Remshalden

Remshalden: Lennard Volk übernimmt - Gnadenfrist für den HGV

HGV Remshalden
Lennard Volk (Mitte) hat jetzt für ein Jahr den Vorsitz des Handels- und Gewerbevereins Remshalden übernommen. Gemeinsam mit den Beisitzern Björn Riker (l) und Lucas Neddermann (r.) erzählen sie von ihren Plänen für ein intensives Jahr. © Gabriel Habermann

Lennard Volk springt in die Bresche. Der Remshaldener Unternehmer und Gemeinderat übernimmt nun als Erster Vorsitzender die Verantwortung für den örtlichen Handels- und Gewerbeverein. Allerdings nur für ein Jahr. In dieser Zeit will er mit seinen Vorstandskollegen dafür sorgen, dass der Verein wieder auf stabile Füße gestellt wird. Denn seit der Corona-Pandemie ist es rund um den Verein ruhig geworden. Und das, nachdem er viele Jahre hervorragend funktioniert hat, wie Volk findet.

Als nun die jüngste Vollversammlung einberufen worden war, war’s nicht klar gewesen, ob es überhaupt noch mal eine Vorstandschaft geben wird. Das wäre das Ende des Vereines gewesen. „Den Verein dann wieder aus dem Nichts heraus zu aktivieren, das wäre schwierig geworden“, ergänzt Björn Riker, neuer Beisitzer des Vereins.

Jetzt muss der Verein wieder in die Gänge kommen

Nun also ein Jahr Gnadenfrist: Die bestehenden Kapazitäten sollen wieder gestärkt und Strukturen geschaffen werden, die die Last auf mehrere Schultern verteilt. „Und das eine Jahr erzeugt den nötigen Druck, dass wirklich was passiert“, hofft Volk, der die Vorstandschaft dann wirklich wieder abgeben möchte.

Und tatsächlich ist seither schon mehr geschehen als in den vergangenen zwei Jahren zuvor. Etliche Male haben sich die zwölf Mitglieder des neu zusammengesetzten Vorstandes getroffen und Pläne geschmiedet. Drei neue Beisitzer gibt es, aber auch die ehemaligen Federführenden sind noch immer mit dabei, nur eben nicht an vorderster Front. Volk ist froh und dankbar, dass das Wissen der bisherigen Vorstandsmitglieder so nicht verloren geht und es eine Grundlage gibt, auf der man nun aufbauen kann.

Noch viel mehr Potenzial an Vereinsmitgliedern

Rund 80 Mitglieder hat der Verein bereits. „Aber da gibt es noch viel mehr Potenzial“, findet Lucas Neddermann, der ebenfalls als Beisitzer mit im Boot ist. „Wir wollen den HGV wieder groß machen.“ Schließlich gebe es ein Vielfaches an Firmen in Remshalden. Mehr und mehr wolle man nun deren Vertreter erreichen, um gemeinsame Sache zu machen.

Jetzt soll systematisch erarbeitet werden, was die Mitglieder von ihrem Verein brauchen. Das wichtigste Ziel ist und bleibt es also, neue Engagierte zu finden, die im Verein mitmischen und auch bereit sind, sich womöglich in dessen Führung einzubringen. Denn klar ist allen: Je größer der Verein ist, desto mehr können seine Mitglieder bewirken. Gemeinsam will man sich als Marketing-Gemeinschaft begreifen und als Netzwerk agieren, sich auch mit anderen Gruppen und Vereinen vor Ort austauschen.

Potenzial herausarbeiten und öffentlich bekannt machen

Björn Riker ist sich sicher, dass vielen Betrieben vor Ort Kooperationen hinsichtlich spezieller Themenbereiche helfen könnten: „Gerade die Handwerksbetriebe haben einen großen Bedarf an Auszubildenden.“ Gleichzeitig fehle etlichen von ihnen angesichts der vollen Auftragsbücher die Zeit, sich um deren Rekrutierung zu kümmern.

Also könne und müsse man sich überlegen, wie es gelingen kann, diese Aufgabe womöglich gebündelt zu erledigen und junge Arbeitskräfte dazu zu bewegen, ihre Ausbildung am Ort zu machen. Um das zu erreichen, müsse man außerdem nach außen hin deutlicher machen, welches Potenzial und welche Vielfalt an Betrieben es überhaupt vor Ort gibt. Dies auch, um dem Kaufkraftabfluss entgegenzuwirken.

Betriebe vor Ort besser bekannt machen

Natürlich sei dieses Unterfangen umso schwieriger, da es keinen richtigen Ortskern gebe, erklärt Lennard Volk. Auf diese Weis komme mancher Remshaldener nicht automatisch im Alltag an für ihn relevanten Betrieben vorbei. Und deshalb hätten etliche Bürger die örtlichen Handwerker und Gewerbetreibenden gar nicht im Hinterkopf, wenn es um eine anstehende Investition gehe.

Um dem entgegenzuwirken, können sich die HGVler durchaus vorstellen, beispielsweise die bewährte Nikolaus-Stiefelaktion im Winter zu wiederholen, um die örtlichen Gewerbetreibenden bei den Remshaldenern bekannter zu machen. Angedacht sind außerdem eine Hocketse und eine Einzelhandelsaktion im Rahmen des Partnerschaftsjubiläums mit Gournay-en-Bray.

Wieder mehr öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen

Auch die Wein- und Backhausnacht wird wieder eine neue Auflage erfahren. Weiterhin soll es alle fünf Jahre eine Leistungsschau geben, zudem das „HGV Forum Wissen“, in dessen Rahmen Fachvorträge zu hören sind. Und speziell für die Mitglieder soll es künftig wieder Ausflüge, Weinproben und Ähnliches geben. „Von solchen Veranstaltungen nimmt man immer etwas mit“, findet Volk.

Der Austausch untereinander mache den Unterschied bei solchen Veranstaltungen und ermögliche es dem Einzelnen, quasi im Vorbeigehen neue Perspektiven und Arbeitsmethoden zu entdecken. Und nicht selten könne das im eigenen Betrieb von Vorteil sein.

Zudem sei es nötig, Lobbyarbeit für die Unternehmer in der Kommune zu leisten und unter anderem auch stellvertretend in die Kommunikation mit der Gemeinde zu gehen.

Lennard Volk springt in die Bresche. Der Remshaldener Unternehmer und Gemeinderat übernimmt nun als Erster Vorsitzender die Verantwortung für den örtlichen Handels- und Gewerbeverein. Allerdings nur für ein Jahr. In dieser Zeit will er mit seinen Vorstandskollegen dafür sorgen, dass der Verein wieder auf stabile Füße gestellt wird. Denn seit der Corona-Pandemie ist es rund um den Verein ruhig geworden. Und das, nachdem er viele Jahre hervorragend funktioniert hat, wie Volk findet.

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