Rudersberg

Corona-Lockerungen: Rudersbergs Bürgermeister Ahrens setzt auf die Vernunft der Eltern

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Rudersbergs Bürgermeister Raimon Ahrens appelliert an die Eltern. © Schneider / ZVW

Auch in Rudersberg normalisiert sich das Leben wieder Stück für Stück. Nachdem das Rathaus wochenlang geschlossen war, ist es seit Montag wieder geöffnet. Allerdings nur mit eingeschränkten Öffnungszeiten und strengen Hygienevorschriften.

Ahrens wirbt für Terminvereinbarungen im Rathaus

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung warb Bürgermeister Raimon Ahrens nochmals für eine vorherige Terminvereinbarung.

Vorerst geschlossen bleiben jedoch die Ortsämter, alle sie betreffenden Aufgaben können im Rathaus erledigt werden.

Freibäder "keinesfalls" vor Mitte Juni geöffnet

„Gut angelaufen“ sei mittlerweile die erweiterte Notbetreuung, die jeweils 25 Kinder in Kitas und an den Schulen in Anspruch nehmen. Auch der Unterrichtsbeginn für die Abschlussklassen sei „vernünftig“ angelaufen. Wann und unter welchen Voraussetzungen die Freibäder ihren Betrieb aufnehmen, sei noch völlig unklar, „aber keinesfalls vor Mitte Juni“, so Ahrens. „So schwer es ist, diese Schritte abzuwarten, so wichtig ist es, weil dieses Infektionsgeschehen sich mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung niederschlägt.“ Deshalb müsse man kleine Schritte gehen.

Leider fehle es nach wie vor an einer konkreten Definition für Großveranstaltung, „deshalb planen wir, dass Veranstaltungen bis 15. Juni abgesagt sind, danach müssen wir abwarten, wie die Regelungen sind“. Die Nacht der Backhäuser am 1. August werde aber, Stand jetzt, nicht stattfinden. „Da steckt viel Manpower drin, Abstand halten wird da schwierig bis unmöglich.“

„Es gibt kein Spiel ohne Spielregeln“

Für den Sommerempfang arbeite die Verwaltung bereits an einem Alternativkonzept, „lassen Sie sich überraschen“.

Zu guter Letzt sind auch die Spielplätze wieder geöffnet. Die dort jetzt geltenden Regeln wie die begrenzte Zugangszahl, anderthalb Meter Abstand, die zwingende Begleitung durch Erwachsene oder dass Essen und Trinken untersagt ist, werde von der Gemeinde nicht kontrolliert. „Wir alle haben eine rege Fantasie und können uns Szenarien ausmalen, ob und wie das funktioniert.“ Er appellierte daher an das Verantwortungsgefühl der Eltern. Denn „es gibt kein Spiel ohne Spielregeln“.