Rems-Murr-Kreis

Zahl der Einbrüche ist rückläufig

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Waiblingen. Die Zahl der Einbrüche ist 2018 im Rems-Murr-Kreis erneut zurückgegangen, meldet die Polizei. Sicherheitsvorrichtungen an Fenstern und Türen zeigen offenbar Wirkung: Fast die Hälfte der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken.

Das leuchtet unmittelbar ein: Je länger ein Einbrecher eine Tür oder ein Fenster bearbeiten muss und je mehr Lärm das verursacht – desto eher wird er von seinem Vorhaben ablassen. Vor diesem Hintergrund betont die Polizei, dass Investitionen in bautechnische Sicherheitsvorkehrungen in jedem Fall nützen: „Einbruchschutz hat immer Saison“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Polizei bietet Schwachstellenanalyse an

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Fellbach bietet auch Hausbesuche an, um vor Ort eine professionelle Schwachstellenanalyse anzufertigen. Die Fachberater legen aufgrund dieser Analyse konkrete Vorschläge vor, wie zum Beispiel ein Fenster oder eine Tür mechanisch besser gesichert werden kann. Auch zum Thema Einbruchmeldeanlage beraten die Fachleute Haus- und Wohnungsbesitzer, und sie geben auf Wunsch eine Empfehlungsliste des Landeskriminalamtes mit zertifizierten Errichtern heraus. Welche Arten von Schutzvorrichtungen es gibt und welche sinnvoll und empfehlenswert sind, darüber können sich Bürger nach Voranmeldung auch direkt in der Beratungsstelle in Fellbach informieren.

Im Rems-Murr-Kreis registrierte die Polizei im Jahr 2017 genau 323 Einbrüche. Die Zahlen fürs Jahr 2018 werden bald veröffentlicht – über eine erste Tendenz informiert Polizei-Pressesprecher Holger Bienert auf Anfrage bereits jetzt: Um mehr als zehn Prozent ist die Zahl im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das bedeutet, es wurden 2018 weniger als 300 Einbrüche gezählt – das ist die niedrigste Zahl seit vielen Jahren.

Schlimme Folgen für Betroffene

Auf die Bekämpfung dieses Kriminalitätsfeldes legt die Polizei seit langem besonderes Augenmerk; im Rems-Murr-Kreis ist eine eigene Ermittlungsgruppe „Wohnungseinbruchdiebstahl“ im Einsatz. Das Deliktfeld „bleibt nach wie vor ein Schwerpunktthema“, heißt es jetzt in einer aktuellen Mitteilung der Polizei.

Einer der Gründe ist, dass Einbrüche für die Betroffenen oftmals schwere Folgen nach sich ziehen. Ein Fremder hat Privates durchwühlt, selbst in den eigenen vier Wänden kann man sich nicht mehr sicher fühlen: Wegen solcher anhaltend belastender Gefühle haben schon viele Einbruchsopfer ihre Wohnung aufgegeben und sich ein neues, nicht von diesen schrecklichen Erinnerungen geprägtes Zuhause gesucht.

 

 

Beratungsstelle

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Fellbach hat ihren Sitz in der Frizstraße 5, Tel. 07 11/57 72-2 00.

Die Mail-Adresse der Beratungsstelle lautet: fellbach.praevention.kbst@polizei.bwl.de

Zurzeit bekommt man laut Polizei kurzfristig einen Beratungstermin.