Rudersberg

Bauamtsleitung in Rudersberg unbesetzt: Welche Aufgaben jetzt anstehen

Asperglen
Die Ortsdurchfahrt in Asperglen war die letzte größere Baumaßnahme in Rudersberg, die im April abgeschlossen werden konnte. © Gaby Schneider

In Rudersberg stehen viele wichtige Baumaßnahmen an: zuvorderst der Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Hauptort, das Wohngebiet Mittelfeld und das geplante Freizeitareal an der Ölmühle in Michelau, die Ortskernsanierung in Schlechtbach – oder die Tannbachstraße Süd in Steinenberg, wo auf dem Gelände der ehemaligen Sägmühle Wohnhäuser entstehen sollen.

Doch das Bauamt im Rathaus ist im Moment nicht besetzt. Raimon Ahrens leitet es kommissarisch, „die Arbeit wird aber im Team erledigt“, betont der Rudersberger Bürgermeister. Vergangene Woche wurde die Stelle nun erneut ausgeschrieben.

Die Stelle ist seit kurzem wieder vakant

Ende März hatte René Schaal, der das Amt neun Jahre leitete, die Gemeinde aus privaten Gründen verlassen. Eine Nachfolgerin war bereits gefunden. Doch die Zusammenarbeit hat dem Vernehmen nach nicht so funktioniert wie erhofft. Die Stelle ist deshalb wieder vakant.

Auf dem Arbeitsmarkt für die kommunalen Verwaltungen herrscht gerade Fachkräftemangel. Da viele in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen werden, dürfte sich das absehbar noch verstärken. „Wir haben aber die Hoffnung, dass wir jemand für diese spannende und extrem vielfältige Aufgabe finden“, sagt Bürgermeister Ahrens.

"Großer Gestaltungsspielraum" des Bauamtsleiters

Bei einer Flächengemeinde mit so vielen Teilorten würden an die Bauamtsleitung zwar hohe Ansprüche gestellt, „es gibt hier aber auch einen sehr großen Gestaltungsspielraum und eine große Bandbreite an Themen“, betont der Rudersberger Bürgermeister. „Im Bauamt gibt es ein tolles Team, wo es Spaß macht, mitzuarbeiten“, außerdem stellt er die „sehr konstruktive“ Rolle des Gemeinderats heraus.

Zu tun gibt es in der Gemeinde auf jeden Fall eine ganze Menge. Neben den anfangs genannten Projekten sind das etwa die Entwicklung von Bebauungsplänen, das große Thema Breitbandausbau oder der Hochwasserschutz im Wieslauftal.

Geschäftsführer arbeitet aus dem Home-Office in der Pfalz

Bei Letzterem ist der ehemalige Bauamtsleiter übrigens weiterhin tätig. „Formal ist Herr Schaal weiter Geschäftsführer des Wasserverbands Wieslauftal“, sagt Ahrens. „Das macht er im Home-Office“. Alleine muss er den Verband indes von Rheinland-Pfalz aus nicht leiten. Der Bürgermeister selbst ist Vorsitzender, Herbert Schuck, Infrastruktur und technischer Werkleiter beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Stadt Schorndorf, sein Stellvertreter. Benjamin Bitzer vom Bauamt der Gemeinde Rudersberg ist auch in den Betrieb eingebunden. „Wir versuchen, die Themen, die anstehen, gemeinsam zu stemmen.“

Die Nebentätigkeit des Wasserverband-Geschäftsführers übt Schaal auf Ahrens' Bitte derweil vorläufig weiter aus. „Wir müssen schauen, ob die neue Amtsleitung das dann übernimmt.“ Das wäre aus Sicht des Bürgermeisters durchaus sinnvoll, „aber nicht zwingend notwendig“.

Was beim Wasserverband ansteht

Was steht beim Wasserverband an? Große Projekte sind in den vergangenen Jahren bereits gelaufen, darunter vor allem der Hochwasserdamm in Oberndorf. Weitere Maßnahmen an den Zuflüssen der Wieslauf sind noch geplant: die Teilverdolung des Klingenbächle, ein Becken am Daukernbach sowie ein Hochwasserbecken am Tannbach zwischen Steinenberg und Miedelsbach.

Außerdem werden gerade die Starkregenrisikogefahrenkarte sowie die Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte erstellt. Sobald diese vorliegen, geht es mit der Arbeit bei den Zuflüssen weiter.

Bewerbungen für das Bauamt in Rudersberg können bis zum 9. Oktober an die Adresse bewerbung@rudersberg.de oder an die Gemeinde Rudersberg, Hauptamt, Backnanger Straße 26, 73635 Rudersberg, gerichtet werden.

In Rudersberg stehen viele wichtige Baumaßnahmen an: zuvorderst der Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Hauptort, das Wohngebiet Mittelfeld und das geplante Freizeitareal an der Ölmühle in Michelau, die Ortskernsanierung in Schlechtbach – oder die Tannbachstraße Süd in Steinenberg, wo auf dem Gelände der ehemaligen Sägmühle Wohnhäuser entstehen sollen.

Doch das Bauamt im Rathaus ist im Moment nicht besetzt. Raimon Ahrens leitet es kommissarisch, „die Arbeit wird aber im Team

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