Remshalden

Kommentar: Lehrer-Tablets - Was tun mit dem geschenkten Gaul?

tabletschule
Daniel Hagmann (Kaufmännische Schule):  "Seit Schuljahresbeginn im September wurden erstmals alle vier 11er-Klassen, also rund 120 Schüler, komplett mit den modernen Geräten ausgestattet."Foto: Alexandra Palmizi © Alexandra Palmizi

Das Land stellt seine Kommunen aktuell vor schwere Entscheidungen: Es gibt Fördergelder für Luftfilteranlagen, es gibt teils 100-prozentige Förderungen für die Anschaffung digitaler Endgeräte an den Schulen. Das ist ja zunächst einmal eine gute Sache. Aber: Damit sind auch die Kommunen dazu aufgefordert, tätig zu werden, um ihre Schulen fit für die drohende vierte Corona-Welle zu machen.

Sie sind sogar im Zugzwang, schließlich erwarten in diesem Fall die Familien grundsätzlich zu Recht, dass für sie Initiative ergriffen wird. Sind sie es doch, die im Herbst angesichts ihrer ungeimpften Kinder dem neuen Ansturm des Coronavirus geradezu schutzlos ausgeliefert sind. Es droht die Rückkehr in die Home-Schooling-Office-Kita-Hölle.

Also müsste klar sein, wie die Kommunen entscheiden? Alles, was gefördert ist, mitnehmen? Ganz so einfach ist es nicht. Auch ein geschenkter Gaul braucht Futter, Stall und einen Tierarzt - bei Luftfilteranlagen und Tablets aller Art ist das nicht anders. Die Folgekosten solcher Investitionen können hoch sein, für manche kleine Kommune gar zu hoch.

Es braucht praktikable Lösungen, statt eines ständigen Hin- und Herschiebens der Verantwortungen. Fördergelder, die nur Erst-Investitionen abdecken und die Kommunen mit der teils kostspieligen Wartung alleine zurücklassen, sind zu kurz gedacht. Und wo Geräte gefördert werden, muss auch der Rahmen geschaffen werden, in dem sie gepflegt werden können. Das kann aber eben auch bedeuten, dass die Kommunen beisteuern müssen, was möglich ist.

Für ein Ziel: Damit diejenigen, die sich per Impfung nicht schützen können, nämlich die Kinder, wenigstens möglichst gut ausgerüstet sind, um mit so wenig Schaden wie möglich aus dieser Pandemie herauszukommen.

Das Land stellt seine Kommunen aktuell vor schwere Entscheidungen: Es gibt Fördergelder für Luftfilteranlagen, es gibt teils 100-prozentige Förderungen für die Anschaffung digitaler Endgeräte an den Schulen. Das ist ja zunächst einmal eine gute Sache. Aber: Damit sind auch die Kommunen dazu aufgefordert, tätig zu werden, um ihre Schulen fit für die drohende vierte Corona-Welle zu machen.

Sie sind sogar im Zugzwang, schließlich erwarten in diesem Fall die Familien grundsätzlich zu

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