Remshalden

Vorschläge von Mitarbeitern: Klingele spendet rund 50 000 Euro für 110 Projekte und Menschen

Klingele-Spende
Diese Handballmannschaft des SC Ihrhove 07 aus Niedersachsen bedankt sich bei der Firma Klingele für eine von mehr als 110 Spenden, die das Remshaldener Unternehmen verteilt hat. © SC Ihrhove 07

Die Klingele Paper & Packaging Group mit ihrem Hauptsitz in Remshalden hat in ihrem Jubiläumsjahr 2020 die Spendenaktion „100 Jahre Füreinander“ ins Leben gerufen und insgesamt rund 50.000 Euro an Personen und Projekte in Deutschland, den Niederlanden, dem spanischen Festland und auf den Kanaren gespendet. Die Vorschläge, wohin das Geld fließt, kamen dabei von den Klingele-Mitarbeitern.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, war es das Ziel, im 100. Jahr des Bestehens der Firma 100 Projekte zu unterstützen – tatsächlich unterstützt wurden nun mehr als 110 Projekte mit jeweils zwischen 150 Euro und 500 Euro. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verpackungsherstellers reichten Vorschläge für Spendenprojekte aus ihrem privaten Umfeld, ihrem Vereinsleben oder gemeinnützigen Organisationen ein. Jugendhilfe, Soziales, Gesundheit, Tierschutz, Bildung, Sport – eine Zusage erhielten Projekte aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Ein alleinerziehender Elternteil, der sich eine dringend benötigte Anschaffung nicht leisten kann; ein Verein, der aufgrund der Corona-Krise Unterstützung benötigt; eine Tierhilfsaktion oder Trikots und Bälle für eine Kinderfußballmannschaft, all das an den verschiedensten Standorten von Ostfriesland bis Teneriffa. Die Klingele Paper & Packaging Group ermöglichte damit ihren Mitarbeitenden, in ihrem Umfeld Gutes zu tun.

Schirmherrin der Spendenaktion ist Fiona Klingele, die Schwester des geschäftsführenden Gesellschafters Dr. Jan Klingele. Sie freut sich über die Ideenvielfalt und das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Geschäftsführung: „Mit der Unterstützung unserer Mitarbeiter konnten wir vielleicht nicht die Welt bewegen, aber doch vielen Menschen helfen.“

Ludger Beische aus dem Wellpappenwerk in Werne hatte als Spendenempfänger die ambulante Hospizgruppe in Werne vorgeschlagen: Die Ehrenamtlichen schenken Familien mit Schwersterkrankten und Sterbenden Zeit, entlasten sie und stehen auch in der Trauer für Gespräche zur Verfügung. Finanzbedarf für die Hospizgruppe entsteht durch den Unterhalt der Geschäftsräume sowie für Fahrtkostenerstattungen und Öffentlichkeitsarbeit, vor allem aber auch für die Fortbildungen der Ehrenamtlichen. „Aus- und Fortbildungen für die Ehrenamtlichen sind wichtig, gute Dozenten von außerhalb aber leider teuer“, erläutert Annette Alfermann, Koordinatorin der Hospizgruppe. „Wichtig sind uns außerdem gerade jetzt kleine Aufmerksamkeiten an die Ehrenamtlichen, die trotz Corona ihre Arbeit gut machen.“

Einen aktuellen Anlass – nämlich den Schutz vor Coronaviren – hatte das Projekt, das Karina Crespo Suarez von der spanischen Klingele-Tochter Ondunova einreichte. Sie lebt in der Stadt Sitges in der Region Katalonien. „Am 14. September hat bei uns wieder der Unterricht begonnen, und um den Hygieneanforderungen zu entsprechen, müssen die Schulen mit Desinfektionsmitteln ausgestattet sein. Dafür standen in unserer Gemeinde aber nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung“, erläutert Crespo Suarez. „Mit der Klingele-Spende von insgesamt 250 Euro werden nun vier Schulen und zwei Institute mit Desinfektions-Gels sowie entsprechend vielen Nachfüllpackungen ausgestattet. Ich freue mich sehr, dass mein Arbeitgeber auf diese Weise den sicheren Schulbetrieb in meinem Heimatort unterstützt.“