Remshalden

Wirbel um Luca-App: Plakate im „Lamm“ in Hebsack schon abgehängt

Polinski
Sylvia Polinski freut sich über mehr Einfachheit für ihre Gäste. © Alexandra Palmizi

Sylvia Polinski, Wirtin des „Gasthaus Lamm“ in Hebsack, freut sich, die Kontaktnachverfolgung per Luca-App nun guten Gewissens aufgeben zu können. „Der Gast muss ja aktuell so viel erfüllen, bis er am Tisch sitzt und die Speisekarte in der Hand hat.“

Die meisten würden alles äußerst vorbildlich abarbeiten. „Der Cov-Pass-Check-in hat sich etabliert, die Leute kommen jetzt schon mit Personalausweis und gezücktem Handy zur Tür rein.“ Dann folgen noch die Überprüfung, wie lange die letzte Impfung her ist und die Kenntnisnahme des eventuell zusätzlich notwendigen, negativen Corona-Testergebnisses.

Viel Aufwand vor dem Blick in die Speiskarte

Anschließend musste zuletzt noch am Tisch die Luca-App gescannt werden, bis endlich die Maske abgenommen werden konnte. Gerade die älteren Gäste seien in dieser langen Spanne von ihren beschlagenen Brillen teils schon sehr geplagt worden.

Trotz alledem: „Am Ende waren sie jetzt alle richtige Profis.“ Und man habe auch grundsätzlich die App gerne mit den entsprechenden Infos gefüttert. Schließlich sei man lange davon ausgegangen, dass es helfen könne, die Pandemie einzudämmen, Gäste und ihre Kontaktpersonen zu schützen.

Teilweise Luca-App-Eintragungen per Hand

Für die Kunden, die selbst kein Handy oder die entsprechende App nicht auf ihrem Mobiltelefon hatten, hatten Polinskis sogar ein extra Tablet angeschafft. Mit diesem hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Service dann am Tisch die Daten der nicht-digitalisierten Gäste aufgenommen und so in die Luca-App eingepflegt.

„Als dann aber klarwurde, dass es keinen Sinn mehr macht und gar nicht mehr nachverfolgt werden kann, dann war das alles Quatsch.“ Deshalb ist im Lamm ab Freitag Schluss mit der Luca-App. Die Hinweisplakate sind inzwischen abgehängt, die QR-Codes an den Tischen werden auch noch entfernt.

Bei größerern Feiern: Freiwillige Listen mit Kontaktdaten

Sylvia Polinski geht davon aus, dass es künftig Pflicht werden könnte, mit eingeschalteter Corona-Warn-App essen zu gehen. Allerdings, solange es keine rechtskräftigen Beschlüsse dahingehend gibt, werden sie die Gäste im Lamm auch nicht dazu auffordern.

Einzig bei größeren Feiern will man im Gasthaus Lamm auch künftig weiter Listen von allen Gästen aufbewahren. Allerdings finden solche Feste aktuell gar nicht statt. Dieser Januar sei wirklich kein guter Monat, und das, obwohl das Lamm ein durchaus gut laufendes Haus sei. Rund 30 Prozent weniger Gäste als in Vor-Corona-Januaren kommen derzeit. Die Leute scheinen angesichts der Rekord-Inzidenzen wieder vorsichtiger geworden zu sein.

Und eine Lockerung gilt außerdem ab Freitag (28.1.): das „Plus“, der offizielle Schnelltest, bei der 2G-Regel in Restaurants fällt weg. Neu ist, dass die Gäste in Innenräumen nur geimpft oder genesen sein müssen (2G), einen zusätzlichen Test braucht niemand mehr. Ganz gleich, wann die letzte Impfung war.

Sylvia Polinski, Wirtin des „Gasthaus Lamm“ in Hebsack, freut sich, die Kontaktnachverfolgung per Luca-App nun guten Gewissens aufgeben zu können. „Der Gast muss ja aktuell so viel erfüllen, bis er am Tisch sitzt und die Speisekarte in der Hand hat.“

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Die meisten würden alles äußerst vorbildlich abarbeiten. „Der Cov-Pass-Check-in hat sich etabliert, die Leute kommen jetzt schon mit Personalausweis und gezücktem Handy zur Tür rein.“ Dann folgen noch die Überprüfung, wie lange

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