Remshalden

Ziel 1,0-Abi: Cordula Müller hat das am Remstal-Gymnasium geschafft

CordulaAbitur
Cordula Müller (17) hat am Remstal-Gymnasium in Weinstadt ihr Abitur mit 1,0 abgeschlossen. © Gaby Schneider

„Ein Abhaken“ - so beschreibt die 1,0-Schülerin Cordula Müller rückblickend ihr Abitur. Die 17-Jährige war eine von zwei Schülerinnen, welche die Bestnote am Remstal-Gymnasium erreicht haben. Nun, da die Schulzeit vorüber ist, startet sie direkt ins nächste Abenteuer: ihr Molekularmedizin-Studium an der Universität in Tübingen.

Schule, Gottesdienste und Prüfungsvorbereitungen

„Ich mochte eigentlich Schule“ - die nun ehemalige Schülerin hat sich das Ziel, den 1,0-Schnitt zu schaffen, schon vor der elften Klasse gesetzt, doch Druck hat sie sich deswegen nicht gemacht. Auch wenn sie während der elften und zwölften Klasse alles relativ gelassen gesehen hat - die Hobbys, wie die Teilnahme als Ministrantin am katholischen Gottesdienst, insbesondere dessen Projekte, kamen dennoch zu kurz, so die Remshaldenerin.

Vor allem während der Osterferien sei der Gottesdienst in der zweiten Woche gar nicht von ihr besucht worden, denn in dieser Woche hat sie angefangen, richtig auf die Prüfungen zu lernen. „Vielleicht hätte ich vorher mit dem Lernen anfangen sollen“, sagt Cordula mit einem Schmunzeln im Gesicht. Ausgezahlt hat sich das Lernen trotzdem, selbst als es so kurz davor war.

Corona: Fernunterricht im ersten Lockdown war chaotisch

Online-Unterricht war während der Abiturvorbereitung – kein großes Drama. Eher in der zehnten Klasse: „Es war der erste Lockdown und die Schule war überhaupt nicht darauf vorbereitet.“ In dieser Zeit haben die Lehrer nur Aufgaben gegeben, aber kontrolliert hätten sie diese dann doch nicht immer. Demnach habe sie sich keine Mühe gemacht, die Aufgaben zu erledigen.

Anders sah es im zweiten Lockdown aus: Da hat die Schule den Schülerinnen und Schülern Tablets geliehen, die keine eigenen Laptops oder andere technischen Geräte zu Hause hatten. Es gab richtigen Online-Unterricht, welcher nach dem Stundenplan lief. „Am besten war die Zeit, als nur die elfte und zwölfte Klasse am Präsenzunterricht in der Schule teilnehmen durfte“, gibt sie mit einem Grinsen zu.

Ihre schriftlichen Prüfungsfächer waren Mathe, Physik und Chemie - selbstverständlich ist Chemie ihr Lieblingsfach, immerhin studiert sie bald Molekularmedizin. In katholischer Religion und Deutsch wurde sie mündlich geprüft. Sie erklärt dazu, dass ihr Abiball leider keine so große Feier für sie gewesen sei, denn Cordula war am Tag ihrer mündlichen Prüfungen krank und musste sie direkt nach dem Abiball ablegen. Im Nachhinein hat sie im kleinen Rahmen mit der Familie ihre Bestnote gefeiert.

Lerntipps und Strategien für nachkommende Abiturienten

Durch Zusammenfassungen, die man sich selber auf Papier schreibt, wäre die Grundlage für das Auswendiglernen schon bereitgelegt, sagt Cordula. Und nach ständigem Wiederholen und dem Erledigen von Übungsaufgaben habe sich der gelernte Stoff dann auch im Kopf verankert und den vergesse man so schnell nicht mehr, so die Remshaldenerin.

Gut sei auch noch, sich Fragen zur jeweiligen Klassenarbeit zu überlegen - wenn man diese Fragen beantworten kann, müsste man perfekt auf die Klassenarbeit vorbereitet sein. Aber ein Riesentipp von ihr ist: seine Ziele von Anfang an visualisieren. Auf ihren Spiegel hat sie „Ziel: 1,0-Schnitt im Abitur“ geschrieben, so dass sie dieses Ziel auch in schwierigen Zeiten immer vor Augen hatte. Jetzt konnte sie endlich einen Haken dahintersetzen.

Top-3-Studiengänge - und warum Molekularmedizin?

„Früher wollte ich Astrophysik studieren“, erklärt die künftige Molekularmedizin-Studentin aus Remshalden. Da die Universitäten für das Astrophysikstudium zu weit weg von ihrer Familie waren, fiel dieser Plan weg.

Ihre Interessen sind sehr breit gefächert, befassen sich mit Biochemie und gehen bis zur Pharmazie. Im Endeffekt möchte sie und wird auch Molekularmedizin studieren. „Es ist wie ein Medizinstudium, nur ohne das ganze Blut - das war der ausschlaggebende Grund für das Studium“, erklärt Cordula Müller. Mit diesem Studium kann sie später Krankheiten erforschen oder Medikamente herstellen.

Nächster Halt: die Eberhard-Karls-Universität in Tübingen

Am 10. August bekam die 17-Jährige die Aufnahmebestätigung der Eberhard-Karls-Universität- ab dem Wintersemester dieses Jahres studiert Cordula Müller an der Uni Tübingen Molekularmedizin. Der Numerus clausus für ihren angestrebten Studiengang beträgt 1,0 – aber es komme auf die genaue Punktzahl an.

Mit ihren circa 850 Punkten wurde sie für das Studium zugelassen. Vermissen wird sie den geregelten Ablauf der Schule und auch den Unterricht selber, da sie sich am Remstal-Gymnasium gut aufgehoben gefühlt hat. Dennoch: Sie freut sich sehr, dass es bald mit ihrem Traumstudium losgeht.

„Ein Abhaken“ - so beschreibt die 1,0-Schülerin Cordula Müller rückblickend ihr Abitur. Die 17-Jährige war eine von zwei Schülerinnen, welche die Bestnote am Remstal-Gymnasium erreicht haben. Nun, da die Schulzeit vorüber ist, startet sie direkt ins nächste Abenteuer: ihr Molekularmedizin-Studium an der Universität in Tübingen.

Schule, Gottesdienste und Prüfungsvorbereitungen

„Ich mochte eigentlich Schule“ - die nun ehemalige Schülerin hat sich das Ziel, den 1,0-Schnitt zu

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