Rudersberg

Carnevalsfreunde Württemberg krönen am Samstag (20.11.) in Rudersberg ihre Prinzessin

Carnevalsfreunde Württemberg
Übernimmt die karnevalistische Regentschaft über das Wieslauftal: Jasmin die Erste. © Alexandra Palmizi

Anfang 2020, als noch niemand so recht ahnen konnte, was da mit der Pandemie auf uns alle zukommt, wurde Sabrina die Erste feierlich beerdigt. Natürlich nur symbolisch, schließlich sind die Carnevalsfreunde Württemberg ja keine Unmenschen, sondern harmlose faschingsverrückte Narren.

Der Verein aus dem Wieslauftal ist seitdem jedoch führungslos. Denn alle Faschingsveranstaltungen, die nun mal in der kalten Jahreszeit stattfinden, wo Viren besonders gerne grassieren, mussten ausfallen. So gab es weder eine Inthronisation der Nachfolgerin noch eine Prunksitzung.

Das soll sich diesen Samstag ändern. Dann soll nämlich die Nachfolgerin von Sabrina der Ersten ins Amt gehoben werden. Um genau 19.37 Uhr (Einlass: 18.37 Uhr) wird die Inthronisation in der Rudersberger Gemeindehalle beginnen – unter den aktuell geltenden 2G-Bedingungen.

Von der Mistelhexe zur Prinzessin: Jasmins steiler Aufstieg

Der Rudersberger Verein hat bei der Suche nach einem Oberhaupt ein wenig in fremdem Terrain gewildert und das Wieslauftal verlassen. Fündig geworden ist man schließlich in Lippoldsweiler. In dem Auenwalder Ortsteil wohnt nämlich Jasmin Gommel, die schon seit vielen Jahren als Karnevalistin aktiv ist und zuletzt als Mistelhexe bei einer Maskentruppe in Neckarweihingen unterwegs war.

Tommy Manhalter, Präsident der Carnevalsfreunde, lernte die 24-Jährige beim Ebersberger Sommergärtle, einer Kulturveranstaltung in Auenwald, kennen. Dort halfen die Rudersberger bei einem befreundeten Verein aus – und man fand sich offenbar direkt sympathisch.

Seit vier Jahren gibt es den Verein

„Von der Hexe zur Prinzessin, das ist schon ein Riesensprung“, weiß Jasmin die Erste, die aus einer faschingsverrückten Familie stammt und in den Karneval quasi hineingeboren wurde. Muss sie doch jetzt nicht mehr als Kräuterhexe böse Geister vertreiben, sondern den seit 2017 bestehenden Verein - die Gründung war am 17.7. um 17.17 Uhr - nach außen repräsentieren. Natürlich bei den Veranstaltungen der Carnevalsfreunde, aber auch bei Spenden-Sammelaktionen oder Besuchen bei befreundeten Vereinen. Dort darf sie dann auch das Ordensgeschenk überreichen: einen Secco mit ihrem Konterfei.

Die Proklamation für die Inthronisierung hat sie bereits gemeinsam mit Präsident Tommy Manhalter verfasst. Auch Autogrammkarten für die Prinzessin sind gedruckt. Ab Samstagabend soll Jasmin, die im bürgerlichen Leben übrigens Einzelhandelskauffrau ist und bei Lidl arbeitet, dann die karnevalistische Regentschaft über das Wieslauftal übernehmen – und in den kommenden Monaten so viele Termine wie möglich für den Verein bestreiten. „Ich hoffe, dass es dieses Jahr noch richtige Veranstaltungen gibt“, sagt Tommy Manhalter.

Was der Verein in nächster Zeit alles geplant hat

Bei der Rudersberger Weihnachtslichtung, der Ersatzveranstaltung für den abgesagten Adventswald am dritten und vierten Adventswochenende, haben die Carnevalsfreunde einen eigenen Stand.

Sofern es die Pandemie-Situation zulässt, wird am Samstag, 29. Januar, eine Prunksitzung der Carnevalsfreunde in der Gemeindehalle stattfinden.

Gerne würde der Verein im kommenden Jahr auch wieder einen Kinderfasching anbieten. Geplant ist die Veranstaltung für Montag, 28. Februar, ebenfalls in der Rudersberger Gemeindehalle.

Beerdigung ist schon geplant

Einen Termin für die Beerdigung der noch nicht amtierenden Prinzessin gibt es übrigens auch schon: Sie ist für Mittwoch, 2. März, angesetzt. Stattfinden soll sie in Eddy's Biker-Residenz im Nachbarort Althütte. Wenn es nach Tommy Manhalter geht (und sich das neue Oberhaupt bewähren sollte), könnte ihre Regentschaft auch noch um ein Jahr verlängert werden.

Für die Inthronisation an diesem Samstag in der Gemeindehalle ist der Eintritt übrigens frei.

Anfang 2020, als noch niemand so recht ahnen konnte, was da mit der Pandemie auf uns alle zukommt, wurde Sabrina die Erste feierlich beerdigt. Natürlich nur symbolisch, schließlich sind die Carnevalsfreunde Württemberg ja keine Unmenschen, sondern harmlose faschingsverrückte Narren.

Der Verein aus dem Wieslauftal ist seitdem jedoch führungslos. Denn alle Faschingsveranstaltungen, die nun mal in der kalten Jahreszeit stattfinden, wo Viren besonders gerne grassieren, mussten ausfallen.

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