Remshalden

Keine Verbotszonen fürs Silvester-Feuerwerk in Gemeinden rund um Schorndorf

Silvester
Es darf in den kleineren Gemeinden rund um Schorndorf auch in diesem Jahr überall geböllert werden. © Benjamin Buettner

In Schorndorf und anderen Städten gibt es auch dieses Jahr wieder Verbotszonen für das Silvesterfeuerwerk. In den kleineren Gemeinden rund um Schorndorf, in Remshalden, Winterbach, Plüderhausen, Urbach und Rudersberg, sind keine Verbote geplant. Vereinzelte Kontrollen von Gemeindevollzugsdienst und Polizei an bestimmten Orten wird es teilweise aber schon geben. Der Plüderhäuser Bürgermeister Benjamin Treiber hat eine klare Meinung zu den Verbotsmöglichkeiten für die Gemeinden.

Plüderhausen: „In vergangenen Jahren keine nennenswerten Zwischenfälle“

„Uns sind keine Hotspots bekannt“, sagt Benjamin Treiber. „Es gab in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Zwischenfälle.“ Deswegen gebe es auch in diesem Jahr keine Verbotszonen in Plüderhausen.

In Deutschland durften 2021 wie schon im vergangenen Jahr keine Böller, Raketen und Ähnliches verkauft werden. Das Böllern selbst ist aber nicht generell verboten, wer sich anderweitig etwas besorgt oder noch Reste aus den Vorjahren auf Lager hat, darf diese auch in die Luft jagen. Die aktuelle Corona-Verordnung gibt den Kommunen allerdings die Möglichkeit, für Silvester Zonen mit einem Verbot von Feuerwerk sowie einem Alkoholverkaufs- und Konsumverbot oder allgemein für Ansammlungen zu definieren. Dafür kommen, wie das Land Baden-Württemberg erklärt, „publikumsträchtige Plätze“ infrage, genauer: „Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten und sonstigen öffentlichen Plätzen, auf denen sich viele Menschen nicht nur vorübergehend aufhalten“.

Der Plüderhäuser Bürgermeister Benjamin Treiber meint dazu: Meiner Einschätzung nach handelt es sich hierbei in Hinblick auf die Bewältigung der Corona-Pandemie um reine Symbolpolitik. Die Sicherheitslage wird dadurch – zumindest in Kommunen dieser Größenordnung – in der Regel nicht verbessert.“

Urbach: „Es wäre auch schwierig, das Ganze zu überwachen“

Für Urbach sagt Joachim Grockenberger, der im Rathaus für den Bereich Ordnungsamt zuständig ist: „Bei uns hat sich kein besonderer Platz herauskristallisiert, an dem viele Menschen zusammenkommen.“ Es habe Überlegungen gegeben, den Marktplatz zu einer Verbotszone zu machen. Aber auch dieser Ort sei in den vergangenen Jahren kein Brennpunkt gewesen. Klar gebe es bestimmte Stellen wie Aussichtspunkte, wo die Menschen sich versammeln, räumt Grockenberger ein. „Aber es ist nicht so, dass da die Massen zusammenströmen.“ Und er gibt auch zu: „Es wäre auch schwierig, das Ganze zu überwachen, weil wir nicht das Personal dazu haben.“

Winterbach hat ebenfalls keine Problemzonen

Die Gemeinde Winterbach geht nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr davon aus, dass die Menschen sich in der Silvesternacht vernünftig verhalten. „Es war alles sehr ruhig“, meint Hauptamtsleiter Matthias Kolb im Rückblick auf den Jahreswechsel 2020/21. Es gebe keine Bereiche in Winterbach, an denen man von Problemen ausgehe.

Rudersberg erwartet keine größeren Menschenansammlungen

Da es in der Gemeinde Rudersberg keine zentralen Plätze gibt, die speziell zum Abfeuern von Silvesterböllern von einer Vielzahl von Personen aufgesucht werden, hat die Gemeinde auf die Ausweisung solcher Plätze und Flächen verzichtet. Durch das gesetzliche Verkaufsverbot von Pyrotechnik sei die legale Verfügbarkeit von Silvesterböllern in diesem Jahr ohnehin eingeschränkt.

„Wir erwarten daher nicht, dass es an einzelnen Stellen im Gemeindegebiet zu größeren Menschenansammlungen kommt“, heißt es aus dem Rathaus. Spezielle Anfragen beziehungsweise Anmeldungen zum Abfeuern von Feuerwerken an bestimmten Standorten auf Gemeindegebiet sind keine gestellt worden.

Remshalden: Bekannte Flächen für Ansammlungen werden kontrolliert

„Erfahrungsgemäß wissen wir, dass es im Remshaldener Gemeindegebiet vor allem unter den Remsbrücken, im Bereich des Freibades und Jugendhauses sowie an den Sport- und Bolzplätzen vermehrt zu Ansammlungen an Silvester kommt“, erklärt Remshaldens Pressesprecher Gardijan Wenger. Der örtliche Gemeindevollzugsdienst und die Polizei werden daher am 31. Dezember im Dienst sein und kontrollieren, ob die Bestimmungen der Corona-Verordnung eingehalten werden. Dabei stehen natürlich insbesondere die genannten Flächen im Fokus.

In Schorndorf und anderen Städten gibt es auch dieses Jahr wieder Verbotszonen für das Silvesterfeuerwerk. In den kleineren Gemeinden rund um Schorndorf, in Remshalden, Winterbach, Plüderhausen, Urbach und Rudersberg, sind keine Verbote geplant. Vereinzelte Kontrollen von Gemeindevollzugsdienst und Polizei an bestimmten Orten wird es teilweise aber schon geben. Der Plüderhäuser Bürgermeister Benjamin Treiber hat eine klare Meinung zu den Verbotsmöglichkeiten für die

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