Remshalden

Besuch auf der Baustelle: Ab wann ist die Remsbrücke in Remshalden wieder befahrbar?

Baustelle Rems-Brücke
So weit, so gut: Die Bauarbeiten an der Remsbrücke gehen schneller voran als geplant. © Benjamin Büttner

Wer im Moment aus Richtung der B 29 nach Grunbach-Süd fahren will, muss mehr Zeit einplanen als gewohnt. Weil die fast 40 Jahre alte Remsbrücke saniert wird, wird der öffentliche Straßenverkehr während der gesamten Bauarbeiten umgeleitet. Das kann Zeit und Nerven kosten. Viele fragen sich deshalb sicherlich, ab wann die Brücke endlich wieder befahrbar ist und ob die Bauarbeiten im Zeitplan liegen. Mira Irion und Andreas Schneider, die Amtsleiterin des Bauamts und der Sachgebietsleiter Tiefbau bei der Gemeindeverwaltung, erklären, was auf der Brücke gerade passiert, und geben einen Ausblick darauf, wie lange die Bauarbeiten noch dauern werden.

„Aktuell sind wir ein bis zwei Wochen schneller als geplant“, gibt Andreas Schneider erfreuliche Auskunft. Bis jetzt wurden unter anderem die Abdichtungen neu gemacht, die veralteten Leitplanken an der Brücke abgebaut und die vorhandenen Asphaltschichten entfernt. „Der Meilenstein im Terminplan war das Remshaldener Straßenfest“, sagt Andreas Schneider.

Straßenfest hoffentlich wieder 2021

Wie im vergangenen Jahr war auch für 2020 geplant, das Fest im Bürgerpark zwischen Grunbach und Geradstetten zu veranstalten. Dafür hätte auch die Kreisstraße gesperrt werden müssen. Weil das nicht mit einer gleichzeitigen Sperrung der Remsbrücke vereinbar gewesen wäre, setzte sich die Verwaltung das Fest als Deadline. Dass es Corona zum Opfer fallen würde, konnte bei der Planung noch niemand ahnen.

„Wir hoffen nächstes Jahr wieder auf ein Straßenfest“, sagt Amtsleiterin Mira Irion. 2021 soll die Bahnbrücke saniert werden, ebenso im Frühjahr beziehungsweise Sommer, damit die Sperrungen gut aufeinander abgestimmt sind.

Keine Verzögerungen bei den Bauarbeiten durch Corona

Nun muss aber erst einmal die Remsbrücke fertig werden. „Der Ablauf hat bisher gut funktioniert“, sagt Andreas Schneider. „Wir hatten keine Ausfälle durch Corona, und die Abstände sind auf der Baustelle gut einhaltbar.“ Bis Ende Juni soll die erste Bauphase abgeschlossen werden. Danach erfolgen in der zweiten Bauphase Straßenbauarbeiten an der Rommenhöllerstraße bis zur Brückenstraße halbseitig. Die Rommenhöllerstraße wird dafür vollständig gesperrt, die Remsbrücke wird dann aber wieder einseitig befahrbar sein. Auch im dritten Bauabschnitt darf der Verkehr wieder über die Remsbrücke, ebenso einseitig.

„Ab Ende Juni kann man also wieder über die Brücke fahren“, sagt Andreas Schneider. Eine Ampel regelt dann den einseitigen Verkehr. „Da wird es noch einmal Verzögerungen geben“, sagt Mira Irion. „Aber die Ampel wird so gut geschaltet sein, dass es sich nicht rückstaut.“

Das Projekt kostet 780 000 Euro

Bis zur Fertigstellung der Baustelle Ende Juli müssen noch zahlreiche Arbeiten ausgeführt werden. 15 Firmen und Fachbüros sind an dem Projekt der Gemeinde beteiligt. Die Sanierung des fast 80 Meter langen Stahlbetonbauwerks und die Straßensanierung werden im Haushalt der Gemeinde voraussichtlich mit 780 000 Euro zu Buche schlagen, vom Land gibt's dafür einen Zuschuss in Höhe von 262 000 Euro.

„Wir hätten gerne noch mehr Förderung“, sagt Mira Irion. Die Kommunen kränkelten schon aufgrund von Corona und seien um jede Förderung dankbar. Ihre Pflichtaufgaben müsse die Gemeinde schließlich weiterhin erfüllen. „Die Infrastruktur ist teuer zu erhalten“, so Mira Irion. Aufgaben wie die Kanalsanierung seien nicht „nice to have“, also schön zu haben, sondern wichtige Daueraufgaben.

„In Remshalden haben wir besonders viele Brücken“, fügt Andreas Schneider hinzu. „Die Rems, die Eisenbahn, die Schnellstraße“, listet er auf. „Alle drei Barrieren müssen überbrückt werden.“ Die eine oder andere Baustelle ist deshalb eben notwendig.

Wer im Moment aus Richtung der B 29 nach Grunbach-Süd fahren will, muss mehr Zeit einplanen als gewohnt. Weil die fast 40 Jahre alte Remsbrücke saniert wird, wird der öffentliche Straßenverkehr während der gesamten Bauarbeiten umgeleitet. Das kann Zeit und Nerven kosten. Viele fragen sich deshalb sicherlich, ab wann die Brücke endlich wieder befahrbar ist und ob die Bauarbeiten im Zeitplan liegen. Mira Irion und Andreas Schneider, die Amtsleiterin des Bauamts und der Sachgebietsleiter

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