Remshalden

2G beschäftigt Vereine: Wie TSV Rudersberg und Chor GV Grunbach sich vorbereiten

Chorprobe
Seit Ende August probt der Chor wieder. © Alexandra Palmizi

Seit 16. September gilt wegen der Corona-Pandemie ein dreistufiges Warnsystem in Baden-Württemberg. Zeichnet sich eine Überlastung der Krankenhäuser ab, gibt es strengere Regelungen. Die Warnstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden- Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Die Alarmstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 390 erreicht oder überschreitet. Was im Moment weit weg zu sein scheint, beschäftigt schon heute die Vereine in Schorndorf und Umgebung. Denn sie müssen und wollen planen.

"Der Chor GV Grunbach" hat über ein Jahr lang nicht geprobt

„Insgesamt hatten wir über ein Jahr lang überhaupt keine Chorprobe“, erzählt Marion Filipitsch, die zweite Vorsitzende von „Der Chor GV Grunbach“. Letztes Jahr im Sommer sangen die Mitglieder eine Zeit lang im grünen Klassenzimmer auf dem Schulhof. Versuche, die Proben im Herbst und Winter virtuell fortzuführen, scheiterten. „Die meisten unserer Mitglieder sind schon älter und haben teilweise nicht die technische Ausstattung.“ Obwohl sich der Chor über jüngere Nachwuchssänger freuen würde, könnte genau das Fehlen dieser jungen Musiker nun in diesem kommenden zweiten Corona-Winter ein Vorteil sein. „99 Prozent unserer Mitglieder sind vollständig geimpft.“

Seit 31. August singt "Der Chor GV Grunbach" wieder dienstagabends im Festsaal der Grundschule bei geöffneten Fenstern und mit Abstand, und auch wenn Warn- oder Alarmstufe greifen, könnten diese Proben unter einer möglichen 2G-Regelung wahrscheinlich weitergehen. Dennoch traut sich der Verein derzeit nicht, um neue Mitglieder zu werben, aus Angst, dass plötzlich doch wieder Schluss mit den Proben sein könnte.

TSV Rudersberg sorgt sich um die Wettkämpfe

Noch mehr sorgt sich Filipitsch um die geplanten Veranstaltungen. „Wir wollen am ersten Advent ein sogenanntes Flügelkonzert veranstalten, bei dem unser Chorleiter auf dem neuen Flügel musiziert und die alternative Weihnachtsgeschichte gelesen wird.“ Diese Veranstaltung sei auch wichtig, um endlich wieder etwas Geld in die Vereinskasse zu bringen. Außerdem möchte der Chor am dritten oder vierten Advent im Bürgerhof beim Seniorenzentrum auftreten und die Gemeinde zum Mitsingen animieren. Ob das allerdings stattfinden kann, ist unsicher.

Ähnlich schätzt auch Frank Bossert, der Vorsitzende des TSV Rudersberg, die Situation ein. Eine mögliche 2G-Regelung, die in der Alarmstufe unter anderem für Veranstaltungen und Sportstätten gelten würde, sei im Trainingsbetrieb vermutlich noch handhabbar. „Die Wettkämpfe aber sind der Knackpunkt“, erklärt Bossert. Unter den aktiven Spielern der verschiedenen Mannschaften seines Vereins seien viele, aber nicht alle geimpft. In einigen Teams sei die Spielerdecke so dünn, dass schon ein oder zwei ungeimpfte Teammitglieder, die dann nicht teilnehmen dürften, die Mannschaft so schwächen könnten, dass sie ein Spiel womöglich nicht antreten könne.

Hauptversammlung nach zwei Jahren

Für die am 21. Oktober geplante erste Jahreshauptversammlung des TSV Rudersberg nach zwei Jahren ist Bossert guter Dinge, dass sie nun endlich stattfinden kann. Ob allerdings die bereits dreimal verschobene Partynacht tatsächlich wie nun geplant im März steigen kann, steht in den Sternen. Vor allem aber, das ist Bossert wichtig, dürfe es nicht wieder zum totalen Stillstand kommen. „Wir kämpfen zwar nicht mit hohen Austrittszahlen, doch manche Mitglieder kommen einfach nicht mehr. Wenn noch mehr wegbleiben würden, was bei einem neuerlichen Lockdown vermutlich passieren würde, wäre das dramatisch für den Verein.“

Seit 16. September gilt wegen der Corona-Pandemie ein dreistufiges Warnsystem in Baden-Württemberg. Zeichnet sich eine Überlastung der Krankenhäuser ab, gibt es strengere Regelungen. Die Warnstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden- Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Die Alarmstufe wird

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper