Remshalden

Wie sich die Bücherei verändert? Auch in Remshalden gibt's neue Lese- und Ausleihgewohnheiten.

Bücherei Remshalden
Bibliothekarin Eva Frank (rechts) macht mit Christine Dreiling (links) und Birgit Langisch (Mitte) das Beste aus der Situation. Auf dem Bild fehlen die Mitarbeiterinnen Annemarie Ludwig und Barbara Schmid © Benjamin Büttner

Endlich gibt’s in der Remshaldener Bibliothek mehr Gemütlichkeit: Die neuen Errungenschaften Sessel, Bank und Sofa warten aber schon inzwischen seit einem Jahr auf plauderfreudige Bücherwürmer. Schließlich hat die Corona-Pandemie auch die Räume an der Fronackerstraße fest im Griff, und so hilft alle frisch geschaffene Aufenthaltsqualität derzeit nicht viel. Langes Stöbern ist einfach nicht drin. Dafür stellen die Mitarbeiterinnen den Kunden gerne Bücherpakete zusammen. Entweder bestellen die Leser konkrete Bücher oder sie teilen den Mitarbeiterinnen einfach ihre Lesevorlieben mit und können dann ein nach ihren Wünschen zusammengestelltes Materialpaket abholen. Und auch für Kindergärten werden thematische Bücherkisten gepackt.

„Click & Collect“: Mehr geht gerade einfach nicht

Statt Geselligkeit und Austausch gibt es nun also „Click & Collect“, eine räumliche Trennung zwischen Ausgabe und Rückgabe, kürzere Öffnungszeiten und die Absage sämtlicher Veranstaltungen. Und das wird auch noch länger so gehen. Weil ohnehin nicht absehbar ist, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, hat man sich gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung dafür entschieden, nicht alle möglichen Öffnungsarten auszureizen. Schließlich ist es wahrscheinlich, dass man ohnehin bald zum  „Click & Collect“ zurückkehren müsste. Dann aber könnte es schwierig werden, die Remshaldener rechtzeitig zu informieren, kommt das Mitteilungsblatt doch nur einmal wöchentlich heraus.

Hörspiele und E-Books laufen blendend

Während die Ausleihen im vergangenen Jahr nach einem besonders guten Vorgängerjahr 2019 deutlich zurückgegangen waren, hat die Online-Sparte starken Zuwachs zu verzeichnen. Dementsprechend hat Verbund der eBiblothek Rems-Murr in diesem Segment auch deutlich aufgestockt. Auch Kinder und Jugendliche nutzen diesen Zweig der Bücherei inzwischen intensiver. Schließlich gibt’s online nicht nur Verschriftlichtes. Auch Hörspiele können die Kinder herunterladen. Eine Entlastung für viele Eltern und ihre Sprösslinge gleichermaßen. „Es ist schon gut, wenn man unterschiedliche Medienangebote hat“, findet Büchereileiterin Eva Frank. „Man kann ja nicht immer nur vorlesen.“

Neue Stammkundschaft

Gold wert sei aber noch immer der direkte Kontakt mit den Lesern - und wenn er nur kurz an der Eingangstür stattfinden kann. „Die Leute freuen sich sehr drüber, dass sie Bücher bekommen können.“ Inzwischen habe sich eine Art Stammkundschaft an der Tür entwickelt. Einen kleinen Extra-Service haben die Ehrenamtlichen in der Bücherei außerdem organisiert: Schon zu Fasching konnten liebevoll gepackte Basteltüten für Kinder abgeholt werden. Seit ein paar Tagen stellt das Team Ostertüten auf die Terrasse der Bibliothek, die ebenfalls reißenden Absatz finden.

Lust auf Liebe und Kriminalfälle

Und was lesen die Remshaldener so in dieser trüben Zeit? „Man will jetzt nichts Anstrengendes lesen“, interpretiert Frank die aktuelle Ausleihstatistik. Die Spiegelbestseller gehen gut, dazu Liebe und Krimis. Wer so gar keine Ahnung hat, was er lesen mag, für den lohnt sich ein Besuch der Bücherei-Fensterfront. Hier haben die Mitarbeiterinnen einige Vorschläge aufgebaut. Pro Ausweis können bis zu zehn Medien entliehen werden, die im Webkatalog als „verfügbar“ gekennzeichnet sind. Eine Liste mit den gewünschten Medien kann an bibliothek@remshalden.de mit Angabe des Namens, der Telefon - und Ausweisnummer geschickt werden. Die fertigen Pakete können dann an der Tür entgegengenommen werden.

Endlich gibt’s in der Remshaldener Bibliothek mehr Gemütlichkeit: Die neuen Errungenschaften Sessel, Bank und Sofa warten aber schon inzwischen seit einem Jahr auf plauderfreudige Bücherwürmer. Schließlich hat die Corona-Pandemie auch die Räume an der Fronackerstraße fest im Griff, und so hilft alle frisch geschaffene Aufenthaltsqualität derzeit nicht viel. Langes Stöbern ist einfach nicht drin. Dafür stellen die Mitarbeiterinnen den Kunden gerne Bücherpakete zusammen. Entweder bestellen die

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