Rems-Murr-Kreis

Weihnachten im Rems-Murr-Kreis: Weitere Corona-Schnelltests für Angehörige von Risikogruppen möglich

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Am Mittwoch (23.12.) und Donnerstag (24.12.) sind die ehrenamtlichen Helfer des DRK bei der Weihnachts-Testaktion für Angehörige von Heimbewohnern in Aktion. © DRK

Es gibt jetzt doch noch einen Corona-Schnelltest für Kurzentschlossene im Rems-Murr-Kreis. „Es sind noch wenige Kapazitäten für weitere Testungen frei, die wir Angehörigen von Risikogruppen öffnen, nachdem der Bedarf in Heimen und Pflegeeinrichtungen primär abgefragt und gedeckt werden konnte“, erklärt Sozialdezernentin Stefanie Böhm. Das Motto der kreisweiten Aktion lautet: „An Weihnachten zu Oma und Opa – aber sicher“.

80 000 Testkits hat das Land Baden-Württemberg kurz vor Weihnachten zur Verfügung gestellt, um Besuche von Angehörigen in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen zu ermöglichen, ohne das Virus in die Heime zu tragen. Der Rems-Murr-Kreis ist einen Sonderweg gegangen und hat seinen Anteil zunächst den Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Am Mittwoch (23.12.) und Donnerstag (24.12.) können nun noch weitere 1000 Personen einen Antigen-Schnelltest bekommen.

Auch bei negativem Test müssen „AHA-Regeln“ beachtet werden

Das Testangebot richtet sich aber weiterhin ausschließlich an Angehörige von Menschen, die im Heim oder von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden oder von Angehörigen gepflegt werden. Diese Gruppe kann sich für einen Schnelltest am Mittwoch oder Donnerstag anmelden, um über die Weihnachtsfeiertage ihre engsten Angehörigen zu besuchen, die sonst alleine wären, heißt es in der Pressemitteilung von DRK und Landratsamt. Auch ältere Menschen, die beispielsweise noch in den eigenen vier Wänden wohnen und in den vergangenen Monaten ohne soziale Kontakte leben mussten, könnten nun von ihren Liebsten besucht werden.

Wichtig ist: Bei einem Besuch im Heim ist vorab mit der Leitung abzustimmen, ob ein Besuch möglich ist. Ein negativer Test sollte zudem nicht dazu führen, dass Angehörige bei den „AHA-Regeln“ nachlässig werden. Man sollte sich gut überlegen, ob ein Besuch sinnvoll ist. „Unser Angebot richtet sich seit Beginn der Planungen gezielt an Menschen, bei denen ein Schnelltest dringend erforderlich ist, um ihre gefährdeten Angehörigen besuchen zu können, beispielsweise, weil Pflegedienste sie über die Feiertage nur eingeschränkt betreuen können. Eine komplette Öffnung der Aktion für die gesamte Bevölkerung wäre nie leistbar und war nie die Zielsetzung“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler.

Doch auch mit einem negativen Test dürfe sich niemand in Sicherheit wiegen, da der Infektionsbeginn innerhalb der Inkubationszeit von drei bis sieben Tagen vor der Testung nicht sicher festgestellt werden kann. Daher lasse sich keine einhundertprozentige Sicherheit garantieren. Innerhalb der Testeinrichtung gilt ein strenges Hygienekonzept. Auch außerhalb des Testgeländes und während der Hin- und Rückfahrt muss auf Abstände, das Tragen von Masken und die Einhaltung aller Vorgaben geachtet werden. Polizei und Ordnungsamt sind informiert, so das DRK.

Der Rems-Murr-Kreis und das DRK hatten sich im Vorfeld bewusst darauf verständigt, das begrenzte Schnelltest-Kontingent, das vom Sozialministerium und vom Landkreis bereitgestellt wird, primär auf Besucher von Angehörigen von Heimbewohnern sowie auf Dienste der Pflege und der Behindertenhilfe zu beschränken.

Seit Wochen leisten die Ehrenamtlichen des DRK gemeinsam mit den Mitarbeitern des Landratsamts und den Rems-Murr-Kliniken im Corona-Schnelltestzentrum Winnenden sowie bei der mobilen Testeinheit einen Beitrag zur Bewältigung der unmittelbaren Folgen der Pandemie. Die jeweiligen Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen haben sich bewährt. „Wir verfügen noch mehr als Testungen im Corona-Schnelltestzentrum am Klinikum Winnenden über die notwendige Expertise“, betont Jörg Behrens, der als Projektleiter des DRK das dortige erfolgreiche Hygienekonzept mitentwickelt hat.

In einer anhand der Online-Anmeldungen festgelegten Taktung gelangen die Probanden am 23. und 24. Dezember in die Halle, werden registriert, getestet und verlassen die Halle über einen separaten Ausgang. Kontakte zwischen den Probanden sind dort ausgeschlossen. Die Helfer des DRK sind medizinisch geschult und tragen Schutzausrüstung. Nach jedem Test wird entsprechend der Hygienestandards desinfiziert. Das Testergebnis erhalten die Probanden im Nachgang elektronisch.

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Es handelt sich bei dieser Aktion ausdrücklich nicht um eine allgemeine Testung der Bevölkerung. Auch wird keine schriftliche Bescheinigung über ein negatives Testergebnis ausgestellt. Die Anmeldung für die Testabnahme am 23. und 24. Dezember erfolgt online. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Wo die Tests stattfinden, wird nach der Anmeldung bekanntgegeben, so das DRK. Wer nicht angemeldet ist, wird nicht getestet. Bei der Registrierung und vor Ort wird zudem der Grund für den Test abgefragt.