Remshalden

Stromausfall in Remshalden und Winterbach am Sonntag: Genaue Ursache noch unklar

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Symbolfoto. © Gaby Schneider

Wegen eines Fehlers im Verbindungskabel zwischen zwei Trafostationen, waren am Sonntag Teile von Remshalden und Winterbach für einige Zeit ohne Strom. Laut Remstalwerk trat der Kabelfehler zwischen den Stationen Weinhaldenstraße und Riedstraße in Grunbach auf und sorgte dafür, dass es ab 11.44 Uhr einen großflächigen Ausfall im Mittelspannungsnetz gab. Betroffen waren in Winterbach eine Kundenstation in der Rosenstraße und der Bereich Vorderer Wattenbach, auf der Gemarkung Remshalden der Ortsteil Rohrbronn sowie Teile von Geradstetten-Nord und Grunbach-Nord. Es waren insgesamt 21 Trafostationen im Ortsgebiet beeinträchtigt. Die Stationen wurden abschnittsweise wieder zugeschalten. Um 12.34 Uhr konnten laut Pressemitteilung des Remstalwerks bereits zwölf der 21 betroffenen Transformatorstationen wieder in Betrieb genommen werden. Die verbleibenden Haushalte wurden demnach ab 13.08 Uhr wieder mit Strom versorgt.

„Die genaue Ursache kann erst ermittelt werden, sobald die Schadstelle freigelegt ist und begutachtet werden kann. Der Schaden wird schnellstmöglich behoben“, teilt das Remstalwerk mit und bittet die Kunden für die Unanehmlichkeiten um Entschuldigung.

Kritik wegen häufiger Stromausfälle

Der kommunale Energieunternehmen, das die Gemeinden Kernen, Urbach, Remshalden und Winterbach gemeinsam mit den Stadtwerken Fellbach und Schorndorf und dem Alb-Elektrizitätswerk Geislingen Steige gegründet haben, stand zuletzt wegen sich häufender und teils lang dauernder Stromausfälle in der Kritik.


Nach einer Klausurtagung hatte das Remstalwerk dazu im März in einer Pressemitteilung verlauten lassen, „dass die Verbesserung der Versorgungssicherheit, insbesondere in der Gemeinde Kernen, die wichtigste Herausforderung für das Remstalwerk darstellt“. Die Netzsicherheit und -Stabilität in allen vier Gemeinden müssten weiterhin oberste Priorität haben. Allerdings sei das Remstalwerk seit der Übernahme der Stromnetze von der EnBW 2017 keineswegs untätig gewesen. Knapp 7,6 Millionen Euro seien in den vergangenen drei Jahren in die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze von Kernen, Remshalden, Urbach und Winterbach geflossen. Das sei „eine enorme Summe für ein Unternehmen, welches sich noch in der Aufbauphase befindet“. Dennoch seien weitere Maßnahmen und Investitionen in Millionenhöhe zur Verbesserung der Netzsicherheit und -Stabilität geplant.