Rems-Murr-Kreis

War Rassismus das Motiv?

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Symbolbild. © Pixabay.com / CC0 Public Domain

Burgstetten/Stuttgart.
Ein Busfahrer rastet aus und verprügelt einen Fahrgast. So stellt sich das Geschehen dar laut Polizeimeldung zu einem Vorfall am 3. Januar in Erbstetten. Beim Fahrgast handelt es sich um einen 24 jahre alten Nigerianer, der eine Pizza mit in den Bus nehmen wollte. Der Fall ist noch nicht geklärt, teilt dazu die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.

Für das Bündnis Zusammen gegen Rechts Rems-Murr ist nicht auszuschließen, dass der Busfahrer aus rassistischen Motiven handelte. Deshalb haben Aktive des Bündnisses jetzt einen offenen Brief an das Busunternehmen Friedrich Müller in Stuttgart geschrieben. Das Unternehmen soll sich äußern zum Verhalten seines Busfahrers. Es verlangt, dass dieser versetzt wird in den Innendienst. Es sei so, dass der 24-Jährige jetzt Angst habe, den Bus zu betreten. Um zur Arbeit zu kommen, müsse er aber die Linie nehmen. Gefordert wird auch eine öffentliche Entschuldigung.

Nigerianer wurde schwer verletzt

Laut Polizeimeldung eskalierte der Fall so sehr, dass der Nigerianer vom Fahrer schwer verletzt wurde und in ein Krankenhaus gefahren werden musste. Die Polizei nahm erste Ermittlungen auf wegen schwerer Körperverletzung. Laut Polizeimeldung gibt es Aussagen von Zeugen, die von außen die Szenen gesehen haben. Ein Mitarbeiter des Omnibusunternehmens gab damals der Presse zur Auskunft, der 24-Jährige habe keine Fahrkarte vorgezeigt, sondern den Fahrer beleidigt, und er sei als Erster handgreiflich geworden.

Das Polizeipräsidium Aalen hat den Fall abgegeben an die Staatsanwaltschaft Stuttgart. Deren Sprecher gibt zur Auskunft, er könne nichts dazu sagen, weil erst der Beschuldigte angehört werden muss. Und das Busunternehmen verweist auf die Pressestelle von VVS und Bahn. Es fährt im Auftrag. Und deshalb gibt es auch keine Auskunft des Geschäftsführer gegenüber der Presse.