Rems-Murr-Kreis

Vodafone nimmt 5G-Antennen in Alfdorf, Korb, Waiblingen und im Backnanger Raum in Betrieb

cell-tower-5390644_1920
Die neuen 5G-Sendestationen lassen sich in kleinen Kästen praktisch überall montieren und nicht unbedingt nur an Masten (wie hier auf diesem Symbolfoto). © Pixabay

Mobilfunkgegner und Strahlenskeptiker werden Alarm schlagen und protestieren. Menschen und Unternehmen, die auf eine hohe Netzqualität beruflich angewiesen sind, werden jubilieren. Vodafone hat seine ersten sechs 5G-Mobilfunkstationen im Rems-Murr-Kreis in Betrieb genommen und damit ein 5G-Ausbauprogramm für den Landkreis gestartet.

Wo stehen die Antennen?

Die neuen Stationen mit 5G-Antennen in Murrhardt, Großerlach, Alfdorf, Korb, Waiblingen und Backnang versorgen erste Bewohner der Orte und ihre Gäste mit der mobilen Breitbandtechnologie 5G.

Folgen noch mehr?

Mittelfristiges Ziel des neuen Infrastrukturprogrammes ist es laut Vodafone, „möglichst die gesamte Bevölkerung in der Region an das 5G-Netz anzuschließen - so wie es bei der Mobilfunkversorgung bereits heute nahezu der Fall ist. Parallel zum Aufbau des 5G-Netzes baut Vodafone auch sein LTE-Netz (=4G) in der Region weiter aus.

Beim Projekt „5G für den Rems-Murr-Kreis“ werde Vodafone zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und seine 5G-Antennen, wo immer es möglich ist, zunächst an den 85 Mobilfunkstandorten im Landkreis anbringen - zum Beispiel an Masten, Aussichtstürmen, Kirchtürmen sowie auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden (wie Rathäusern und Verwaltungssitzen) sowie Wohngebäuden. Dies geschieht Zug um Zug. Die bestehenden Mobilfunkstandorte werden also aufgewertet, indem dort zusätzliche 5G-Technologie installiert wird.

Vorteile von 5G?

5G deckt beim mobilen Datenverkehr laut Vodafone „alle Vorteile der mobilen Breitbandtechnologie LTE ab - das allerdings mit deutlich höherer Geschwindigkeit: Die Kunden können im Internet surfen und mobile Datendienste nutzen. So können sie zum Beispiel HD-Filme schnell downloaden, Videos in HD-Qualität genießen und große Events aus Sport und Kultur im Live-Stream verfolgen.“

Dabei liefere 5G jedoch höhere Geschwindigkeiten als LTE sowie noch niedrigere Latenzzeiten im Millisekunden-Bereich. Dieses werde perspektivisch Anwendungen wie zum Beispiel selbstfahrende Autos, die miteinander kommunizieren, ermöglichen.

Und der LTE-Ausbau im Kreis?

„Parallel zum Aufbau des 5G-Netzes bauen wir auch das LTE-Netz im Rems-Murr-Kreis aus“, schreibt Vodafone. Aktuell seien 99,7 Prozent der Bevölkerung im Landkreis an unser Mobilfunknetz sowie 97 Prozent der Bewohner an das LTE-Netz von Vodafone angeschlossen. „Bis Mitte 2021 werden wir im Rems-Murr-Kreis noch acht weitere LTE-Bauprojekte realisieren. Dabei werden wir acht vorhandenen LTE-Standorten zusätzliche LTE-Antennen anbringen. Dies geschieht in Fellbach, Kaisersbach, Alfdorf, Oppenweiler (zweimal) und Waiblingen (dreimal). Ziel dieser acht Bauprojekte ist es, LTE-Funklöcher zu schließen sowie die Geschwindigkeiten und Kapazitäten im Versorgungsgebiet dieser LTE-Stationen zu erhöhen.“

Risiken?

„Die neuen 5G-Sendestationen lassen sich in kleinen Kästen praktisch überall montieren. (...) Man kommt ihnen viel näher, wenn sie an Laternen, Bushaltestellen oder Wänden montiert werden. Und bekommt auch mehr Strahlung ab“, steht zum Beispiel auf quarks.de. Und weiter: „Netzbetreiber in Deutschland sagen angesichts des neuen Netzes weiterhin: Es geht keine Gefahr davon aus, da die geltenden Höchstwerte die Nutzer schützen. Ohne Langzeitstudien ist das allerdings nur eine Vermutung.“