Remshalden

Markus Motschenbacher aus Hegnach wird Beigeordneter in Remshalden

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Remshalden: Markus Motschenbacher (aktuell Ortsvorsteher in Waiblingen-Hegnach) ist neuer erster Beigeordneter in Remshalden © Gabriel Habermann

Markus Motschenbacher hat das Rennen gemacht. Nach einem Rede-Triell mit seinen Mitbewerbern wurde er jetzt zum Ersten Beigeordneten von Remshalden gewählt. Der 40-Jährige ist aktuell Ortsvorsteher von Hegnach und wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern (5 und 7 Jahre) in Leutenbach.

Seine Mitbewerber besetzen derzeit Führungsposten in den Rathäusern Schwaikheims und Sindelfingens.

Es handelt sich um Jürgen Beck, Chef des Sindelfinger Ordnungsamtes, und Michael Tretter, derzeit Hauptamtsleiter von Schwaikheim. In der geheimen Wahl im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung konnte Markus Motschenbacher zwölf Stimmen auf sich vereinen. Vier entfielen auf Beck, sechs auf Tretter. Motschenbacher folgt nun Christine Kullen nach, die Ende vergangenen Jahres als Beigeordnete nach Kirchheim/Teck wechselte.

Zahlreiche Ideen zu Personalführung, Bürgerservice und Digitalisierung

Mit seiner inhaltlich dichten Bewerbungsrede und seinen Ideen für Remshalden hatte Motschenbacher die Remshaldener Gemeinderätinnen und -räte überzeugt. Er ist sich sicher, dass eine Verwaltung nur dann erfolgreich arbeiten kann, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kompetent und motiviert sind.

Fort- und Weiterbildungen, ein offenes Ohr, persönliche Gespräche und Perspektivenentwicklungen – all das ist ihm als Basis für ein gutes Arbeitsklima wichtig und könne helfen, unerwünschte Fluktuation zu verhindern. Er findet: „Gute Leistung verdient Lob und Anerkennung.“ Erbringe aber ein Mitarbeiter erforderliche Leistung nicht, greife er rechtzeitig ein und wende bei Bedarf das vorgegebene Instrumentarium an.

Fachkräftemangel? Einfach selbst ausbilden!

Gleichzeitig müsse erkannt werden, wo Personal eingespart werden kann. Wo aber erforderlich, müssten freie Stellen so schnell wie möglich wieder besetzt werden. Motschenbacher möchte Remshalden attraktiver für neue Mitarbeiter machen, dies auch mit kleinen Angeboten, die das Leben leichter machen, etwa mit Fahrkostenzuschüssen oder Fahrradboni.

Und gerade, was die fehlenden Fachkräfte betrifft, hält er die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für hilfreich. Absolventen könnten bei Eignung dann übernommen werden.

Bürgeranliegen zügig und transparent abarbeiten

Die öffentliche Verwaltung begreift Motschenbacher als Dienstleistungsbetrieb für die Bürger – der verlässlich, zügig und transparent arbeiten soll. Guter Service sei erwartbar, ebenso eine leichte Erreichbarkeit, sichtbare Zuständigkeiten und ein insgesamt bürgerfreundliches Verhalten. Der Kontakt mit den Menschen müsse den Mitarbeitern nicht nur leichtgemacht werden, er sollte gar Freude machen. Verwaltungsstrukturen müssten regelmäßig hinterfragt und optimiert werden.

Der Austausch mit der Bevölkerung sei wesentlich - dies auch angesichts des bald beginnenden Bürgerbeteiligungsprozesses, bei dem alle gesellschaftlichen Akteure mit eingebunden werden sollen. Die Ergebnisse sollen dann im integrierten Gemeindeentwicklungskonzept zusammengefasst werden und als Richtschnur fürs kommunale Handeln dienen.

Mehr Digitalisierung wagen

Die Digitalisierung betreffend schlägt der neue Beigeordnete eine bedarfsorientierte Agenda vor. Zentral darin sollen vier Handlungsfelder sein: die digitale Infrastruktur als Grundlage, die interne sowie die externe Kommunikation und nicht zuletzt die digitale Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das „Digitale Rathaus“ sei zwar noch fern, dennoch müssten weitere Schritte in diese Richtung gegangen werden.

Angefangen bei einer digitalen Zeiterfassung über einen digitalisierten Posteingang und eine digitale Akte müsse man hin zu einer papierlosen Verwaltung kommen. Auch die Aufgaben des Bürgerbüros, Hallenbelegungspläne und Kartierungen könnten davon profitieren. Nicht zuletzt wäre eine digitale Kita-Platz-Vergabe kunden- und umweltfreundlich sowie kostensparend, schlägt er vor.

Haushalt konsolidieren, klimaneutral werden

Weiter rät Motschenbacher zum Einsatz einer Haushaltsstrukturkommission, um Einsparpotenziale in der Gemeinde zu erkennen und Maßnahmen zu priorisieren. Ziel müsse es sein, den Haushalt zu konsolidieren. Zudem müsse das Projekt „Neue Mitte“ weiterentwickelt werden, Krisen- und Notfallpläne für die Gemeinde bezüglich Hochwasser, Starkregen und auch bei der Stromversorgung seien zu erarbeiten.Um 2035 klimaneutral werden zu wollen, bedürfe es weiterer, intensiver Anstrengungen. Und auch der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler werde alle Kommunen noch intensiv beschäftigen. Wesentlich ist für Remshalden aber auch die weitere Entwicklung der „Grunbacher Höhe“.

Markus Motschenbacher hat das Rennen gemacht. Nach einem Rede-Triell mit seinen Mitbewerbern wurde er jetzt zum Ersten Beigeordneten von Remshalden gewählt. Der 40-Jährige ist aktuell Ortsvorsteher von Hegnach und wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern (5 und 7 Jahre) in Leutenbach.

Seine Mitbewerber besetzen derzeit Führungsposten in den Rathäusern Schwaikheims und Sindelfingens.

Es handelt sich um Jürgen Beck, Chef des Sindelfinger Ordnungsamtes, und Michael Tretter,

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