Remshalden

Reha-Sport beim SV Remshalden: Krankenkasse zahlt 50 Einheiten

Rehasport
Britta Hagenmüller liegt es am Herzen, dass ihre Reha-Sportler auch Spaß im Kurs haben. Wenn sie dann noch ihre Hausaufgaben erledigen, ist der Erfolg garantiert. © Büttner

Zahnarzthelferinnen, die sich täglich über ihre Patienten beugen, plagt der Rücken. Der Gipser, der mit dem Lieblingsarm die immer gleiche anstrengende Bewegung ausführt, hat durch die einseitigen Bewegungsabläufe quasi zwangsläufig Probleme mit dem Schulter-Nacken-Bereich. Und etliche Home-Office-Geplagte klagen inzwischen über steife Nacken und Rückenschmerzen.

Sport hilft gegen berufsbedingte Beschwerden

Britta Hagenmüller weiß, wie ihnen zu helfen ist. Sie ist eine von jenen, die Vereine wie den SV Remshalden am Laufen halten. Die Bankkauffrau arbeitet bei der Kreissparkasse in Teilzeit. Nebenher arbeitet sie auf 450-Euro-Basis als Trainerin. Schon seit vielen Jahren.

Wie es dazu kam? Mit 20 Jahren etwa hatte sie, die begeistert in Jazz-Dance-, Aerobic- und Stepp-Kursen mitturnte, aushilfsweise eine Sportstunde vertreten. Allerdings: „Das war ein totales Chaos“, erinnert sie sich. Zu viele Sachen musste sie gleichzeitig machen, während der Anleitung der einen Übung schon die nächste im Sinn haben.

Ausbildung für etliche Sportkurse absolviert

Als dann später im Verein neue Trainer gesucht wurden, war sie durchaus bereit, sich einzubringen - „aber nur mit Ausbildung“, erinnert sie sich. Also nutzte sie die Elternzeit, nach den Geburten ihrer beiden Jungs, um sich die Trainerlizenzen für verschiedene Kurse zu erarbeiten. Und sie machte immer weiter.

Inzwischen gibt’s kaum einen Kurs, den sie nicht anbieten kann: Rücken, Beckenboden, Stepp-Aerobic und vieles mehr. Als dann verschiedene Freunde die 55-Jährige ansprachen, ob sie nicht auch Reha-Sport-Kurse anbieten könnte, war sie zunächst etwas verwundert, dachte sie doch ursprünglich, das wäre ein Angebot für sehr alte, sehr unbewegliche Menschen. Aber: weit gefehlt. „Viele haben typische Berufsbeschwerden“, weiß sie.

Eineinhalb Jahre für 50 Sporteinheiten

Genau für solche Personen sind die Reha-Kurse gedacht, die Britta Hagenmüller schon seit einem Jahr anbietet - ab Februar startet wieder ein neuer. 50 Sporteinheiten, die innerhalb von eineinhalb Jahren absolviert werden wollen, zahlen die Krankenkassen, viele verlängern auch noch mal um ein Jahr. Natürlich kommen auch Senioren vorbei, die nicht mehr im Berufsleben stehen und wieder beweglicher werden wollen, die Mobilisierung nach einer Hüft-OP oder bei Arthrose brauchen.

Worum es in den Kursen geht? Vor allem um Grundsätzliches, aber so einfach es klingt, so oft geht’s im Alltag unter. Die Teilnehmer lernen, wie sie gut stehen können, beispielsweise ohne die Knie durchzudrücken, wie die Hüften wieder ins Lot kommen, wie die Schultern richtig fallengelassen werden. Auch Sturzprophylaxe ist ein wichtiger Übungsteil.

Viele Wiederholungen helfen viel

Und es funktioniert. Wer die gesunden Bewegungsabläufe einübt, kann mit weniger Schmerzen rechnen. Tatsächlich kommen immer wieder Neu-Sportler, die sich seit dem Schulunterricht nicht mehr nennenswert bewegt haben. Sind alle Reha-Kurse absolviert, können die Teilnehmer in die anderen Gesundheitskurse des Vereins wechseln und da gibt es einige.

Ein neuer Kurs startet am Dienstag, 1. Februar, um 17 Uhr in der Wilhelm-Enßle-Halle. Wer noch einsteigen möchte, kann sich bei Britta Hagenmüller unter 0 71 51/7 28 63 oder per E-Mail unter britta.hagenmueller@web.de melden.

Zahnarzthelferinnen, die sich täglich über ihre Patienten beugen, plagt der Rücken. Der Gipser, der mit dem Lieblingsarm die immer gleiche anstrengende Bewegung ausführt, hat durch die einseitigen Bewegungsabläufe quasi zwangsläufig Probleme mit dem Schulter-Nacken-Bereich. Und etliche Home-Office-Geplagte klagen inzwischen über steife Nacken und Rückenschmerzen.

Sport hilft gegen berufsbedingte Beschwerden

Britta Hagenmüller weiß, wie ihnen zu helfen ist. Sie ist eine von

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