Rems-Murr-Kreis

Zurück ins Leben: Kultur mit Christoph Sonntag

Jubilaeumsfest
Christoph Sonntag, der urschwäbische Kabarettist mit den Waiblinger Wurzeln, will "Back to Live!" - zurück ins Leben - und macht das vorerst online. Mit dabei: Künstler aus der Region. © Gaby Schneider

Zurück ins Leben – „Back to live!“ – will Christoph Sonntag, der urschwäbische Kabarettist mit Waiblinger Wurzeln. Trotz Corona und mit anderen Künstlern, die in der Viruskrise ins Nichts katapultiert worden sind. Und so eröffnet Sonntag eine Anti-Corona-Kneipe auf Youtube, steht hinterm Tresen, trocknet Weingläser ab und erzählt und witzelt, wie er’s halt immer macht. Mit dabei ist Pascal, der „Lachmeister“, der selbst zwar stets ziemlich ernst bleibt, aber der Herr übers Gelächter vom Band ist, das er punktgenau einblendet.

Die Frage, die sich Sonntag stellt: Was machen Künstler aus der Region während Corona? Die Krise geht vielen von ihnen an die Substanz. Christoph Traub zum Beispiel, dem Schorndorfer Bildhauer, der in seinen Werken den menschlichen Körper gern als Fragment zeigt, brachen mit Ausbruch der Infektionswelle fünf Ausstellungen und eine Messe weg. Christoph Sonntag lässt den Künstler erzählen – ein Film im Film. Zu tun, sagt Traub da, habe er weiterhin. Und er sehe die Krise auch als eine Chance. Denn im Lock-down, im vollkommenen Rückzug, hatte er die Möglichkeit, sich mal wieder auf das zu besinnen, was er tatsächlich wolle.

Vier lange Sendungen sollen’s am Ende sein, mit denen sich Christoph Sonntag zusammen mit den Künstlerkolleginnen und -kollegen zurück ins Leben kämpft – bis endlich wieder das echte Bühnenleben losgeht. Die erste Sendung ist inzwischen online – allerdings noch nicht am Stück, sondern als insgesamt sechs kurze Clips. In die Zukunft geträumt wird auch schon: Wenn diese so höchst unangenehme Corona-Sache endlich wieder vorbei ist, soll ein Open Air vor dem Waiblinger Bürgerzentrum stattfinden. Auch da sollen neben dem schwäbischen Kabarett wieder Künstler aus anderen Metiers auftreten. Bis dahin aber wird die Kultur halt online gelebt.