf 60 km/h abgebremst. © ZVW/Danny Galm

Fellbach. Der Kappelbergtunnel ist eine Baustelle. Seit Februar werden Havariebecken gebaut, die bei Bränden dem Auffangen von Chemikalien und Löschwasser dienen. Während der Bauarbeiten gilt ein Tempolimit.

Wer auf der Bundesstraße 14 tagsüber in Richtung Stuttgart fährt, wird noch bis Anfang August vor dem Kappelbergtunnel auf 60 km/h abgebremst. Ab Freitag dürfen Autofahrer zumindest abends und an den Wochenenden mit 80 in den Tunnel rauschen.

Bau des ersten von zwei Havariebecken

Hinter dem Kappelbergtunnel auf Stuttgarter Gemarkung gilt grundsätzlich Tempo 80 in beide Richtungen, und zwar ungeachtet der Bauarbeiten am Tunnel. Dafür sorgt der Luftreinehalteplan für die Landeshauptstadt, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart auf Anfrage mit.

Das führt derzeit zu der Situation, dass die Autofahrer von der Benzstraße hinauf zum Kappelbergtunnel mit 80 km/h fahren – und mitten im Tunnel Gas geben dürfen. Denn im Rems-Murr-Kreis gilt Tempo 100.

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart schreibt, ist im Februar 2018 mit dem Bau des ersten von zwei Havariebecken am Kappelbergtunnel begonnen worden. Die Becken dienen dem Auffangen von Chemikalien und Löschwasser im Falle eines Brandes oder einer Havarie im Kappelbergtunnel. Zunächst sei das östliche Becken gebaut und seien Leitungen verlegt worden. Derzeit werden die Schächte und Leitungen des westlichen Beckens gebaut.

Die Sperrung des Standstreifens bleibe weiterhin bestehen

Bis voraussichtlich 4. August wird vorerst nur der Standstreifen nach dem Kappelbergtunnel in Fahrtrichtung Stuttgart auf einer Länge von etwa 100 Metern gesperrt. Ab der Einfahrt in den Tunnel gilt über die gesamte Bauzeit eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Stundenkilometern. Zusätzlich sei ein zeitweiser Einzug des rechten Fahrstreifens notwendig.

Im B-14-Bereich ist am vergangenen Freitag der Pumpschacht versetzt worden. Jetzt werden die Anschlüsse der einzelnen Schächte hergestellt und die verschiedenen Leerrohre für die Betriebstechnik und Kabel verlegt, sowie mehrere Kabelschächte gebaut. Danach wird das Vorfeld am Notrufhaus wieder hergerichtet und das Havariebecken oben weitergebaut.

Die Sperrung des Standstreifens bleibe weiterhin bestehen, da immer wieder im B-14-Bereich gearbeitet wird, zum Beispiel für die Ausstattung mit den Pumpen, Kabeln und Betriebstechnik.

Kosten: 1,8 Millionen Euro

Voraussichtlich ab Freitag, 13. Juli, werde die bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung in Richtung Stuttgart geändert, kündigt das RP an. Die Geschwindigkeit werde von 7 bis 18 Uhr weiterhin auf 60 km/h reduziert bleiben, außerhalb dieser Zeiten beziehungsweise an arbeitsfreien Zeiten und am Wochenende wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h geschalten.

Der Bau der beiden Havariebecken wird voraussichtlich rund 1,8 Millionen Euro kosten. Die Kosten trägt laut Regierungspräsidium die Bundesrepublik Deutschland als Straßenbaulastträger.


Weitere Informationen

Informationen über Straßenbaustellen im Land können dem Baustelleninformationssystem des Landes (www.baustellen-bw.de) entnommen werden. Unter www.svz-bw.de liefern an verkehrswichtigen Stellen auf Autobahnen und Bundesstraßen installierte Webcams einen Eindruck von der momentanen Verkehrslage.