Remshalden

Corona-Test in Remshalden und Plüderhausen: Wie 2G plus die Nachfrage erhöht

remshalden teststation
Neben dem „Hirsch“ hat kürzlich in Remshalden ein neues Testzentrum aufgemacht. © Weirauch

Wer am öffentlichen Leben teilnehmen will, muss derzeit in vielen Bereichen ein negatives Corona-Testergebnis nachweisen. Bestimmte Personengruppen sind zwar ausgenommen - gilt die 2G-plus-Regel, müssen zum Beispiel Menschen, die schon eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, keinen zusätzlichen Schnelltest machen - aber dennoch lässt sich sagen: Der Bedarf für Tests ist hoch. Auch und gerade über die Feiertage zum Jahreswechsel war das so.

Auch Menschen, die den Nachweis nicht zwingend brauchen, lassen sich testen

Das bestätigt Franziska Fritz von der Plüderhäuser Hohberg-Apotheke. „Am 25. Dezember habe ich selbst zwei Stunden lang getestet“, erzählt sie. „Da waren wir komplett ausgebucht. Nicht nur Menschen, die den Test als Nachweis brauchten, hätten sich allerdings dem Verfahren unterzogen, sondern auch solche, die schon ihre Auffrischungsimpfung erhalten hatten und „auf Nummer sicher gehen“ wollten. Zum Beispiel, um die Großeltern zu besuchen. Die Nachfrage ist nach den Beobachtungen von Franziska Fritz auch zwischen Weihnachten und Neujahr nicht abgebrochen und ist selbst Anfang Januar noch hoch - obwohl viele Menschen erst in der nächsten Woche wieder aus dem Urlaub zurückkehren.

„Wir sind trotzdem komplett ausgebucht“, sagt Franziska Fritz. Ein Blick in das Testbuchungssystem des Rems-Murr-Kreises bestätigt das: Für den Dienstag ist die Apotheke bereits ausgebucht, und auch an den Tagen danach sind schon einige Termine vergeben. „Ich denke, dass viele sich jetzt einfach zur Sicherheit testen lassen“, vermutet Franziska Fritz. Schließlich werde in den Medien kommuniziert, dass die Corona-Inzidenz sehr hoch sei. Auch Menschen, die ihren Test für die Arbeit brauchen, werden, so ihr Eindruck, oft in die Apotheke geschickt.

„Auch aufgrund der Nachfrage zahlreicher Bürgerinnen und Bürger“, so der Plüderhäuser Bürgermeister Benjamin Treiber auf Facebook, hat in Plüderhausen Anfang der vergangenen Woche zudem eine weitere Teststation aufgemacht. In der Staufenhalle wird täglich von 16 bis 18 Uhr getestet. Das neue Testzentrum wird laut des Bürgermeisters betrieben vom örtlichen Unternehmen Gebäudesanierung Heinle.

„Remshaldener Testzentrum“ startet mit wenig Werbung, aber solider Nachfrage

Eine neue Testmöglichkeit gibt es auch in Remshalden. Das „Remshaldener Testzentrum“ beim Gasthaus „Hirsch“ in Grunbach öffnete am Sonntag zum ersten Mal seine Türen. „Ich bin sehr positiv überrascht“, sagt Sayit Yayla, der zusammen mit seiner Frau seine Tochter Selin Yayla in dem neuen Testzentrum unterstützt. Die Familie habe kaum Werbung gemacht, doch die Nachfrage sei am Sonntag gut gewesen. Auch am Montagvormittag seien schon einige Menschen zum Testen da gewesen. „Nächste Woche wird es sich wahrscheinlich noch steigern“, vermutet Sayit Yayla, dann würden schließlich wieder mehr Menschen den Test für die Arbeit brauchen.

Kapazität hätte das Testzentrum für 150 bis 200 Testungen am Tag. „Viele haben angesprochen, dass sie sich für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln testen lassen“, sagt Sayit Yayla auf die Frage, aus welchen Gründen die Menschen in das neue Testzentrum kommen. Aber auch Eltern, deren Kinder im Kindergarten positiv getestet wurden oder Kontaktpersonen waren, seien vorbeigekommen, um sicherzugehen, dass sie sich nicht infiziert haben.

Jeden Tag geöffnet

Aktuell hat das neue Testzentrum laut Yayla montags bis freitags von 9.30 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. „Das kann sich noch ändern“, sagt Sayit Yayla. Es komme auf die Nachfrage an. Aktuell werden die Testbescheide noch als Ausdruck zum Mitnehmen oder als PDF per E-Mail-Versand ausgestellt, die Betreiber bemühen sich aber, die Nachweise bald auch über Cosan, die Software des Landkreises, zur Verfügung stellen zu können. Termine sind nicht notwendig, sollen aber bald auch gemacht werden können.

Wer am öffentlichen Leben teilnehmen will, muss derzeit in vielen Bereichen ein negatives Corona-Testergebnis nachweisen. Bestimmte Personengruppen sind zwar ausgenommen - gilt die 2G-plus-Regel, müssen zum Beispiel Menschen, die schon eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, keinen zusätzlichen Schnelltest machen - aber dennoch lässt sich sagen: Der Bedarf für Tests ist hoch. Auch und gerade über die Feiertage zum Jahreswechsel war das so.

Auch Menschen, die den Nachweis nicht

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