Remshalden

Regenüberlaufbecken in Remshalden werden modernisiert, Land gibt Zuschuss

Starkregen
Symbolfoto. © ZVW/Gaby Schneider

Wenn es stark regnet und die Kläranlage die Wassermassen nicht mehr bewältigen kann, werden sie wichtig: die insgesamt 16 Regenüberlaufbecken in den fünf Remshaldener Teilorten. Damit das Gemisch aus Regen und Schmutzwasser nicht einfach in die Bäche und in die Rems fließt, wird es dort zurückgehalten. Jetzt werden sieben der Remshaldener Becken mit neuer Technik ausgestattet. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss von rund 671.000 Euro.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann wird in einer Pressemitteilung so zitiert: „Modernste Technik für Regenüberlaufbecken – das ist eine lohnenswerte Investition in die Zukunft, die Menschen und Umwelt nachhaltig schützt.“

Schmutz- und Regenwasser im Mischsystem zusammen

Wenn es regnet, dann fließt nicht nur das Schmutzwasser aus häuslichen Toiletten, Spülbecken oder Industriebetrieben in die Kanalisation, sondern auch das Regenwasser. Man spricht von einem Mischsystem. Die Funktionsweise der Regenüberlaufbecken erklärt der Erste Beigeordnete der Gemeinde Remshalden, Markus Motschenbacher: „Die Mischwassermengen können nicht vollständig in der Kläranlage gereinigt werden. Deshalb sind RÜBs vorgeschaltet, die den ersten Mischwasser-Schmutzstoß in Auffangbecken zurückhalten und bei längeren Regenereignissen das stark verdünnte Mischwasser in den Vorfluter (Gewässer) abschlagen.“

In der Pressemitteilung des Umweltministeriums zur Förderung der Maßnahme heißt es: „Dank Automatisierung und Modernisierung können die Regenüberlaufbecken aus der Ferne bedient, beobachtet und kombiniert werden. Dadurch gerät bei starkem Niederschlag möglichst wenig verdünntes Mischwasser nach Volllaufen der Regenüberlaufbecken in das nächstliegende Gewässer – das dient dem Gewässer- und dem Umweltschutz.“

Die 16 Remshaldener Regenüberlaufbecken haben laut Markus Motschenbacher einen sehr unterschiedlichen Ertüchtigungsbedarf der Technik für die Fernsteuerung: „Die Spanne reicht hier von Anlagen mit Maschinen- oder Elektrotechnik in gutem und aktuellem Zustand bis zu Anlagen, bei denen die Technik stark veraltet ist.“ Die Überlaufbecken in Remshalden wurden demnach im Zeitraum von 1983 bis 2003 gebaut.

Sieben Becken aus allen Ortsteilen

Im ersten Schritt sollen nun an sieben Regenüberlaufbecken Messtechnik, Fernwirktechnik und elektrische Schaltanlagen erneuert werden. Zwei befinden sich in Grunbach an der Rems, drei am Kelterwiesenbach in Geradstetten/Hebsack und jeweils eines in Rohrbronn und in Buoch.

Hierfür sind im Haushalt 2022 des Eigenbetriebes Abwasserbeseitigung Remshalden Ausgaben von 920.000 Euro vorgesehen. „Da nun die Förderzusage vorliegt, kann das Projekt nun weiterbearbeitet werden“, sagt Markus Motschenbacher. „Zunächst muss jetzt die Detailplanung erfolgen und danach können die Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Im besten Fall könnte dann noch im Jahr 2022 mit den Modernisierungsarbeiten an den RÜBs begonnen werden.“ Im zweiten Schritt sollen ab dem Jahr 2023 weitere Regenüberlaufbecken nachgerüstet und modernisiert werden.

Wenn es stark regnet und die Kläranlage die Wassermassen nicht mehr bewältigen kann, werden sie wichtig: die insgesamt 16 Regenüberlaufbecken in den fünf Remshaldener Teilorten. Damit das Gemisch aus Regen und Schmutzwasser nicht einfach in die Bäche und in die Rems fließt, wird es dort zurückgehalten. Jetzt werden sieben der Remshaldener Becken mit neuer Technik ausgestattet. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss von rund 671.000 Euro.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann wird in

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