Rems-Murr-Kreis

Virale Familienfotos - Photoshop-Fail oder Marketing-Stunt?

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Die außergewöhnlichen Familienporträts werden in den sozialen Netzwerken rauf und runter geteilt und sorgen rund um die Welt für Gelächter. © Alexander Roth

Waiblingen. Fake oder nicht fake? Seit Freitag machen ein paar Familienfotos die Runde, die so dermaßen grausam bearbeitet wurden, dass es sich eigentlich nur um einen Scherz handeln kann. 

"Das ist KEIN Scherz", heißt es auf der Facebookseite von Pam Dave Zaring. Am Freitag, dem 12. Januar teilte sie dort Bilder eines angeblichen Familienfoto-Shootings, die alleine auf Facebook bereits 380.000 Mal geteilt wurden. Das Besondere: Die Gesichter der abgebildeten Personen sehen aus, als hätten die "South-Park" Zeichner sie nach einer Nacht voller Alpträume im Uncanny Valley aus Pfannkuchenteig modelliert. Keine Konturen, keine Textur, seltsam verzerrte Augen und Zähne, die an Crystal-Meth-Süchtige erinnern.

Die Fotografin habe dafür 250 Dollar verlangt, heißt es im ursprünglichen Beitrag. "Sie sagte die Schatten wären an diesem wunderschönen, klaren, sonnigen Tag ziemlich schlecht gewesen und ihr Professor hätte ihr nie beigebracht, wie man Fotos retuschiert." Nun, das passt zumindest zum Ergebnis.

Ein gefundenes Fressen für die Online-Community

Nicht nur Pam Dave Zaring selbst kann darüber lachen - auch die Internetgemeinde kann diesen Photoshop-Fail natürlich nicht unkommentiert lassen. 

Auf Youtube gibt es sogar bereits eine Anleitung für diese spezielle Methode der Bildbearbeitung:

Sind die Fotos wirklich echt?

Momentan ist allerdings noch unklar, wie viel dran ist an dieser zu-schön-um-wahr-zu-sein-Geschichte. Im Ursprungspost auf Facebook findet sich auf den Bildern der Hinweis "IMagery by Lesa Hall" - ob eine Person mit diesem Namen aber tatsächlich für dieses Desaster verantwortlich ist, oder das Ganze doch nur ein Scherz sein soll, lässt sich nur schwer herausfinden. Der Verein "Mimikama" stieß bei der Recherche lediglich auf die Ankündigung für ein Foto-Shooting für Hunde vom 9. Dezember. 

Ob wahr oder nicht: Als viraler Trend haben sich die Fotos längst verselbstständigt - und wie alles, was im Netz funktioniert, hat man die Gesichter des Grauens bereits zu Marketingzwecken eingespannt.