Remshalden

Was mit der Waldschenke (ehemaliges Calwer Eck) auf der Buocher Höhe passieren könnte

WaldschenkeBuoch
Auch wenn jetzt der Frühling kommt - die Waldschenke am Salenhäule wird vorläufig nicht wieder aus dem Winterschlaf erwachen. Der Gemeinderat muss hier eine grundsätzliche Entscheidung treffen, was mit der Fläche und dem Gebäude passieren soll. © Gaby Schneider

Ziemlich trostlos sieht’s rund um die Waldschenke an der Buocher Höhe aus. Auf der Fläche - idyllisch gelegen und durchaus großzügig - bewegt sich kaum etwas. Seit der letzte Pächter hier vor mehr als einem Jahr ausgezogen ist, ist hier kaum noch etwas los. Und das hat Gründe. So, wie die ehemalige Wirtschaft dasteht, ist sie im Grunde nicht mehr zu gebrauchen.

Gebäude und Fläche drum herum gehören der Gemeinde

Die alte Gaststätte und auch die Flächen drum herum gehören der Gemeinde Remshalden. Mitarbeiter der Gemeinde kümmern sich auch regelmäßig um Grund und Boden. Sie mähen, sehen nach dem Rechten. Sonst aber passiert nichts. Denn das Gebäude hat derzeit keinen Standard, mit dem man es einem Pächter anbieten könnte, erklärt Melanie Moure Diz, Sachgebietsleiterin Liegenschaften, auf Nachfrage der Schorndorfer Nachrichten.

Hütten und Schuppen sind inzwischen abgerissen

Rund um die Waldschenke waren noch bis vor kurzem etliche Hütten und Schuppen gestanden, die dem Betreiber der Wirtschaft einst als Abstellflächen gedient hatten. Diese hatte man zuletzt abgerissen. Und auch innendrin sei alles komplett leer geräumt. Nachdem man die Toiletten wegen technischer Probleme außer Betrieb nehmen musste, sind inzwischen wieder neue eingerichtet.

Dafür ist die komplette Küche in die Jahre gekommen, die Fettscheideanlage müsste erneuert werden, bevor ein neuer Wirt übernehmen könnte. Auch die Schankanlage ist veraltet, die Spülmaschine genügt heutigen Ansprüchen kaum mehr. Grundsätzlich bestehe ein enormer Investitionsrückstand, bevor die Waldschenke wieder als Gaststätte betrieben werden könnte, so Moure Diz.

Calwer Eck GmbH inzwischen Konkurs angemeldet

Der ehemalige Pächter, die Calwer Eck GmbH, hatte zuvor vier Jahre lang die Schenke betrieben. Anfangs sei’s ganz gut gelaufen, irgendwann habe die Gaststätte aber einen schlechten Ruf bekommen. Einmal war der Vertrag noch verlängert worden, inzwischen aber habe die GmbH Konkurs angemeldet.

Nun müsse der Gemeinderat überlegen, was mit der Schenke passieren solle: vermieten, verpachten, verkaufen? Grundsätzlich seien viele Lösungen denkbar, so Moure Diz. Klar sei aber auch: Im Bebauungsplan, der die Buocher Höhe definiert, ist festgelegt, dass lediglich eine Waldschenke auf dem Gelände stehen darf. Baurechtlich sei an dieser Stelle nichts anderes möglich. Dafür sorgten auch Regelungen den Wasser- und Vogelschutz betreffend und die Nähe zum Wald.

Mehrere Kommunen kümmern sich gemeinsam um die Erholungsgebiete

Tatsächlich ist die Fläche rund um die Waldschenke als Naherholungsgebiet ausgewiesen, es gibt sogar die Landschaftspflegegemeinschaft Buocher Höhe, in deren Rahmen sich mehrere Kommunen zusammengeschlossen haben, um die Fläche vom Buocher Höhenrücken bis hin zum Korber Kopf instand zu halten.

20 000 Euro für Arbeitseinsätze im Waldgebiet

Eigene Mitarbeiter hat dieser Zusammenschluss nicht. Aber Revierförster Andreas Münz kümmert sich zusammen mit Waiblinger Waldarbeitern um die entsprechenden Flächen. Seit mehr als 30 Jahren zahlen die Gemeinden Remshalden, Korb und Schwaikheim sowie die Städte Weinstadt, Waiblingen und Winnenden in einen gemeinsamen Topf ein – je nachdem wie viel der Fläche in dem Gebiet zwischen Buocher Höhe und Korber Kopf auf ihre Gemarkung fällt.

Rund 20 000 Euro ergibt das jährlich. Das Geld wird dafür verwendet, um die Arbeitseinsätze, die vor allem im Entsorgen des dort angesammelten Mülls bestehen, zu zahlen und um kleinere Reparaturen zu erledigen oder Tüv-Gebühren zu begleichen. Auch der Muskel-Parcours am Salenhäule wird immer wieder gerichtet.

Geld reicht für die Pflege auf dem aktuellen Standard

Mehr sei mit diesem Betrag auch nicht umzusetzen, und so ist Münz froh, dass keine teuren und wartungsintensiven Spielgeräte rund um die Grillplätze vorhanden sind. „Sonst müsste man über andere Finanzen reden.“

Allerdings hält er das auch gar nicht für nötig. „Ich bin schon der Meinung, dass sich die Kinder draußen in der Natur selbst beschäftigen können.“ Da gebe es genug zu erleben. Abgesehen davon gibt’s oben auf dem Salenhäule ein neues Klettergerüst, das die Remshaldener Firma Riker gespendet hat.

Und beim Beinsteiner Seele gibt’s das Wasserrad zu bewundern. „Ich bekomme immer wieder positive Rückmeldungen von den Waldbesuchern. Unsere Grills werden auch sehr gelobt“, freut er sich. Immerhin stehen auf der Buocher Höhe alle paar Kilometer höhenverstellbare Schwenkgrills. Mit denen könne man richtig gut grillen, findet er.

Ziemlich trostlos sieht’s rund um die Waldschenke an der Buocher Höhe aus. Auf der Fläche - idyllisch gelegen und durchaus großzügig - bewegt sich kaum etwas. Seit der letzte Pächter hier vor mehr als einem Jahr ausgezogen ist, ist hier kaum noch etwas los. Und das hat Gründe. So, wie die ehemalige Wirtschaft dasteht, ist sie im Grunde nicht mehr zu gebrauchen.

Gebäude und Fläche drum herum gehören der Gemeinde

Die alte Gaststätte und auch die Flächen drum herum gehören der

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