Remshalden

Wohngebiet „Grunbacher Höhe“: Planer können loslegen

Luftbild vom Gelände der ehem. Ernst-Heinkel-Realschule, Remshalden-Grunbach, 08.05.2020.
Auf der großen freien Fläche stand einmal die Remshaldener Realschule, mittlerweile ist Gras drüber gewachsen, irgendwann soll hier und auf den Flächen, wo jetzt noch Sportplätze und Halle sich befinden, bis zu 230 Menschen wohnen (Archivfoto). © Benjamin Beytekin

Jetzt wird’s konkret. Der Rahmenplan für die Grunbacher Höhe ist nun soweit beschlossen, dass die teilnehmenden Architekten ihre Beiträge für den Wettbewerb erarbeiten können. Schließlich soll nicht derjenige den Zuschlag für die Planung des Gebietes bekommen, der mit den dicksten Geldbündeln wedelt. Vielmehr soll der Wettbewerbsbeitrag gewinnen, der den Wünschen der Remshaldener am nächsten kommt. Am Ende soll nämlich ein innovatives und attraktives, nachhaltiges und lebendiges Wohnquartier entstehen, das sich in die bestehenden Strukturen einfügt und den Ortsteil aufwertet.

Sportplätze bleiben zunächst erhalten

Das in vier Bebauungsabschnitte aufgeteilte Gebiet soll nach seiner Fertigstellung Wohnraum für 230 Menschen in etwa 60 Wohneinheiten beherbergen – aufgeteilt auf Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser. Dabei sollen zunächst die beiden Gebiete südlich der Goethestraße umgesetzt werden. Die nördlichen Flächen, die aktuell noch mit den beliebten Außensportplätzen und der alten Schulsporthalle belegt sind, sollen erst später bebaut werden. Allerdings: Die nördlichen Baufenster sollen bei den Entwürfen für die südlichen Flächen direkt mitgedacht werden, so dass ganz am Ende, wenn das komplette Areal überbaut ist, auch alles gut zusammenpasst.

Ganz zentral - und das betonte auch noch einmal Martin Groeger, Sachgebietsleiter Planung, in der jüngsten Gemeinderatssitzung – sei eine wertige Gestaltung der Mittelzone zwischen den Baufenstern 1 und 2 in Richtung des Quartiersplatzes. Auch die öst-westliche Achse zwischen den vier Planungsflächen soll nicht von Autos befahren werden und so der Aufenthaltsqualität des gesamten Gebietes dienen. Entlang der Außenseiten des ersten Baufensters sollen außerdem eine Grünfläche mit rund 410 Quadratmetern mit reichlich Aufenthaltsqualität frei gehalten werden, dazu eine umlaufende Fußwegfläche von rund 260 Quadratmetern. Die Wege sollen von der Allgemeinheit betreten werden dürfen und das Viertel zu einem beispielhaften machen. Die nordöstlich vom gesamten Planungsgebiet gelegene und topografisch erhöhte Grünfläche (rund 740 Quadratmeter) soll nicht verkauft werden, sondern als öffentliche Grünfläche bei der Gemeinde bleiben. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt, wenn auch die Sportstättenplanung abgeschlossen ist, ebenfalls eine Spiel- und Aufenthaltsqualität für das gesamte Quartier erhalten. Immerhin besteht hier schon aktuell der Aktivspielplatz, gemeinsam mit den dort Aktiven und auch den Anliegern könnte die Fläche geplant werden.

Erschließungsmaßnahmen könnten 2023/24 starten

Mit in der über die eingereichten Entwürfe entscheidenden Jury sitzen auch Otto Fellmeth und Daniela Rohlfing. Sie wohnen im unmittelbaren Umfeld des Planungsgebietes und wurden aus acht Bewerbern aus den Reihen der interessierten Bürger ausgelost. Sie sind nicht stimmberechtigt, dürfen aber das Wettbewerbsverfahren begleiten. „Souverän ist und bleibt der Gemeinderat“, erklärte Groeger noch einmal in der Gemeinderatssitzung.

Wenn der Auslobungstext endgültig aufgesetzt und veröffentlich worden ist, haben die interessierten Investoren und Architekten die Gelegenheit, bei einem Vor-Ort-Termin Fragen zu stellen, die verschiedene Details betreffen. In den Jahren 2023/24 könnten dann nach dem entsprechenden Vergabeverfahren die Erschließungsmaßnahmen und auch die Umsetzungen der privaten Baumaßnahmen starten.

Nach einem Statement von Klaus Scheufele (ALi), der die Ausschreibung als tragfähige Grundlage für ein „zukunftsweisendes“ Gebiet lobte, stimmte der Remshaldener Gemeinderat einstimmig für eben jenen Rahmenplan.

Jetzt wird’s konkret. Der Rahmenplan für die Grunbacher Höhe ist nun soweit beschlossen, dass die teilnehmenden Architekten ihre Beiträge für den Wettbewerb erarbeiten können. Schließlich soll nicht derjenige den Zuschlag für die Planung des Gebietes bekommen, der mit den dicksten Geldbündeln wedelt. Vielmehr soll der Wettbewerbsbeitrag gewinnen, der den Wünschen der Remshaldener am nächsten kommt. Am Ende soll nämlich ein innovatives und attraktives, nachhaltiges und lebendiges Wohnquartier

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