Rudersberg

2000 Kilometer mit Sonnenenergie: Solarstrom ist vielseitig einsetzbar

Solar Bike
Das „Solarbike“ informierte in Schlechtbach über Sonnenenergie. Auch Vertreter der Verwaltung und Bürgermeister Raimon Ahrens (Fünfter von links) waren anwesend. © Gabriel Habermann

Die Energieagentur des Rems-Murr-Kreises hat zusammen mit der Stabsstelle Klimaschutz der Gemeinde Rudersberg auf dem Wochenmarkt in Schlechtbach am Mittwoch über die Möglichkeit der Stromgewinnung mittels Fotovoltaikanlagen informiert.

Üblicherweise werden diese auf den Dächern von Neubauten und immer häufiger auch auf Bestandsgebäuden installiert. Die Energiegewinnung mittels Sonnenkraft, vor rund 20 Jahren oft milde belächelt, hat sich in Zeiten der Energiewende etabliert und gewinnt immer mehr Anhänger.

Pedelec fährt mit Sonnenenergie

Die Vorteile sind klar: Die Sonne scheint sowieso (in Zeiten des Klimawandels vielleicht noch häufiger) und vor allem kostenlos. Ob auf dem Hausdach, mittlerweile sogar an geeigneten Hauswänden, als Freiflächenanlage oder nur mit einem kleineren Panel als Balkonverkleidung, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Sogar ein Pedelec kann damit dauerhaft betrieben werden.

Rainer Idler von Stuttgart Solar hat den Beweis dafür angetreten. Mit seinem „Solargespann“ ist er mehr als 2000 Kilometer durch Deutschland und Holland geradelt. Die Fotovoltaikanlage auf dem Fahrradanhänger hat den Strom für den Akku erzeugt, damit war die komplette Reise ohne Netzstrom möglich.

Erneuerbare Energien im Fokus

Über dieses und viele andere Themen rund um die regenerative Stromerzeugung beziehungsweise Energiegewinnung haben Sabine Meurer und Michael Schaaf von der Energieagentur des Rems-Murr-Kreises in zahlreichen Gesprächen mit den Besuchern des „Schlechtbächer Märktles“ informiert. Unterstützt wurden die Fachleute vom stellvertretenden Schlechtbacher Ortsvorsteher Bernhard Dittl, einem fahrrad- und energiebegeisterten Gemeinde- und Ortschaftsrat, der sich beiden Themen seit langem verschrieben hat.

Bürgermeister Raimon Ahrens und der Rudersberger Klimamanager Rudolf Scharer waren ebenfalls mit von der Partie. Die Gemeinde hat durch die Schaffung der Stabsstelle Klimaschutz Ende letzten Jahres und dem seit Mai geltenden Förderprogramm für Fotovoltaikanlagen und Stromspeicher das Thema erneuerbare Energien in den Fokus gerückt.

Kostenlose energetische Beratung von Firmen

Auch die Zusammenarbeit mit der Energieagentur des Kreises wurde mit verschiedenen Projekten intensiviert, sei es bei der Beratung von Bürgern, welche im Rahmen des Sanierungsgebietes Ortsmitte Schlechtbach Maßnahmen planen, oder die neueste Aktion, eine kostenlose energetische Beratung von Firmen, die im Oktober starten soll. Bereits seit Jahren wird von der Energieagentur monatlich ein kostenloser Beratungstermin im Rathaus Rudersberg angeboten oder werden Projekte mit örtlichen Schulen durchgeführt. Mit einzelnen Infoveranstaltungen, wie der auf dem Wochenmarkt, soll das Thema Energie und damit auch der Klimaschutz künftig beworben werden.