Rems-Murr-Kreis

Wie steht es um das Wasser im Rems-Murr-Kreis?

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Symbolbild. © Christine Tantschinez

Rems-Murr-Kreis. Am 22. März ist weltweit "Tag des Wassers". Dieses Jahr steht der jährlich von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag unter dem Motto: „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Baden-Württemberg und der Rems-Murr-Kreis haben Glück: Im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden der Welt ist dieses Ziel hier längst erreicht. 

Sowohl das Statistische Landesamt als auch das Landratsamt Rems-Murr-Kreis melden zum Tag des Wassers nur gute Nachrichten: Sowohl die Versorgung mit Trinkwasser als auch die Entsorgung des Abwassers ist zu fast 100 Prozent sichergestellt. 99,9 Prozent der Einwohner im Rems-Murr-Kreis sind an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen und damit mehr als der Landesdurchschnitt von 99,6 Prozent. Im Schwäbischen Wald gibt es noch einige abgelegene Wohnstellen, die nicht an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen sind, sondern sich selbst aus Quellen und Brunnen versorgen. Beim Abwasser sind die Verhältnisse im Schnitt etwas weniger gut: 99,2 Prozent der Bürger im Landkreis sind an die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen (im Landesdurchschnitt: 99,5 Prozent)

Gut, günstig, umweltschonend: Leitungswasser

Dabei ist das Wasser auch noch recht günstig geblieben. Die durchschnittliche Jahresrechnung für Wasser und Abwasser bei einen Zwei-Personen-Haushalt in Baden-Württemberg mit einem Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern belief sich 2018 auf rund 420 Euro.

Damit ist Leitungswasser im Vergleich zum Wasser aus der Flasche eine preisgünstige Alternative: Nach Angaben des Statischen Landesamtes Baden-Württemberg kostet Leitungswasser im Landesdurchschnitt rund 0,4 Cent pro Liter. Im Vergleich: Mineralwasser kostet durchschnittlich 40 Cent pro Liter. Tatsächlich ist Leitungswasser auch umweltschonender, weil es völlig verpackungsfrei und ohne Transportwege ins Haus kommt, und gehört zu den flächendeckend best kontrollierten Lebensmitteln.

Was passiert, wenn es mal kein Wasser gibt?

Aber auch in gut versorgten Gebieten kann immer etwas passieren. Meldungen wie Anfang Februar aus Heidelberg sorgen für Aufsehen: Tausende Haushalte durften mehre Stunden lang kein Leitungswasser benutzen, weil sich das Wasser blau verfärbt hatte. Die Blaufärbung war harmlos, wie Experten feststellten, und auf kleinste Kalkteilchen zurück zu führen. Und auch in Sulzbach im Rems-Murr-Kreis kam es Mitte Februar infolge eines Rohrbruchs zu einem kurzzeitigen Ausfall der Trinkwasserversorgung.

Der Landkreis ist es demnach nach eigenen Angaben sehr wichtig, dass die Wasserversorger im Kreis - in der Regel sind das die Kommunen - für den Ernstfall gerüstet sind. Eine Ersatzversorgung muss daher sichergestellt sein. 

Das Amt für Umweltschutz im Landratsamt schützt 180 Quellen und Tiefbrunnen im Kreis, die für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt werden. Genau zu diesem Zweck werden Wasserschutzgebiete ausgewiesen und wassergefährdende Nutzung untersagt, um die Trinkqualität sicher zu stellen. Derzeit werden die Wasserschutzgebiete im Kreis überarbeitet - und eventuell auch vergrößert.