Remshalden

Wer die Sieger im Bauwettbewerb "Grunbacher Höhe" sind

Grunbacher Höhe
Vorstellung der Sieger im Bauwettbewerb Grunbacher Höhe (von links): Alexander Schreiner (Bau und Wert Remshalden) , Bürgermeister Reinhard Molt, der Vorsitzende der Jury Eckart Rosenberger, Rainer Beitlich (Investor, Stuttgart) und Architekt Alexander Lange (Stuttgart). © Alexandra Palmizi

Dort, wo einst die Ernst-Heinkel-Realschule stand, und gegenüber, wo sich jetzt noch Sportplätze und die Sporthalle befinden, soll in naher Zukunft ein neues attraktives Wohnquartier entstehen. Zum von der Gemeinde dazu ausgeschriebenen Architekturwettbewerb sind 21 Entwürfe eingegangen, die vergangenen Donnerstag und Freitag von einer Jury diskutiert und bewertet wurden. Am Samstag nun wurden die Preisträger in der Wilhelm-Enßle-Halle, wo auch alle eingegangenen Entwürfe zu sehen waren, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Qualitativ hochwertige Beteiligung am Wettbewerb für wunderbaren Standort“

Dabei kam Eckart Rosenfelder, der Vorsitzende des Preisgerichts, ins Schwärmen über „die qualitativ hochwertige Beteiligung“ am Wettbewerb für diesen „wunderbaren Standort“. Die Entwürfe wurden der Jury anonym vorgelegt, „wir wussten nicht, wer dahintersteht“, erklärte Rosenberger. „Nach ausführlichen Diskussionen haben wir einen klaren 1. Preis gefunden.“

Sieger war Alexander Lange vom Büro Ackermann und Raff (a+r Architekten) aus Stuttgart, dessen Entwurf von der ebenfalls in Stuttgart ansässigen BPD Immobilienentwicklung GmbH als Investor verwirklicht werden soll. Ein zweiter 1. Preis zum Ideenteil der Bauabschnitte nördlich der Goethestraße ging an den Projektentwickler Alexander Schreiner (Bau und Wert) aus Remshalden mit dem Entwurf der Stuttgarter Architekten Steinhoff und Haehnel.

Ausgeschrieben waren zwei Baufelder (1 und 2) auf der Fläche der einstigen Realschule, die nun sofort realisiert werden sollen. Und zwei Baufelder (3 und 4) im nördlichen Bereich der Goethestraße als „Ideenteil“ des Wettbewerbs, der erst nach Fertigstellung der Baufelder 1 und 2 angegangen werden soll.

Im Zentrum ein Quartiershaus mit Quartierstreff, Kita und Seniorenwohnen

Der Siegerentwurf von Alexander Lange von a+r sieht für diesen ersten Bauabschnitt acht Gebäude für insgesamt 67 Wohneinheiten (davon mehr als 20 Prozent geförderte Mietwohnungen) mit insgesamt etwas über 10.000 Quadratmeter vor. Im Zentrum, als neuer Mittelpunkt der Siedlung, sollen dabei ein Quartierhaus mit Quartierstreff, Kita und Seniorenwohnen stehen.

Die Jury lobt: „Aufgrund der inneren Wegeführung, der Lage der Eingänge zum Hof und der vorgeschlagenen Erschließung ergibt sich eine gute Vernetzung des Quartierplatzes mit den vier unterschiedlich ausgebildeten hofartigen Innenzonen, die eine vielfältige Nutzbarkeit erwarten lassen und eine nachbarschaftlich orientierte Atmosphäre bieten.“

Auch die variantenreiche Gestaltung der Baukörper hatte es der Jury angetan: „Besonders überzeugend sind die Gliederung und das Angebot an innovativen Gebäudetypologien und Wohnformen, die auch gestalterisch ihren Ausdruck finden und eine hohe Flexibilität aufweisen.“ Dabei, so die Gutachter, „ergibt sich eine hohe Mischung unterschiedlicher Lebensansätze, die ein vielfältiges und sozial ausgewogenes Siedlungsgefüge ermöglichen“. Zudem werde „durch leichten Versatz der Gebäudekörper versucht, möglichst vielen Bewohnern Sichtbeziehungen ins Tal zu bieten“. Auch die Fassadengestaltung zeuge „von einem zeitgemäßen Wohnungsbau und hebt sich deutlich von dem eher monotonen Geschossbau der Umgebung ab“.

Ein CO2-freies Quartier, das mehr Energie erzeugen soll, als es verbraucht

„Der differenzierte Einsatz von Holz in Konstruktion und Fassade entspricht dem nachhaltigen und ökologischen Ansatz der Entwurfsverfasser, die auch hinsichtlich der Energieeffizienz und dem Energiefluss konsequente Vorschläge erarbeitet haben.“ Das heißt konkret, was bei der Vorstellung mit Engagement besonders auch Rainer Beitlich von der Investorenseite hervorhob: Hier werde ein Quartier entstehen, das nicht nur CO2-frei sein soll, sondern mehr Energie erzeuge, als es verbraucht.

Die Jury jedenfalls kam zu dem Schluss: „Insgesamt ein städtebaulich überzeugender Entwurf, der in seiner Körnung, den innovativen wohntypologischen Ansätzen, dem nachhaltigen Entwurfsansatz und einer guten Freiraumplanung eine sehr gute Lösung für die Aufgabenstellung bietet.“ Ein Entwurf, für den insgesamt 47 000 Euro Preisgeld ausgelobt wurden.

Wie sehr die Architekten hier von einem städtebaulichen Konzept ausgingen, machte Alexander Lange mit dem Leitsatz seines Büros deutlich. „Zuerst die Stadt, dann das Haus.“ Was nicht heißt, dass dies nun vernachlässigt würde: „Jedes Haus hat ein Thema“, so Lange. Angeboten werden die Möglichkeiten Clusterhaus, Generationenhaus, Seniorenwohnen und ein Panoramhaus.

Insgesamt, so Projektentwickler Rainer Beitlich, betrage das voraussichtliche Investitionsvolumen ins Quartier Grunbacher Höhe 40 Millionen Euro.

Nach Änderung der Bauleitplanung hoffe man, so Bürgermeister Reinhard Molt, mit Baubeginn in „zwei bis zweieinhalb Jahren“.

Dort, wo einst die Ernst-Heinkel-Realschule stand, und gegenüber, wo sich jetzt noch Sportplätze und die Sporthalle befinden, soll in naher Zukunft ein neues attraktives Wohnquartier entstehen. Zum von der Gemeinde dazu ausgeschriebenen Architekturwettbewerb sind 21 Entwürfe eingegangen, die vergangenen Donnerstag und Freitag von einer Jury diskutiert und bewertet wurden. Am Samstag nun wurden die Preisträger in der Wilhelm-Enßle-Halle, wo auch alle eingegangenen Entwürfe zu sehen waren, der

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