Rems-Murr-Kreis

Wer wird die neue Schwäbische Waldfee?

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Die amtierende „Schwäbische Waldfee“, Leonie Treml. © ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Rems-Murr-Kreis.
Viele magische Momente habe sie erlebt, schwärmt die „Schwäbische Waldfee“ Leonie Treml. Nun endet ihre einjährige Amtszeit und gesucht wird ihre Nachfolgerin, die am 1. Mai offiziell inthronisiert wird. Wer will „Schwäbische Waldfee“, die Achte, werden? Leonie Tremls Tipp für die Bewerberinnen: „Bleibt offen, ehrlich und authentisch. Alle bisherigen sieben Waldfeen waren ganz unterschiedlich und haben die Figur auf ihre Weise toll verkörpert.“

Leonie Treml war als Waldfee am wichtigsten, Menschen in die Natur zu locken und ihnen zu vermitteln, wie wichtig es ist, Umwelt und Region zu schützen. „Als Waldfee war ich auf vielen Festen und an Orten, die ich zuvor nicht kannte. Es wird unterschätzt, wie viel kulturell im Schwäbischen Wald geboten ist“, sagt die 24-Jährige aus Murrhardt.

Ihr persönlicher Lieblingsplatz in ihrer Heimat waren schon immer die Hörschbach-Wasserfälle im Murrhardter Wald. Seit ihrer Wahl zur Waldfee sieht sie die wildromantische Schlucht aber mit anderen Augen: „Ich weiß jetzt, dass man dort nur hinwandern darf, wenn alles trocken ist, und dass man die Wege meiden sollte, wenn sie matschig sind, um die Natur zu schützen.“ In den vergangenen Monaten habe sie gelernt, nicht nur durch den Wald zu laufen und ihn zu genießen, sondern auch ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass er geschützt werden muss, damit die Menschen ihn weiterhin genießen können.

Kostenlose Friseurbesuche und ein Mini-Cabrio

Die Waldfee ist jedoch nicht nur eine Naturbotschafterin, sondern auch ein bisschen Prinzessin: Am Beginn ihrer Amtszeit wird ihr ein Feenkleid auf den Leib geschneidert. „Das Kleid ist sehr wichtig, denn erst durch das Kleid verkörpert man die Fee“, sagt Treml. Für die Kinder sei die Waldfee real, betont die Studentin: „Gleich an meinem ersten Tag als Waldfee kamen viele Kinder verzaubert auf mich zu und haben so auch mich verzaubert“, erinnert sie sich an ihre Einsetzung beim Kinder-Naturerlebnisfest in Oberrot. Für den stets perfekten royalen Auftritt bekommt die Waldfee während ihrer einjährigen Amtszeit übrigens auch bezahlte Friseurbesuche und ein Mini-Cabrio als Dienstwagen.

Gesucht wird die Markenbotschafterin von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald. Für den Vorsitzenden, Landrat Richard Sigel, ist die „Schwäbische Waldfee“ eine Erfolgsgeschichte: „Das hätte sich vor sieben Jahren wohl niemand träumen lassen, dass wir damit solche Besucher- und Medienaufmerksamkeit erzielen. Das liegt an unseren tollen schwäbischen Waldfeen, die diese Idee ausfüllen und mit Begeisterung leben.“

Wer Lust hat, ein Jahr lang den Schwäbischen Wald zu repräsentieren, kann sich ab sofort bewerben. Die „Schwäbische Waldfee“ verteilt ihren Feenstaub auf Veranstaltungen in den Kommunen der Region wie zum Beispiel am „Tag des Schwäbischen Waldes“ oder am Mühlentag. Auf Messen wie der CMT in Stuttgart und anderen Präsentationsterminen informiert sie über das touristische Angebot und wirbt für ihre heimatliche Freizeitregion. In dieser Zeit wird sie oft in Presse, Funk und teilweise auch im Fernsehen präsent sein.

„Mich hat das Jahr als Waldfee beflügelt und bereichert“, sagt Leonie Treml über ihre Amtszeit. „Denn ich habe viele neue Menschen kennengelernt und mir wurde bewusst, wie wichtig und bereichernd es ist, offen auf die Menschen zuzugehen.“


Der Weg zur Waldfee

Noch bis 26. Februar 2020 können sich Interessierte bewerben. Bedingung für die Teilnahme ist, dass der Wohnsitz oder der Lebensmittelpunkt der Bewerberin in einer der Mitgliedskommunen des Schwäbischen Waldes liegt und sie volljährig ist. Bei der Wahl am 18. März 2020 in Murrhardt gilt es mit Ausstrahlung, Ortskenntnis und Selbstbewusstsein die Jury aus Landrat, Bürgermeistern und ehemaligen Waldfeen von sich zu überzeugen.

Bewerbungen können direkt an folgende Rathäuser gerichtet werden: Alfdorf, Althütte, Aspach, Auenwald, Berglen, Gaildorf, Großerlach, Gschwend, Kaisersbach, Mainhardt, Murrhardt, Oberrot, Oppenweiler, Rudersberg, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Weissach im Tal, Welzheim und Wüstenrot.

Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet unter www.schwaebischerwald.com.