Remshalden

Das Remshaldener "Garagagenweingut" Sterneisen gibt „ein starkes Debüt“

sterneisen
Claudia Dorn im Weinkeller ihres kleinen Weingutes in Remshalden. © Gabiel Habermann

Claudia Dorn ist in Remshalden in einer Wengerterfamilie aufgewachsen. Der Bruder übernahm den elterlichen Betrieb, die Tochter studierte nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Heilbronn Weinbetriebswirtschaft. Vor drei Jahren hat die 32-Jährige ihr eigenes Weingut gegründet und nach der ehemaligen Grunbacher Einzellage „Sterneisen“ genannt.

Wenn Claudia Dorn über ihr kleines Weingut spricht, schwingt in jedem Satz ihre Begeisterung für Wein mit. Diese Leidenschaft steckt offenbar auch in ihren Weinen und sprang auf die Verkoster vom Eichelmann und Falstaff über. Der Eichelmann urteilte über die erste Sterneisen-Kollektion, die ihm unter die Nase kam: „Ein starkes Debüt!“ Falstaff stellt zu diesem „Garagenweingut“ fest: „Wir sind gespannt, wo dieser Weg hinführt.“

Unterscheiden sich Männer und Frauen beim Weinmachen? Claudia Dorn überlegt kurz – und sagt: Nein. Vielleicht sei sie etwas „detailverliebter“. Die Wengerterin sagt, dass sie „aus der Liebe zum Wein, zu den Weinbergen, zur Arbeit in und mit der Natur“ ihr Weingut gegründet habe. Mit einem halben Hektar hat sie 2017 klein angefangen. Inzwischen bewirtschaftet Claudia Dorn drei Hektar, nachdem sie bis zum Grafenberg in Schorndorf weitere Flächen hinzupachten konnte. Zumeist Trollingerwengert, die sie mit vielen neuen Sorten bepflanzte: Cabernet Franc, Syrah, Pinotage, Lagrein, Chinon blanc...

„Mich fasziniert die Vielfalt“

Der Trend bei vielen Weingütern, sich auf wenige Sorten zu beschränken, schert Claudia Dorn nicht. Als kleines Weingut, findet sie, könne sie ihre eigenen Wege gehen. „Mich fasziniert die Vielfalt“, schwärmt sie. Sie habe die vielen unterschiedlichen Sorten angepflanzt, „weil’s mir Spaß macht“.

Sein starkes Debüt (zu ausgesprochen zivilen Preisen!) hat das Weingut Sterneisen jedoch mit recht herkömmlichen Sorten gegeben: Riesling, Grauburgunder und Lemberger. Umso klangvoller sind die Namen: Die Weine heißen „Herkunft“, „Brücke“, „Begegnung“ oder „Heimat“. Dem Grauburgunder namens „Abendglut“ bescheinigt der Weinführer Eichelmann „gute Konzentration und reintönige Frucht“, er sei „klar und zupackend, besitzt gute Struktur, Säure, Frische und Biss“. Der „Dickhäuter“, eine Rotwein-Cuvée, sei „konzentriert und fruchtbetont im Bouquet, wunderschön reintönig, lebhaft und klar im Mund, besitzt gute Struktur und Grip“.

Auf die Frage, welche Flasche sie zu Weihnachten aus ihren Keller holt, muss Claudia Dorn nicht lange überlegen. Es ist der „Dickhäuter“. Die Cuvée passe zum Essen – und auch hinterher zu den Gutsle und Lebkuchen, wie es sich zu Weihnachten gehört.

Claudia Dorn ist in Remshalden in einer Wengerterfamilie aufgewachsen. Der Bruder übernahm den elterlichen Betrieb, die Tochter studierte nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Heilbronn Weinbetriebswirtschaft. Vor drei Jahren hat die 32-Jährige ihr eigenes Weingut gegründet und nach der ehemaligen Grunbacher Einzellage „Sterneisen“ genannt.

Wenn Claudia Dorn über ihr kleines Weingut spricht, schwingt in jedem Satz ihre Begeisterung für Wein mit. Diese Leidenschaft steckt

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