Remshalden

Waldkindergarten statt Waldschenke

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In der „Waldschenke“ oberhalb von Buoch stehen Veränderungen an, die Gemeinde lässt den Pachtvertrag auslaufen. © ZVW/Gaby Schneider

Remshalden. Derzeit ist die „Waldschenke“ in Buoch noch eine Gastwirtschaft, die zuletzt nicht den besten Ruf hatte. Die Gemeinde Remshalden will nun den Pachtvertrag mit dem Betreiber nicht mehr verlängern. Dadurch könnte das Gebäude bald ganz anders genutzt und Teil eines Waldkindergartens werden. Die Idee an sich kam im Gemeinderat gut an, allerdings gibt es Zweifel an der Eignung der Immobilie.

Fest steht, dass in der „Waldschenke“ eine Veränderung ansteht, wie Bürgermeister Reinhard Molt diese Woche im Gemeinderat sagte: „Eine weitere Verlängerung gibt es nicht.“ Das heißt, über den Sommer hinaus will die Gemeinde den Pachtvertrag mit dem derzeitigen Betreiber der Gastwirtschaft nicht verlängern. Das Lokal liegt nördlich von Buoch neben Tennisverein und Reitanlage an der Straße Richtung Breuningsweiler, direkt am Waldrand.

Wie genau es nach dem Ende des Pachtvertrags mit der Immobilie weitergeht, das ist allerdings derzeit noch offen. Die Gemeinderatsfraktion der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV) hat nun den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob eine Nachnutzung als Waldkindergarten möglich ist. Zur Begründung schreibt die BWV: Remshalden müsse dringend weitere Kindergartenplätze schaffen und die „zeitnahe Einrichtung eines Waldkindergartens“ könne „die angespannte Situation in den Tal-Kindergärten zumindest kurz-/mittelfristig verbessern“. Die Waldkindergärten in der Umgebung hätten sich bewährt und: „Es handelt sich mithin um ein pädagogisch wertvolles Konzept, das auch in unserer Gemeinde nachgefragt wird.“

Molt: Festes Gebäude wäre ungewöhnlich für Waldkindergarten

Den Prüfauftrag, ob statt „Waldschenke“ ein Waldkindergarten in Buoch möglich ist, hat die Gemeindeverwaltung nun einstimmig vom Gemeinderat bekommen – aber mit vereinzelt geäußerter Skepsis. Auch Bürgermeister Reinhard Molt äußerte sich ebenfalls eher vorsichtig zur möglichen Realisierung der Idee. Normalerweise, so merkte er an, habe ein Waldkindergarten als „Rückzugsort“ kein festes Gebäude, sondern einen Bauwagen oder ein Tipi oder Ähnliches. „Wenn es dazu mutiert, dass es eine Kindergartengruppe in der „Waldschenke“ ist, dann ist das pädagogische Konzept ad absurdum geführt.“

Auf Nachfrage von Armin Wiesner (SPD) betonte Molt: „Wir werden das Areal mit einer ausgewiesenen Fachfrau für Waldkindergärten begutachten.“ Wenn diese eine andere Option vor Ort sehe, dann müsse man sich Gedanken machen, wie es stattdessen mit der „Waldschenke“ weitergehe.

Ursula Zeeb (Alternative Liste) sagte: „Die Verknüpfung mit der Waldschenke halte ich für unglücklich.“ Der für einen Waldkindergarten nötige Umbau im Gebäude sei „eine wahnsinnig teure Geschichte“. Sie halte es für „keinen guten Ansatz, dass wir die beiden Probleme, die wir haben“, nämlich den Mangel an Betreuungsplätzen und die Frage, was aus der „Waldschenke“ wird, „in einen Topf werfen“.


Remshalden. Derzeit ist die „Waldschenke“ in Buoch noch eine Gastwirtschaft, die zuletzt nicht den besten Ruf hatte. Die Gemeinde Remshalden will nun den Pachtvertrag mit dem Betreiber nicht mehr verlängern. Dadurch könnte das Gebäude bald ganz anders genutzt und Teil eines Waldkindergartens werden. Die Idee an sich kam im Gemeinderat gut an, allerdings gibt es Zweifel an der Eignung der Immobilie.

Fest steht, dass in der „Waldschenke“ eine

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