Remshalden

Grunbach: Nils-Leon (12) hat seine langen Haare für krebskranke Kinder gespendet

Haarspende
Nils-Leon ist glücklich, dass er auf so einfache Art und Weise Kindern in Not helfen kann. © ALEXANDRA PALMIZI

Nils-Leon Hellenbrandt ist zwölf Jahre alt und hat ordentlich Rückgrat. Obwohl der Sechstklässler manchen blöden Kommentar von Klassenkameraden einstecken musste, hat er seine Haare lang wachsen lassen. Und zwar für einen richtig guten Zweck.

Nachdem er miterlebt hatte, wie die Mutter eines Freundes an Krebs erkrankte, hatte er entschieden, seine Haare wachsen zu lassen, um sie an eine Firma zu spenden, die Echthaarperücken herstellt. „Damit Kinder, die Krebs haben, wenigstens eine gute Perücke bekommen können“, erklärt er seine Motivation.

Kommentare von außen können Nils-Leon nicht erschüttern

Die Sticheleien der Mitschülerinnen und Mitschüler ließ er locker abtropfen. Immerhin: Seinen richtigen Freunden war zu jedem Zeitpunkt gleichgültig, wie lang seine Haare waren. „Ich hab ihn immer mal wieder gefragt, ob das noch okay für ihn ist, ob es ihm nicht lästig wird“, erzählt seine Mutter Katja Hellenbrandt.

„Aber er wollte seine Haare auf jeden Fall weiterwachsen lassen.“ Also hinderte sie ihn nicht daran, war vielmehr stolz auf ihren Sohn. Und auch die Nachfragen von Menschen, die ihn bei einem flüchtigen Kennenlernen auf dem Spielplatz zunächst als eine Tochter wahrnahmen, konnten den jungen Grunbacher nicht von seinem Vorhaben abbringen.

Der junge Grunbacher musste sich erst an sein neues Aussehen gewöhnen

Kurz vor Frühlingsbeginn war nun eine Freundin seiner Mutter, die als Friseurin ihr Geld verdient, zu Besuch. Da war es endlich so weit – nach zwei Jahren des Wachsenlassens. Sie teilten die Haare in vier Zöpfe auf und schnitten sie nah am Kopf ab.

Das Ergebnis ist nun ein frecher Kurzhaarschnitt, das Nebenprodukt eine ordentliche Haarspende, mit der die Perückenhersteller nun richtig was anfangen können. „Am Anfang hab ich mich im Spiegel kaum wiedererkannt“, erinnert er sich.

Kälter ohne die wärmenden Haare auf dem Kopf

Inzwischen ist der Haarschnitt schon ein paar Tage her. So richtig hat sich Nils-Leon aber noch nicht an seine neue Frisur gewöhnt. „Wenn ich mich anziehe, will ich immer noch die langen Haare aus dem T-Shirt-Kragen herausholen“, verrät er. Außerdem ist der Junge froh, dass es inzwischen etwas wärmer geworden ist. Anfangs musste er morgens eine Mütze tragen, so ungewohnt kalt war es ihm ohne die wärmenden langen Haare auf dem Kopf.

Nils-Leons Haare gingen an die Firma Rieswick. Pro Haarspende gehen 130 Euro an eine ausgewählte Spendenorganisation, heißt es auf deren Webseite. Aber nicht jedes Haar kann einfach so gespendet werden.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:

Der Zopf muss mindestens 25 Zentimeter lang sein, die Haare müssen vor dem Abschneiden gewaschen werden, außerdem sollen sie gekämmt und gebündelt werden. Gefärbte, aber gesunde Haare, können ab einer Mindestlänge von 40 Zentimetern gespendet werden.

Und jetzt? Bleibt Nils-Leon beim Kurzhaarschnitt? Da schüttelt der Schüler energisch seinen Kopf. Er fängt nun wieder von vorne an, züchtet seine Haare wieder, um noch mehr kranken Kindern helfen zu können.

Nils-Leon Hellenbrandt ist zwölf Jahre alt und hat ordentlich Rückgrat. Obwohl der Sechstklässler manchen blöden Kommentar von Klassenkameraden einstecken musste, hat er seine Haare lang wachsen lassen. Und zwar für einen richtig guten Zweck.

Nachdem er miterlebt hatte, wie die Mutter eines Freundes an Krebs erkrankte, hatte er entschieden, seine Haare wachsen zu lassen, um sie an eine Firma zu spenden, die Echthaarperücken herstellt. „Damit Kinder, die Krebs haben, wenigstens eine

Das Wichtigste aus der Region
  • Abo jederzeit kündbar
  • Ein Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
  • Täglicher Newsletter aus der Redaktion