Rems-Murr-Kreis

Tierrechtsorganisation Peta: Hinweise auf Täter werden belohnt

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Symbolbild. © ZVW/Danny Galm

Spiegelberg. Die Meldung sorgte für Empörung und Aufsehen: 350 Forellen wurden am Sonntag, 8.Oktober, an einem Weiher bei Spiegelberg tot aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass die Fische mit einer Sprengladung getötet wurden. Einige Fische hatten die Täter mitgenommen, den großen Rest einfach liegen gelassen. Die Tierschutzorganisation Peta hat nun zur Aufklärung des Falles eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, ihre Hinweise telefonisch unter 07193-352 an die Polizei in Sulzbach an der Murr heran zu tragen oder sich per eMail an Peta zu wenden, auch gegebenenfalls anonym. Der Weiher befindet sich etwa hundert Meter nach dem Ortsende von Spiegelberg in Fahrtrichtung Prevorst auf der linken Straßenseite der Kreisstraße 1820 gegenüber der Einmündung Bergstraße.

Werden die Täter durch Belohnungen schneller gefasst?

Die Tierrechtsorganisation setzt häufiger im Fall von misshandelten oder ausgesetzten Tieren Belohnungen aus. Auch im Falle eines im Februar misshandelten Katers in Stuttgart  hatten die Aktivisten von Peta eine Belohnung von 1000 Euro ausgelobt. Damit wolle man die Arbeit der Polizei unterstützen, Tierquäler abschrecken und die Bevölkerung für diese Fälle sensibilisert werden, so eine Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung. Tatsächlich habe es auch schon Erfolge gegeben. Nach einer Belohnungsauslobung meldete sich eine Dame, die den Täter überführen konnte, der 2016 in Ludwigsburg einen Welpen totgetreten hatte. Die Polizei wollte gerade die Akte schließen. Der Täter wurde verurteilt.

Auch im Fall um eine ausgebrochene Elefantendame aus dem Circus Luna in Buchen, die nach ihrem Ausbruch einen Spaziergänger tödlich verletzte, konnte eine Dame helfen und erhielt eine Belohnung von 5000 Euro.  Der Zirkus hatte behauptet, Tierschützer hätten den Elefanten freigelassen. Die Buchener Dame hatte jedoch beobachtet, wie ein offenbar mit dem Tier vertraute Person mit dem Elefanten "spazieren ging".  Diese Zeugenaussage verlagerte den Ermittlungsschwerpunkt auf die Zirkusangehörigen. Welcher der Zirkusangehörigen mit dem Elefanten spazieren ging und ihn unbeaufsichtigt stehen ließ, konnte die Staatsanwaltschaft letztlich nicht ermitteln. 

Eine Frau, die einen Giftköder-Ausleger überführte, erhielt bereits eine Belohnung von Peta. Peta zahlte vergangenes Jahr außerdem eine Belohnung von 1000 Euro an drei Pferdehalterinnen in Lorsch aus. Ihre Hinweise hatten einen Tierquäler, der im April 2016 eine Stute mit einem Dildo malträtierte, überführt. 

Der Verein feiert im Jahr 2019 sein 25-jähriges Bestehen in Deutschland. Gegründet wurde die Organisation 1980 in Rockville, Maryland, USA.