Remshalden

Nach Volksbank-Schließung in Remshalden: Bürgermeister fordert Automaten zurück

Volksbank-Filiale
Hier war bis vor kurzem die Geradstettener Volksbankfiliale und einst sogar das Hauptgebäude. © Gabriel Habermann

Bürgermeister Reinhard Molt hat jetzt in einem Brief an die Volksbank die Schließung ihrer Filiale in Geradstetten kritisiert und unterstreicht damit auch die Aspekte, die Volksbank-Beirat Roland Schanbacher zuletzt geäußert hatte. Zur Erinnerung:

Die Volksbank hatte Ende Dezember 2021 die Filiale an der Raiffeisen-Straße geschlossen, nachdem sie kurz vorher per schriftlichem Aushang an eben jenem Ort darüber informiert hatte. Die Kunden sollen seither ihre Bankgeschäfte online, in der Filiale Grunbach oder im Volksbank-Bus erledigen, der einmal pro Woche in Geradstetten haltmacht.

Informationspolitik misslungen

Molt erklärt dazu am Telefon, dass er die Informationspolitik an die Kundinnen und Kunden für misslungen hält. Zudem halte er es für zwingend notwendig und zudem Aufgabe einer als Genossenschaft fungierenden Volksbank, in einem Ortsteil wie Geradstetten (Geradstetten hat gemeinsam mit Hebsack mehr als 7000 Einwohner) zumindest eine Rest-Infrastruktur vorzuhalten.

„Ich finde es bedauerlich, dass dies scheinbar nicht Gegenstand der Verkaufsverhandlungen war.“

Könnte die Volksbank einen Raum in ehemaligem, eigenem Gebäude mieten?

Stattdessen war das komplette Gebäude an eine Remshaldener Firma verkauft worden. Diese hat sogar vor, Teile des Gebäudes an andere Firmen zu vermieten, weshalb Molt und auch die Volksbank-Beiräte Schanbacher und Mayerle sich vorstellen könnten, dass es eine Möglichkeit geben könnte, an gleicher Stelle einen Raum für Bank-Infrastruktur zu mieten.

So hatte es schließlich auch zuletzt die Kreissparkasse gemacht. Seit sie aus der Geradstettener Filiale ausgezogen ist, mietet sie noch immer einen Raum im Erdgeschoss, in dem weiterhin ein Geldautomat, ein Kontoauszugsdrucker und ein Einzahlungsautomat rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Molt sei durchaus bewusst, dass die vorgeschlagene Infrastruktur Unterhaltungs- und Supportbedarf auslösen werde.

Angebote von vorgestern

„Aber einmal die Woche im Container nachmittags seine Bankgeschäfte zu erledigen, sind Angebote von vorgestern. Die Bankenlandschaft selbst hat ihre Kunden über Jahre hinweg zu 24/7-Kunden erzogen. Jetzt ein großer Schritt zurück in die Vergangenheit, erscheint mir bei der heutigen Fluktuationsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger gar fahrlässig.“

Molt hofft, dass der Gesprächsfaden zwischen der Volksbank und der neuen Eigentümerin aufgegriffen werden könnte, um diese Infrastruktur zu schaffen. Zudem bietet er in diesem Zusammenhang seine Unterstützung als Bürgermeister an.

Der Pressesprecher der Volksbank Stuttgart nahm zu den Kritikpunkten auf Nachfrage zunächst keine Stellung, erklärte aber, dass man das Gespräch mit Bürgermeister Reinhard Molt suchen wolle, um das Thema noch einmal aufzuarbeiten.

Bürgermeister Reinhard Molt hat jetzt in einem Brief an die Volksbank die Schließung ihrer Filiale in Geradstetten kritisiert und unterstreicht damit auch die Aspekte, die Volksbank-Beirat Roland Schanbacher zuletzt geäußert hatte. Zur Erinnerung:

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Die Volksbank hatte Ende Dezember 2021 die Filiale an der Raiffeisen-Straße geschlossen, nachdem sie kurz vorher per schriftlichem Aushang an eben jenem Ort darüber informiert hatte. Die Kunden sollen seither ihre Bankgeschäfte

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