Remshalden

Ukraine-Krieg: Remshaldener Realschüler wollen helfen

Friedenwoche
Schüler stellen Friedenstauben aus Holz her. © Gaby Schneider

Was der Krieg in der Ukraine mit Kindern und Jugendlichen macht? Zum Teil sei eine große Verunsicherung zu spüren, weiß Theresa Lorenz, Verbindungslehrerin an der Realschule Remshalden. Der Frieden im eigenen Land war bisher für gegeben genommen worden.

Plötzlich aber schwillt in vielen die Angst, dass der Krieg etwas mit ihrem eigenen, sicher geglaubten Leben zu tun haben könnte – immerhin, erste Auswirkungen sind in der Lebensrealität angekommen, und wenn nur in Form von erhöhten Ölpreisen und dem erneuten Auftritt der Hamsterkäufer in den Supermärkten.

Ständig mit dem Krieg konfrontiert

„Die Jugendlichen haben einen wirklich großen Redebedarf zum Thema“, berichtet daher auch Theresa Lorenz. Schließlich würden die Schüler zusätzlich permanent in den Medien und in den sozialen Netzwerken mit dem Krieg konfrontiert. Das führe zum einen zu jener Unsicherheit, bei manchen aber auch zu einem gewissen Tatendrang. Viele möchten helfen, etwas tun, um das Leid, von dem sie reichlich zu sehen bekommen, zu lindern.

Und so konnten die Jugendlichen im Rahmen einer „Friedenswoche“ nun nicht nur politisches Hintergrundwissen hamstern, sondern auch tätig werden. Verschiedene Bastelarbeiten, die die Schülerinnen und Schüler jetzt erstellt haben (Friedenstauben als hölzerne Gartenaufsteller, als Mobiles oder Schlüsselanhänger) werden zugunsten eines provisorischen Kinderheimes für ukrainische Flüchtlinge in Elterlein verkauft.

Ebenfalls dorthin fließen die Erlöse eines Kuchen- und Plätzchenverkaufs.

Kontakt zwischen Schule und Empfänger-Projekt

„Für die Schüler ist es sehr schön, dass es sich dabei um keine anonyme Aktion handelt, sondern dass die Schule beziehungsweise die Gemeinde einen echten Bezug zu den Empfängern der Hilfe haben.“ Möglich war dies, weil Martin Schanbacher, Vorstandsmitglied des Partnerschaftskomitees in Remshalden, im Rahmen der Aktionswoche vor allen Schülerinnen und Schülern von dem Hilfsangebot in der Remshaldener Partnerstadt in Sachsen berichtete.

Krieg in der Ukraine wühlt auf

Zudem gab es einen Vortrag von einem Jugendoffizier, der über Fragen der Sicherheitspolitik sprach. Und im Religionsunterricht wurde in allen Klassen ein wichtiger Aspekt behandelt. Hier ging es nämlich um die Schülerinnen und Schüler selbst. Darum, wie sie die aktuelle Situation empfinden, inwieweit sie den Krieg am Rande der europäischen Grenzen auch als Bedrohung erlebten.

Dabei sei es für die Pädagoginnen und Pädagogen auch wichtig, die Informationen, die auf ihre Schüler einprasseln, einzuordnen, erklärt Theresa Lorenz. Deshalb gibt es nun auf der Webseite der Sozialpädagogik der Schule auch digitale Wegweiser, die den Jugendlichen dabei helfen sollen, verlässliche Informationen zu finden und zweifelhafte Quellen als solche zu identifizieren.

Was der Krieg in der Ukraine mit Kindern und Jugendlichen macht? Zum Teil sei eine große Verunsicherung zu spüren, weiß Theresa Lorenz, Verbindungslehrerin an der Realschule Remshalden. Der Frieden im eigenen Land war bisher für gegeben genommen worden.

Plötzlich aber schwillt in vielen die Angst, dass der Krieg etwas mit ihrem eigenen, sicher geglaubten Leben zu tun haben könnte – immerhin, erste Auswirkungen sind in der Lebensrealität angekommen, und wenn nur in Form von erhöhten

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