Remshalden

Neujahrsempfang in Remshalden: Bürgermedaillen für besonders engagierte Bürger

NeujahrRemshalden
Die Geehrten mit BM Reinhard Molt (ganz links) und Landrat Dr. Richard Sigel (ganz rechts) von links: Norbert F. Wenzel, Klara Halbgewachs, Ehepaar Angele, Bernd-Günter Barwitzki. © Gaby Schneider

„Es wurde noch bei keinem Jahresempfang so offensichtlich, was für Schätze wir hier ehren, dass es Menschen gibt, die einfach mehr tun.“ So lautete beim Neujahrsempfang der Gemeinde Remshalden das Fazit des Remshaldener Bürgermeisters Reinhard Molt in der abschließenden, von dem Fernsehjournalisten Jürgen Hörig moderierten Bühnengesprächsrunde.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die am Sonntag in der Wilhelm-Enßle-Halle in Geradstetten abgehalten wurde, standen die Verleihungen der Bürgermedaille und der großen Bürgermedaille der Gemeinde Remshalden sowie der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg an Personen, „die dadurch, dass sie mehr tun“, so Molt, „dafür sorgen, dass die Gesellschaft funktioniert“.

Auszeichnungen für besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger

Eigentlich, gestand Klara Halbgewachs, sei es ihr zunächst gar nicht recht gewesen, als sie erfuhr, dass sie für ihr langjähriges Engagement in der Kirchengemeinde Buoch, bei den Landfrauen, im Gesangs-, Heimat- und noch weiteren Vereinen mit der Bürgermedaille geehrt werden sollte. Sie sei überrascht gewesen und hatte es überhaupt nicht erwartet. „Das kannst du ruhig ablehnen, das brauchst du nicht“, habe sie auch ihr Mann bestätigt. Mittlerweile freue sie sich aber über diese Anerkennung, gestand sie Jürgen Hörig, der sie wie alle anderen Geehrten auch interviewte.

Die Medaille überreichte ihr Bürgermeister Molt dafür, so seine Laudatio, dass sie auf ihre ruhige und verlässliche Art immer stets zur Stelle sei, wenn ihr Wissen und ihre Hilfe benötigt werde.

Um „einen Mann für alle Fälle“, so Molt, handle es sich auch bei dem, ebenfalls mit der Bürgermedaille ausgezeichneten, Norbert F. Wenzel. Seit 1998 bringe er sich ehrenamtlich in der Katholischen Arbeiterbewegung, der St. Michaelsgemeinde, im SV Remshalden, seit 2012 als ehrenamtlicher Richter am Stuttgarter Sozialgericht und seit vergangenen Oktober auch noch als Fahrer für „Essen auf Rädern“ ein.

Sein großes Anliegen neben der Jugendarbeit seien völkerverbindende Begegnungen und Treffen, unter anderem mit den Partner-Kirchengemeinden in Guatemala und Uganda.

Staufermedaille für Bernd-Günter Barwitzki

Es sei das erste Mal in seiner Amtszeit, gestand Molt, dass er die große Bürgermedaille verleihen dürfe. Karl Angele hat die Bürgermedaille bereits für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat erhalten, in den er am 1. September 1994 eintrat. Sechs Jahre davon war er „als fester Garant“, so Molt, erster stellvertretender Bürgermeister. Sein großes ehrenamtliches Engagement gilt darüber hinaus dem Musikverein Harmonie Geradstetten, in den er 1966 eintrat und bis heute als Bassist einbringt, 21 Jahre als Erster Vorsitzender, der den Verein und dessen Geschichte prägte.

Bis heute geradezu legendär sei das 2007 unter seiner Ägide begangene 100. Vereinsjubiläum. Als Besonderheit hob Molt hervor, dass Angele zusammen mit seiner Frau seit dreißig Jahren den Probenraum des Vereins reinige und pflege und sich die ganze Familie als „gute Gastgeber“ in den Remshaldener Gemeindepartnerschaften einbringe.

Die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg übergab Landrat Dr. Richard Sigel im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann an Bernd-Günter Barwitzki für seine Verdienste, die er über seine beruflichen Pflichten als Pädagoge und Schulleiter hinaus als Kommunalpolitiker und ehrenamtlicher Notfallseelsorger erworben hat.

Bei seinem umfassenden Dienst für seine Mitmenschen stehe Barwitzki „unerschütterlich für seine Werte, die ihm sein Glaube vorschreibe“, so der Landrat. Er sei geprägt von der Fluchterfahrung der eigenen Familie und stelle den Menschen in den Mittelpunkt seines Wirkens. „Man braucht ein Team und eine Familie, die mitmacht und von der Sache überzeugt ist“, nur so sei ein so umfangreiches Engagement möglich, versicherte Barwitzki. „Ohne Familie geht gar nichts; sie ist die Kernzelle.“ Seine „Tankstelle“ habe er im Glauben, im Gebet und im Wissen „um den Schatz der Demokratie, für die man jeden Tag kämpfen muss“.

Den Neujahrsempfang eröffnet hatte Bürgermeister Reinhard Molt mit einem kurzen Rückblick über die wichtigsten Stationen des Gemeinschaftslebens in Remshalden, das bis heute von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem russischen Überfall auf die Ukraine, dem Geschehen in Afghanistan und den dadurch ausgelösten Fluchtbewegungen beeinflusst ist.

Rückblick auf 50 Jahre Rems-Murr-Kreis

„Wer hätte vor einem Jahr gedacht, wie brüchig der Friede sein kann, der für uns in Europa Jahrzehnte lang so selbstverständlich war“, sinnierte Molt über das Zitat „Damit es Frieden gibt“ des klassischen chinesischen Philosophen Laotse. In einer ebenfalls von Hörig moderierten Gesprächsrunde blickten Landrat Dr. Sigel und das kommunalpolitische Urgestein, der ehemalige Birkmannsweiler Bürgermeister Frieder Seibold zurück auf die Gründung des Rems-Murr-Kreises vor 50 Jahren. Die Feier endete mit einem gemütlichen Ständerling. Für Kurzweil und Erstaunen sorgte der Jongleur Chris Blessing, die musikalische Ausgestaltung oblag dem Musikverein Harmonie Geradstetten.

„Es wurde noch bei keinem Jahresempfang so offensichtlich, was für Schätze wir hier ehren, dass es Menschen gibt, die einfach mehr tun.“ So lautete beim Neujahrsempfang der Gemeinde Remshalden das Fazit des Remshaldener Bürgermeisters Reinhard Molt in der abschließenden, von dem Fernsehjournalisten Jürgen Hörig moderierten Bühnengesprächsrunde.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die am Sonntag in der Wilhelm-Enßle-Halle in Geradstetten abgehalten wurde, standen die Verleihungen der

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