Remshalden

Es wird gewählt: Jugendliche wollen gestalten

JGR Remshalden
Jana Siopidis freut sich sehr, dass die Wahl zum Jugendgemeinderat endlich stattfinden kann. © Michaela Kölbl

Knapp 2800 Kinder und Jugendliche gibt’s in Remshalden. Eine ordentliche Gruppe ist das, findet Alexander Siopidis. Allerdings – ausreichend vertreten fühlen sich vor allen Dingen die vielen Jugendlichen nicht, wenn es um Entscheidungen die Gemeinde betreffend geht. Ganz anders habe er es in England erlebt, wo der junge Remshaldener einen Sommer verbracht hat. Und so haben er und sein guter Freund Maik Schäzle nach seiner Rückkehr schon vor Jahren losgelegt und den Weg bereitet, um nach Weinstädter Vorbild einen Jugendgemeinderat in Remshalden zu etablieren. 20 Unterschriften brauchten sie vor rund drei Jahren, um den Antrag beim Bürgermeisteramt einzureichen. Tatsächlich stimmte dann später auch der Gemeinderat für die Einrichtung einer Jugendvertretung.

Langer Weg zur Wahl

Seit 2019 haben sie die Wahl vorbereitet, haben eine Geschäftsordnung erarbeitet, fürs Folgejahr die Wahl angesetzt. Dann aber überrumpelte die Corona-Pandemie die engagierten Jugendlichen. Die Wahl fand nicht statt, stattdessen kämpften viele der jungen Leute unter außergewöhnlichen Umständen um ihren Schulabschluss. Jetzt aber wird es wahr. Siopidis und Schäzle sind inzwischen 20 und 18 sowie mit der Schule fertig, befinden sich in Studium und Ausbildung. Trotzdem wollen sie noch immer Verantwortung übernehmen und stellen sich zur Wahl. Abgesehen davon überschneiden sich ihre Interessen zu einem großen Teil auch noch mit denen der Jüngeren.

Im Jugendhaus mitgestalten

Der Skateplatz zum Beispiel, der liegt vielen am Herzen. Und so haben etliche der immerhin 27 Bewerberinnen und Bewerber zwischen 14 und 21 Jahren in ihren Kandidatensteckbriefen angegeben, sich für Verbesserungen an dieser Stelle einsetzen zu wollen. Vor allen Dingen wird eine Beleuchtung gewünscht. „Es wäre einfach schön, wenn man da am Abend hocken könnte, ohne dass man mit den Handylampen agieren muss“, erklärt Alexander Siopidis. Außerdem wünschen sich viele mehr Mülleimer an solchen typischen Treffpunkten. „Damit man seinen Abfall nicht immer durch die Gegend schleppen muss.“ Grundsätzlich brauche der Platz mehr Aufenthaltsqualität, finden Schäzle und Siopidis. „Wir brauchen einfach einen Ort, wo wir in Ruhe zusammenkommen können“ – natürlich erst dann, wenn es pandemiebedingt wieder möglich ist.

Natürlich gebe es das Jugendhaus mit seinem guten Angebot, doch ziehe das nicht alle Teenies an. Ein breiter angelegtes Programm sowie längere Öffnungszeiten könnten zu seiner Attraktivität beitragen, schlagen Schäzle und Siopidis vor. Schließlich ist dort schon ab 19 Uhr Schluss, für Jugendliche geht’s dann aber erst richtig los. Vor allen Dingen wochenends. Viele der jungen Kandidaten würden sich nach einer Wahl dort auch inhaltlich engagieren wollen. „Wir möchten nicht nur diskutieren, wir wollen auch zusammen mit den Jugendlichen etwas gestalten“, erklärt Siopidis.

Mehr WLAN für alle

Übrigens: Mehr freies WLAN auf öffentlichen Plätzen, bessere Fahrradwege, die Einrichtung von legalen Mountainbike-Strecken, die Förderung von Sportplätzen, mehr Bücher für Jugendliche in der Bibliothek – all das brennt den 27 Kandidatinnen und Kandidaten ebenso auf den Nägeln. Seit dieser Woche können elf von ihnen per Online-Abstimmung gewählt werden. Bis einschließlich 25. März haben knapp 1000 Wahlberechtigte die Möglichkeit, nach der Eingabe eines persönlichen, nur einmal gültigen Codes ihre Favoriten zu unterstützen.

Knapp 2800 Kinder und Jugendliche gibt’s in Remshalden. Eine ordentliche Gruppe ist das, findet Alexander Siopidis. Allerdings – ausreichend vertreten fühlen sich vor allen Dingen die vielen Jugendlichen nicht, wenn es um Entscheidungen die Gemeinde betreffend geht. Ganz anders habe er es in England erlebt, wo der junge Remshaldener einen Sommer verbracht hat. Und so haben er und sein guter Freund Maik Schäzle nach seiner Rückkehr schon vor Jahren losgelegt und den Weg bereitet, um nach

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