Rems-Murr-Kreis

Was fiept denn da? Wenn es nachts im Garten komisch klingt, könnte dieses Tier dahinter stecken

Gartenschläfer
Putziges Kerlchen mit ungewöhnlicher Geräuschkulisse: Der Gartenschläfer © Jiří Bohdal

Wer nachts mit offenen Fenster schläft (und wer tut das gerade nicht bei der Hitze) und ein wenig Natur um sich rum hat,  könnte zur Zeit eigenartige Geräusche wahrnehmen: Ein Fiepen, Schnattern und Murmeln, das auch die ganze Nacht anhalten kann. 

Dahinter könnte ein putziges kleines Tier stecken, dessen Bestand seit Jahren dramatisch sinkt: der Gartenschläfer. Der kleine Verwandte des Siebenschläfers macht nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (kurz Bund)  unverwechselbare Laute. Die "Sprache" der Gartenschläfer sei so typisch für seine Art, dass man sie mit ein bisschen Übung leicht erkennen und zuordnen könne. 

Tatsächlich klingen die Laute sehr ungewöhnlich. Anhören kann man sich einen typischen Gartenschläfer hier

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Der Gartenschläfer ist in seinem Bestand bedroht. © Jiří Bohdal

Der Gartenschläfer ist vor allem in Mittel- und Südwestdeutschland heimisch. Doch seine Bestände sinken nach Angaben des Bund seit einigen Jahren dramatisch. Um die Ursachen herauszufinden und ihn zu schützen, taten sich Forschende und Naturschützende zusammen im Projekt "Spurensuche Gartenschläfer". Beteiligt sind der BUND, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für den Schutz des Gartenschläfers, weil ein Großteil seines Verbreitungsgebiets hier liegt.