Remshalden

Irritationen um Ortsdurchfahrt Grunbach: Wer darf sie in der Baupause nutzen?

LindenstrasseSperre
Nur Anlieger dürfen hier entlang fahren. © Gaby Schneider

Es hupe nicht nur einmal am Tag an der Lindenstraße in Grunbach, seit die Baustelle über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hinweg pausiert, so erzählen es Anwohner. An den Wochenenden zögen gar Motorradkonvois vorbei, Porsche brummten außerdem durch die Kurven. Möglich ist’s, weil die Straße zuletzt so hergerichtet wurde, dass sie befahrbar ist – zumindest bei langsamem Tempo.

Dennoch würden Fahrzeuge teils in halsbrecherischem Tempo über den provisorischen Belag heizen, heißt es von Seiten der Anwohnerschaft. Noch dazu trügen etliche der passierenden Fahrzeuge auswärtige Kennzeichen. Offenbar also besteht auch Uneinigkeit oder zumindest Unsicherheit darüber, wer nun die Ortsdurchfahrt Richtung Buoch entlang der pausierenden Baustelle nutzen darf. Sind’s nur die Anlieger oder auch der innerörtliche Verkehr oder gar alle?

Wer sind alles Anlieger?

Eine erneute Nachfrage im Rathaus ergab nun: Nein. Zwar ist die Durchfahrt befahrbar. Offiziell ist sie aber nicht geöffnet. Für Anlieger, die im Baufeld wohnen und zu ihren Gebäuden zufahren müssen, ist das Befahren der Strecke während der Zeit der Baustellen-Pause erlaubt. Für alle übrigen gelten die Durchfahrtsverbotschilder, die auch weiterhin an den Baustellenabsperrungen angebracht sind. Dementsprechend blieb auch die Beschilderung der Umleitung Richtung Buoch entlang der Bundesstraße aktiv.

Zum Hintergrund: Seit dem Frühjahr wird an der Olga- und Lindenstraße in Grunbach gebaut. Aufbrüche, Verdrückungen, Spurrinnen und Risse beeinträchtigten zuletzt die Fahrbahn. Ausmagerungen ermöglichten den Zutritt von Wasser in den Oberbau. Mit reichlich Verzögerung konnte die Sanierung nun endlich in Angriff genommen werden, sie verwandelte Grunbach aber in eine Dauerbaustelle.

Das wurde an der Baustelle schon erreicht

Seither ist der Ortsteil Buoch nur über lange Umwege zu erreichen. Nur rund 660 Personen (darunter die direkten Anlieger der Straße) haben Genehmigungen erhalten, die es ihnen ermöglichen, die Ausweichstrecke zu nutzen.

In der Zwischenzeit wurden in der Lindenstraße Abwasserkanalhaltungen erneuert, dazu wurden Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse neu hergestellt, berichtet Pressesprecher Gardijan Wenger auf Nachfrage. Die Firma „Netze BW“ ließ Gas-Hausanschlüsse herstellen, die Telekom mehrere Kabelquerungen. Nach Abschluss der Leitungsarbeiten ging es dann an den Straßenbau, die Kreisstraße wurde (wie schon zuvor der untere Abschnitt von der Einmündung Olgastraße bis zum Kirchplatz) aufwendig saniert.

Ab Mitte Januar soll es weitergehen

Die weiteren Bauarbeiten sollen (abhängig von den Witterungsbedingungen) am Montag, 16. Januar, dieses Jahres beginnen. Dann soll in der Schulstraße die Kanalerneuerung fertiggestellt werden. Im oberen Teil der Lindenstraße sollen weitere Kanäle und Wasserleitungen sowie der Straßenbelag bis zum Ortsausgang Grunbach erneuert werden.

Diese Maßnahmen führen voraussichtlich zu einer weiteren Vollsperrung der oberen Lindenstraße bis etwa Ende März, heißt es aus dem Rathaus. Und diese gilt dann auch wieder für die Anlieger. Auch sie müssen dann wieder die bekannten Umleitungsstrecken nutzen.

Es hupe nicht nur einmal am Tag an der Lindenstraße in Grunbach, seit die Baustelle über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hinweg pausiert, so erzählen es Anwohner. An den Wochenenden zögen gar Motorradkonvois vorbei, Porsche brummten außerdem durch die Kurven. Möglich ist’s, weil die Straße zuletzt so hergerichtet wurde, dass sie befahrbar ist – zumindest bei langsamem Tempo.

Dennoch würden Fahrzeuge teils in halsbrecherischem Tempo über den provisorischen Belag heizen,

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