Rems-Murr-Kreis

Warum werden keine Zahlen von Genesenen veröffentlicht?

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Symbolbild. © Joachim Mogck

Rems-Murr-Kreis.
Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus steigt auch im Rems-Murr-Kreis weiter. Aber warum werden eigentlich keine Zahlen von Genesenen veröffentlicht? Diese Frage stellen nicht nur Leserinnen und Leser, sondern auch Journalisten schon lange. Die Datenbasis dazu ist leider dünn, Zahlen dazu werden (noch) kaum erfasst, da Krisenstäbe und Gesundheitsämter landauf, landab anderweitig ausgelastet sind. Nicht zuletzt ändert das Robert-Koch-Institut (RKI) immer wieder seine Definition, wer als „genesen“ gelten kann und nicht mehr ansteckend ist: Laut Theorie in der Regel nach mindestens zwei Wochen Quarantäne plus mindestens zwei Tage ohne jegliche Symptome. In der Realität kann es aber auch schon mal mehrere Wochen dauern, bis jemand als „Genesener“ bezeichnet werden kann, so eine Sprecherin des Landratsamtes Rems-Murr. 

Das Robert-Koch-Institut hat am vergangenen Montag (23. März) erstmals eine Einschätzung zum Thema „Geheilte“ abgegeben, bezog in seine Berechnungen aber nur solche Infizierte mit ein, die bis zum 9. März erkrankten und „nur“ milde Symptome aufwiesen – also eine sehr konservative Schätzung, denn nicht jede Lungenentzündung oder Atemnot bedingt Folgeschäden, wodurch Patienten als nicht gänzlich genesen gelten könnten. Das RKI erfasste so 2.800 Corona-Geheilte. Tatsächlich gehe man aber davon aus, dass bereits mehr Patienten wieder gesund sind, so RKI-Präsident Lothar Wieler.


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