Remshalden

Freibad Remshalden: Schwierige Saison für Jörg Knöllinger und sein Team beendet

Freibad
Letzter Öffnungstag 2022 im Freibad Remshalden mit Kleiderschwimmen – aber noch nicht der letzte Arbeitstag dort für Schwimmmeister Jörg Knöllinger in diesem Jahr. © Palmizi

Die Freibadsaison in Remshalden ist am Sonntag mit dem fast schon traditionellen Kleiderschwimmen zu Ende gegangen. Wer wollte, durfte, beaufsichtigt von der DLRG, in voller Montur ins Wasser springen. Trotz fehlender Sonne und kühler Temperaturen kamen trotzdem auch noch mal ein paar normale Schwimmer. Mehr als 40.000 Besucher waren es laut Betriebsleiter Jörg Knöllinger die Saison über – eine „gute Zahl“, wenn es auch durchaus 50.000 hätten sein können, meint er. Da fehlen die zehn Tage, die das Bad im Juli schließen musste, weil sich die Krankheitsausfälle beim Personal gehäuft hatten.

Erst sei ein neuer Mann, der aushelfen hätte sollen, dauerhaft ausgefallen, sagt Jörg Knöllinger. Dann sei sein Bruder Rolf, der zweite festangestellte Meister für Bäderbetriebe, krank geworden – und schließlich habe es ihn selbst erwischt. Es sei bei ihm letztendlich auch die Belastung gewesen, alleine als Hauptverantwortlicher alles stemmen zu müssen. „Das kam auch durch die lange, heiße Phase“, sagt er. „Normalerweise hast du immer mal einen Tag oder zwei, an denen es regnet, an denen du dich erholen kannst.“

Schließung war unumgänglich

Ersatz war nicht aufzutreiben, deswegen blieb der Gemeinde nichts anderes übrig, als das Freibad vorübergehenden dichtzumachen. Die Remshaldener Personalprobleme sind nichts Ungewöhnliches. In fast allen Bädern fehlen Fachkräfte, weiß Jörg Knöllinger. Es sei bei der Nachwuchsgewinnung die Frage: „Wer will Freitag, Samstag, Sonntag arbeiten – für 2000 Euro Gehalt als Einsteiger? Mit der Verantwortung?“ Dazu gehöre auch eine gute Portion Idealismus. Er selbst macht den Job als Schwimmmeister, oder Meister für Bäderbetriebe, wie er heute eigentlich heißt, seit 1985.

Positiv sieht der 53-Jährige, dass sie nach dem Zeitungsbericht über die Schließung noch einen Kollegen hinzugewonnen hätten, der über die Saison hinweg aushalf. Die drei weiteren Helfer mit Rettungsschwimmerausbildung werde man hoffentlich nächstes Jahr auch wieder einsetzen können, hofft Jörg Knöllinger. Außerdem sei in dieser Saison die Unterstützung der DLRG-Ortsgruppe Remshalden-Weinstadt sehr wichtig gewesen. Auch daran wolle man weiterhin festhalten. Vielleicht finde man zusätzlich ja doch noch einen Schwimmmeister beziehungsweise Meister für Bäderbetriebe, als Teilzeit-Ergänzung des Teams, hofft Knöllinger.

Im März gehen die Saisonvorbereitungen los

„Jetzt räumen wir erst mal im Freibad auf“, sagt er. Dann geht es für die Schwimmmeister in den Urlaub. Den Winter über werde er im Home-Office das Betriebshandbuch fürs Freibad überarbeiten, sagt Jörg Knöllinger. Ab und zu müsse man im Freibad sein und Kontrollen machen, Laub wegmachen. „Und im Notfall unterstützen wir die Verwaltung oder den Bauhof.“ Zum Beispiel im Winterdienst, wenn Straßen gestreut oder geräumt werden müssen, sei er immer wieder im Einsatz.

„Und im März geht es dann wieder los.“ Dann beginnen bereits die Vorbereitungen für die neue Saison, die dann voraussichtlich wieder im Mai startet.

Die Freibadsaison in Remshalden ist am Sonntag mit dem fast schon traditionellen Kleiderschwimmen zu Ende gegangen. Wer wollte, durfte, beaufsichtigt von der DLRG, in voller Montur ins Wasser springen. Trotz fehlender Sonne und kühler Temperaturen kamen trotzdem auch noch mal ein paar normale Schwimmer. Mehr als 40.000 Besucher waren es laut Betriebsleiter Jörg Knöllinger die Saison über – eine „gute Zahl“, wenn es auch durchaus 50.000 hätten sein können, meint er. Da fehlen die zehn Tage,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper